Einschnitt in Sockel unter GS?

schöneberger

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Hallo an alle,

Wir haben unsere neue Schüller Küche mit Siena Fronten gestern montiert bekommen. Bei der GS haben die Monteure einen kruden Einschnitt in der Sockelleiste gemacht (siehe Bilder), da der Front sonst mit dem Sockel beim Öffnen kollidiert. Uns wurde gesagt dies sei so bei dieser Front nötig und üblich. Wir glauben das aber nicht, vielmehr das das Küchen Studio hier einen GS mit Varioscharnier hätten benutzen sollen, das hat uns IKEA bei unsere alte Küche gesagt und da gab es keine Probleme mit dem Sockel. Jetzt gucken wir auf einen offenen Spalt mit Spanplatte!

Es kann doch auch nicht sein das Schüller einen Front produziert, der eine derart krude Behelfslösung erfordert...

Was meinen die Experten unter uns hierzu? Wie kann man das Problem lösen?

Im voraus vielen Dank für Hinweise!

Schöneberger
 

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bennySB

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Mal abgesehen davon das man es mit Gleitscharnier im GS hätte besser lösen können:

War der Monteur beim Aussägen besoffen? So krumm wie die Schnittkannte ist.
 

Boschibär

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Schön geschnitten ist es in der Tat nicht, jedoch liegt man in der Regel auch nicht auf dem Boden und guckt waagerecht darauf.

Ein Ausschnitt der Sockelleiste für die Geschirrspülertür ist üblich und in vielen Fällen technisch notwendig. Es gibt kein Recht auf ein Varioscharnier .

Wir hätten auf die Schnittkante noch ein Schutzprofil gesetzt, damit da keine Feuchtigkeit eindringen kann.
 

schwabenzorro

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Da muss man nicht auf den Boden liegen um zu sehen, dass das furzkrumm ist.
Und Recht auf irgendwas hin oder her: Für mich ist sowas schlicht und einfach Murks den ich nie akzeptieren würde! :knuppel:

Wahrscheinlich bin ich deswegen aber auch kein Experte, eher Ästhet. ;-)
 

Michael

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Wenn man nicht auf dem Boden liegen muss um den Ausschnitt zu sehen ist er zu groß. Anhand der Bilder kann man es nicht erkennen, nur erahnen.
Wenn der Geschirrspüler öffnet, wie groß ist dann der Spalt zwischen Sockel und Front? 5mm sollten ausreichen - dann sieht man den Ausschnitt auch nicht.
 

bibbi

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Evtl ist es eine aufgedoppelte Front mit Greifraumprofil ?
Trotzdem darf es ein sauberer Schnitt sei,der mit einem Profil abgedeckt ist.
 

schöneberger

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Hallo zusammen,
Vielen Dank für die Antworten!
Sorry hab mich ordentlich erkältet und war ein bisschen außer Gefecht, deshalb die späte Reaktion...
Es ist wie von Bibbi vermutet, es ist eine aufgedoppelte Front und mit Greifraumprofil . Der Spalt ist 5-7mm groß (da ja schief gesägt). Und man muß nicht auf den Boden liegen um ihn zu sehen, siehe Foto das ich vom Esstisch gemacht habe.

Aber wenn ich den Eintrag zum Greifraumprofil so lese, dann bestätigt mir das nur dass hier einen Planungsfehler vorliegt, das Studio müsste doch wissen, das diese Kombination von XL GSP und Greifraumprofil und Front nicht ohne weiteres passt! Und darum geht es uns: Niemand hat uns gesagt das man in den Sockel sägen muss, auf den Zeichnungen ist nichts davon zu sehen.
Küchen Aktuell stellt auf stur, außer eine Leiste nachträglich drauf zu kleben wollen die gar nichts mehr unternehmen. Also überlegen wir jetzt wie wir es ohne diesen Schnitt hinbekommen. Selbst mit einer Leiste wird es immer sichtbar sein, wir sind wie schwabenzorro auch der Meinung das es ästhetisch einfach Murks ist.

Würde es möglich sein den GSP mit einem neuen mit Varioscharnier auszutauschen und dann die Sockelleiste neu kaufen und montieren? Was müssen wir wissen um das in Eigenregie abzuschätzen?

Besten Dank!

Schöneberger
 

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US68_KFB

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Natürlich wissen das die Planer, aber es ist Lieferstandard und daher redet darüber niemand. Ich hätte euch auch dringend von der aufgedoppelten Front abgeraten. Meine Erfahrungen des letzten Jahrzehnts zeigen, dass das auch Murks ist und nur in 50% der Fälle länger hält, weil die Tür einfach zu schwer ist.
 

Tux

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Max. 11 kg ist für die Front am GSP mit Varioscharnier angegeben. Liegt da eine aufgedoppelte Front noch drunter?
 

schwabenzorro

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Also dein neues Bild zeigt ja erst das Ausmaß des Murks: das ist ja noch schlimmer als ich nach den ersten beiden Bildern gedacht habe, obwohl es da schon zu erahnen war. :-(

Mich würde das bei jedem Blick drauf ärgern. :stocksauer:

Hast du schon mal eine Kontaktaufnahme mit Schüller direkt in Erwägung gezogen? Ich finde, die sollten auch wissen, was Küchenstudios mit ihrem Produkt so anstellen. Imagefördernd kann so was ja nicht sein. Und die können dir auch am besten sagen, ob das tatsächlich Stand der Technik sein kann oder da ein Planungsfehler vorliegt. Wenn wirklich ersteres der Fall sein sollte, fall ich allerdings vom Glauben an das Küchenhandwerk ab.
 

Michael

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Naja, genau der Küchenhersteller ist es, der den Murks so konzipiert hat. Der Händler verkