Erfahrungen nach 8 Jahren (Gaggenau-Geräte)

Hans Amstein

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Liebe Community:

Wenige werden sich erinnern, dass ich vor zehn Jahren mit der Sanierung eines denkmalgeschützten Altbaus begann und dann endlich vor acht Jahren einziehen konnte. Ich habe hier sehr viel Hilfe bei der Küchenplanung erfahren, für die ich noch heute dankbar bin. (Für Interessierte: Die Suchfunktion sollte zu den diversen Beiträgen aus den Jahren 2009 und 2010 führen.)

Heute gebe ich aus aktuellem Anlass einen kleinen Erfahrungsbericht bezogen auf die Geräte. Ich könnte mir denken, dass das für einige, die jetzt planen, interessant sein könnte - zumal ich mich damals auch intensiv mit der (etwas verkürzten) Frage "Miele oder Gaggenau " auseinandergesetzt hatte.

Es lief am Ende mit Ausnahme des Geschirrspülers, der im XXL-Einbaumaß nur bei Miele eine horizontal ungeteilte Front der bulthaup -Küche ermöglichte, auf Gaggenau heraus. Und zwar (mit absoluter Ausnahme des Kaffeevollautomaten "CM200" - aus Gründen des einheitlichen Designs genommen - und der relativen Ausnahme des Kühlschranks "RY491-200") nur "Original-Gaggenau-Geräte," also die noch "aus dem Vollen geschnitzten" Ikonen wie den 90cm-Einbaubackofen "EB-388," den genialen Einbaudampfbackofen ED-220 (extra noch das Edelstahlmodell mit den Knebelgriffen) und - darauf werde ich gleich zurückkommen - das große Gaskochfeld "CG-492,"ergänzt mit einem Lamellendunstabzug von bulthaup. Nicht gewollt hätte (/hatte) ich irgendwelche Geräte aus der BSH -Gruppe mit Gaggenau-Label und Aufpreis für einen vermeintlichen Distinktionsgewinn der Käufer, die das entweder nicht besser wissen oder so wollen.

Zwei Dinge sind vielleicht noch beachtlich:
a) Die Küche steht in einem Einpersonenhaushalt und ist eigentlich nur an den Wochenenden in Betrieb.
b) Alleine die Gaggenau-Geräte summierten sich auf einen fetten fünfstelligen Eurobetrag.

Zunächst zum Positiven:
Vollauf zufrieden bin ich mit den beiden Öfen.
Der Kaffeevollautomat fiel wiederholt mit Launen und Undichtigkeiten auf, ohne dass das zu größeren Problemen geführt hätte - sicher nicht zu einem Post in diesem Forum.
[Der Geschirrspüler brauchte unlängst eine neue Pumpe; das wurde von Miele schnell und blitzsauber behoben und nur zu 50% berechnet.]

Weniger überzeugend:
Der Icemaker im Kühlschrank ist kein Beispiel für besondere Verlässlichkeit.

Aber:
Jetzt habe sich die Griffe des großen Gaggenau-Gasfelds aufzulösen begonnen! Drei zeigten zunächst Risse und alsbald zerbröselte einer (vor zirka drei Wochen; siehe die beigefügten Bilder). Ersichtlich sind diese Teile aus nicht ausreichend robustem Kunststoff gefertigt, also bezogen auf den Anspruch der Marke wohl minderwertig. Zeitgleich stellten alle Brenner via Sicherheitsabschaltung ihre Funktion ein.

Nach zahlreichen Anrufversuchen beim Gaggenau-Kundendienst, die oft genug in der Warteschleife endeten, gelang es mir nach drei Wochen, Besuch eines Service-Technikers zu bekommen. Der Mann war freundlich und machte einen kompetenten Eindruck. Ich lernte:

a) So einen Kunststoffknebel kann man ersetzen; Gaggenau berechnet dafür einen Materialpreis von rund 190 Euro - pro Stück, also mal Fünf, kurzfristige Lieferbarkeit vorausgesetzt.
b) Alternative für ungefähr den gleichen Preis gibt es auch runde Knöpfe (aus Edelstahl, sagte der Techniker). Nach einigen Telefonaten kann ich die kulanzhalber für 500 Euro bekommen - zuzüglich zweimalige Anfahrt und Technikerzeit.
c) Trotz genauer Schadensbeschreibung braucht es jetzt also einen zweiten Besuch des Kundendienstes.
d) Punkt c) ist deshalb unerheblich, weil nach dem Besuch des Technikers das Gasfeld umgehend erneut seine Funktion via Sicherheitsabschaltung eingestellt hat.

Um es also auf den Punkt zu bringen: Das Gasfeld ist zwar pflegeaufwendig, aber mit seinen fünf klasse regelbaren Brennern im Betrieb ein Quell der Freude. Das Gegenteil gilt für die Ersatzteilversorgung, wobei ich den aufgerufenen Preis für die Knöpfe (die Knebel, die ich eigentlich bevorzuge, gibt es entweder gar nicht mehr oder sind minderwertig) freilich als dreist empfinde.

Ich werde mich nun mit einem Schreiben an die Geschäftsführung in München wenden und um ein weiteres Entgegenkommen bitten. Es kann ja nicht wirklich sein, dass viele Tausend Euro teure Kochfelder mit Kunststoffreglern versehen sind, die sich nach einiger Zeit nicht sehr intensiver Benutzung in ihre Einzelteile auflösen und deren Ersatz (soweit möglich) in der Gesamtsumme (zweimalige Anfahrt und Arbeitszeit eines Technikers) eine Größenordnung von vermutlich gegen Tausend Euro verschlingt.

Ich werde über das Ergebnis berichten. Ich könnte mir vorstellen, dass das für einige hier, die sich mit Fragen wie "Miele oder Gaggenau" herumschlagen, interessant sein könnte.
 

Michael

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Hallo Hans,

schön wieder von dir zu lesen, auch wenn der Auslöser weniger schön ist.

Für die Jüngeren hier ;-) : Der Link zu deinem Planungsthread
Unsere bulthaup b3

Dem BSH Kundendienst (Der ja auch für Gaggenau zuständig ist) fehlt offensichtlich immer noch das Gefühl für realistische Preise. Wenn Pfennigartikel hunderte von Euro kosten kann man das wohl so bezeichnen.
 

Hans Amstein

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So - jetzt auch noch die versprochenen Bilder:
IMG_1362.jpg

Das Kochfeld mit Resten des linken Knebels auf der Arbeitsplatte .
IMG_1364.jpg

Einzelteile: Reste eines Knebels.
 

Hans Amstein

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Heute habe ein Schreiben von Gaggenau bekommen, in Beantwortung meiner an die Geschäftsführung gerichteten Bitte um größere Kulanz einschließlich ausführlicher Erläuterungen, u.a. auch des Umstandes, dass das Gerät in einem Einpersonenhaushalt nahezu ausschließlich an den Wochenenden benutzt wurde.

Ich zitiere daraus die wesentlichen Aussagen:

"[...] Der uns vorliegenden Historie entnehmen wir, dass sich Ihr Gas-Kochfeld im 9. Betriebsjahr befindet und Sie bislang keine kostenpflichtige Reparatur in Anspruch nehmen mussten.
[...]
Aufgrund der Betriebszeit des Gerätes, können wir Ihnen keine kostenlose Maßnahme anbieten.
[...]
Kundenzufriedenheit ist uns dennoch sehr wichtig. Aus diesem Grund hat sich unser Kundendiensttechniker noch vor Ort für sie eingesetzt und konnte Ihnen die bevorstehende Instandsetzung, den Austausch der Bedienknebel in die Edelstahlvariante, im Rahmen einer Kulanz ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, für 500,00 EUR inkl. MwSt. anstatt für 875,00 EUR inkl. MwSt. anbieten.
[...]
Bei allem Verständnis für Ihre intensiven Bemühungen ist eine weitere Kostenbeteiligung zur Instandsetzung Ihres Gas-Kochfeldes nicht möglich.
[...]"

Ich lasse das unkommentiert so stehen, denn die aufgerufenen Preise für die Kunststoffknebel (bzw. deren vergleichbar teuren Ersatz durch Rundknöpfe jetzt) sprechen m.E. für sich selbst. (Ich hatte übrigens nicht erwartet, diese etwa umsonst zu bekommen, auch wenn die Ausführung nach Material und Haltbarkeit durchaus ärgerlich ist.)

Da das Kochfeld ja ohnedies momentan nicht funktioniert, werde ich in Abhängigkeit von den weiteren Erkenntnissen (und den daraus erwachsenden Gesamtkosten) entscheiden, ob ich es reparieren lassen werde oder durch ein neues Gasfeld (dann ganz sicher eines anderen Fabrikats) ersetzen werde.

Ich werde über den weiteren Fortgang berichten.
 

mozart

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Hi,
die überproportional hohen Ersatzteilkosten bei Produkten der bsh sind immer wieder ein Ärgernis, ich habe schon mehrfach Kunden darüber klagen hören.
Miele macht das deutlich besser.
Das "Verständnis für Ihre intensiven Bemühungen" ist als Formulierung eine ziemliche Frechheit, arroganter geht es eigentlich kaum noch.
Eines bleibt aber-das CG492 ist das beste Gaskochfeld auf dem Markt, es gibt m.W. auch 9 Jahre später nichts vergleichbares. Falls Du es wegen der Kosten und des Ärgers rauswirfst-ich nehme es gerne und hole es ab. :-)
VG,
Jens
 

Hans Amstein

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Miele macht das deutlich besser.
Das "Verständnis für Ihre intensiven Bemühungen" ist als Formulierung eine ziemliche Frechheit, arroganter geht es eigentlich kaum noch.
[...]VG,
Jens

Hallo Jens,
schön von Dir zu lesen. Bist Du noch im Dichterviertel unterwegs?
Was die Formulierungen angeht: den ganzen inhaltsleeren Schwulst habe ich ja rausgekürzt - der trägt zur Sache wenig bis nichts bei, ist allenfalls geeignet, Übelkeit zu verursachen. Da sitzen einige Leute sehr auf dem hohen Ross und scheinen sich da oben auch sehr sicher zu fühlen. In meinen AUgen haben die jedes Gespür verloren für realistische Preise - interessanterweise so richtig erst dann, wenn die Kunden in der Falle sitzen:

Ich wusste jedenfalls nicht, dass ich von der BSH -Gruppe nach dem Kauf ihrer Geräte - so empfinde ich das, die Damen und Herren von BSH vertreten ersichtlich eine andere Perspektive - als wirtschaftlich zur Ausbeutung freigegeben angesehen würde - und wenn die Geräte zu teuer oder einbautechnisch zu speziell sind für einen unkomplizierten Austausch, grenzt das an ökonomische Geiselnahme.

Hätte ich das geahnt, dann hätte ich einen großen Bogen um die betreffenden Marken gemacht. Mit Miele und anderen namhaften Herstellern habe ich bis heute nichts dergleichen erlebt.

Im Übrigen würde ich mich an Stelle der Gaggenau -Vertreter schämen für eine Qualität, die ohne Fremdeinwirkung (abgesehen von nicht sehr intensivem bestimmungsgemäßen Gebrauch) zum Zerbröseln der Knebel führt bei einem Kochfeld, das mit Einbaurahmen nach meiner Erinnerung in der Nähe von 5.000 Euro kostete.

Wenn ich Zeit und Muße finde, werde ich einen offenen Brief an den Aufsichtsrat und die Muttergesellschaft der BSH schreiben. Ich habe keine allzu große Hoffnung, dass sich damit für mein Anliegen viel bewegen lässt - aber gerade dann finde ich Transparenz über die Geschäftspraktiken erstrebenswert. Vielleicht erspart das dann wenigstens anderen Küchenkäufern ähnlich üble Überraschungen.
 

Hans Amstein

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Nachtrag:

Die Firma, bei der ich die Küche kaufte (Interform, Koblenz und Rodgau bei Frankfurt), hat leider ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Deshalb habe ich dort keine Ansprechpartner mehr.

Die Arbeitsplatte ist aus Granit (2cm). Das Gasfeld ist flächenbündig mit einem von Gaggenau speziell dafür angebotenen Einbaurahmen integriert.

Weiß jemand hier zufällig, ob in die daraus resultierende ca. 100cm breite Nische im Granit ein großes Miele -Gaskochfeld eingebaut werden kann, ohne dass dies zugleich den Ersatz der Granitarbeitsplatte mit sich bringt?

Danke im Voraus für jeden Hinweis.

Viele Grüße
Hans
 

bibbi

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Kundenzufriedenheit ist uns dennoch sehr wichtig. Aus diesem Grund hat sich unser Kundendiensttechniker noch vor Ort für sie eingesetzt und konnte Ihnen die bevorstehende Instandsetzung, den Austausch der Bedienknebel in die Edelstahlvariante, im Rahmen einer Kulanz ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, für 500,00 EUR inkl. MwSt. anstatt für 875,00 EUR inkl. MwSt. anbieten.
Natürlich ist das ärgerlich,wenn eine Reparatur anfällt.
Allerdings sollte man hier auch die Relation sehen. Immerhin werden 5 Knebel ausgetauscht zu einem Preis von 500.- ( Vor 9 Jahren wurde das Kochfeld für ca 5000.- angeschafft)
Das würde ich in jedem Fall investieren.
Versuch das im ähnlichem Zeitrahmen mal bei einer Autoreparatur mit Kulanz.
 

Hans Amstein

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Seh` ich genauso - und dafür kommt der Kundendienst ja auch noch vorbei.

Mein derzeitiger Kenntnisstand ist, dass der reine Materialpreis 500€ betragen soll, also der Service extra dazukommt. Dessen ungeachtet geht es hier um ein vom technischen Anspruch her denkbar primitives Bauteil, das 1. dauerhaft halten sollte und 2. dessen Preis in einem grotesken Missverhältnis zu seinen Produktionskosten steht (auch unter Berücksichtigung von Lagerhaltung, Logistik u.ä.m.).

Ich fühle mich vorliegend jedenfalls ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, wenn ich das so ausdrücken darf. Und das hat wenig bis nichts mit dem Anschaffungspreis des Gasfelds zu tun. Aber dieses höchst unangenehme Gefühl löst bei mir allergische Reaktionen aus - ich muss das Geld selbst auch erst mal verdienen und mir fiele nicht im Traum ein, mir einen solchen Umgang mit meinen Projektpartnern zu leisten.

Es hat für mich vielleicht auch etwas mit dem Gefühl für Fairness zu tun. Aber es bleibt ja jedem selbst überlassen, diesen Vorgang für sich zu bewerten. Ich will wirklich niemanden hindern, BSH -Geräte anzuschaffen und damit glücklich zu werden. Aber ein wenig Transparenz über das Verhalten eines Herstellers über den Zeitpunkt von Kauf und Garantie hinaus scheint mir schon wünschenswert.
 

bibbi

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Zeitpunkt von Kauf und Garantie hinaus scheint
Auch bei anderen Herstellern wird es nach 9 Jahren nicht anders aussehen.
Selbst wenn du bei Markenherstellern (sofern angeboten)eine zusätzlich 10 Jahresgarantie abschließt , sind Verschleissteile (und das sind Bedienknebel )in der Regel ausgeschlossen.
Dann kann es zusätzlich noch passieren,daß kein Ersatzteil mehr verfügbar ist.
 

Hans Amstein

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Drei Rückfragen:
a) Ist das wirklich so, dass Bedienknebel (auch bei "High-End"-Kochfeldern) Verschleissteile sind? (Müssten das dann nicht auch Türgriffe an Autos sein, nur als ein anderes Beispiel?)
b) Unabhängig von (a) bleibt doch die Frage nach der Angemessenheit des verlangten Materialpreises für ein Ersatzteil?
c) Verhält sich das wirklich bei den relevanten Wettbewerbern von Gaggenau ähnlich? (Ich habe mit Miele ganz andere Erfahrungen gemacht.)
Unsere Wahrnehmungen unterscheiden sich demzufolge - mindestens bis auf Weiteres.
 

bibbi

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a)aus meiner Sicht ja.Vermutlich liegt sogar ein Materialschwäche vor,die durch die geringe Nutzung einfach zu spät aufgetreten ist(innerhalb von 3-4 Jahren wäre vermutlich mehr Kulanz möglich gewesen.
b)Verfügbarkeit/Bevorratung/Logistk +Fachpersonal/Lohnkosten sind in den letzten Jahren extrem gestiegen.Ausserdem kann der Service nicht mehr mit den Handelserträgen subventioniert werden,
da hier durch den Online Handel die Margen geschrumpft sind.
C)Ja,wobei Miele durchaus positiv herausragt.Aber nach 9 Jahren gibt es da auch nicht mehr viele Möglichkeiten.
 

kingofbigos

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Servus!

Ich finde die Knebel, die Du jetzt hast, schöner als die Edelstahl-Knöpfe, die es heute bei GAG gibt. Ich bin auch sicher, dass die Bedienung damit feinfühliger geht, darum hat man sie ja damals auch verbaut.

Nach meiner Meinung sind 500,- als Materialpreis heftig, aber verkraftbar. Ein Miele Griff z.B. kostet EUR 119,- und das ist der günstigere. Montage, hm... die gehören doch sicher nur aufgesteckt, oder?

Ich musste mal ein Ersatzteil für einen Siemens Staubsauger besorgen. Bekommen habe ich ein Set von acht oder neun Teilen, wo halt das eine dabei war. Das hat mich auch geärgert.

Vielleicht gibt es bei einem Tüftler oder irgendwo Knebel, die passen, obwohl sie nicht von GAG sind?

Grüße

Rüdiger
 

kingofbigos

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@bibbi Miele garantiert immerhin die Lieferbarkeit von Ersatzteilen für die Zeit von 15 Jahren nachdem das Produkt ausgelaufen ist.
 

Michael

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Naja,
Hans will sicher nichts umsonst haben und wenn ein Kundendiensttechniker vor Ort gleich mal so einen Nachlass von 375,- aus dem Finger schnippen kann ist das für mich einfach unseriös und eine Ausnutzung der Monopolstellung. Das ist das Gleiche wie ein Fahrradventil für 80,- weil es sie sonst nirgends gibt.
Als Kunde bist du da machtlos und Machtlosigkeit macht ärgerlich. Genauso sieht es mit den Stundenlöhnen aus. Wir Küchenmonteure fahren mit 20.000,- Equipment durch die Gegend und wenn wir 40,-/Stunde verlangen schlagen die Händler die Hände über dem Kopf zusammen. Der Kundendiensttechniker kommt mit 5 Schraubendrehern und einem Laptop und rechnet sich 100,-/Stunde aus. Das ist ok. :so-what:
Interessanterweise muss der Kundendiensttechniker trotz genauester Problembeschreibung und Angabe aller relevanten Daten grundsätzlich ein zweites Mal vorbeikommen weil er etwas nicht dabei hat. :hand-man:
Wenn der Kunde dann das Gefühl hat, dass Preis und Leistung in keinerlei Relation zueinander stehen kann man ihm das nicht verübeln.
 

Hans Amstein

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Ich habe mit Miele in der Tat bessere Erfahrungen gemacht. Von "umsonst wollen" hatte ich übrigens nirgendwo geschrieben.

Dazu kommt, dass mir die Originale weitaus besser gefallen als diese neuen haptisch schlechteren und optisch etwas amorphen Rundgebilde, die obendrein zu meinen anderen Gaggenau-Geräten gleich mal gar nicht passen.

Jedenfalls fühle ich mich gerade etwas übervorteilt von BSH. Und ich weiß nicht, was los wäre, wenn bei einem Porsche nach neun (korrekter Vergleich wäre nebenbei acht) Jahren die Türgriffe dahin wären... ("Verschleißteile"?)

@Michael: ich bin gerne bereit, für ehrliche Arbeit auch anständig zu bezahlen. Ich will ja, dass meine Geschäftspartner auch leben können. Nur glaube ich einfach nicht, dass die von mir hier geschilderte Preisforderung irgendwie mit den Kostenstrukturen gerechtfertigt werden kann. Mir scheint es vielmehr, dass hier eine "Notlage" schamlos ausgenutzt wird.

Für mich persönlich bedeutet das: in Zukunft Miele statt Gaggenau, wenn sich die Frage mal wieder stellt. Was zur Zeit mit einer berufsbedingt nötigen Zweitwohnung übrigens tatsächlich gerade der Fall ist.
 

minimax

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M.E. ohne Worte! Im Highend-Segment hätte ich jedenfalls Kullanz und Zuvorkommen erwartet. Verprellt man so Premiumkunden? Ich meine ja!
 

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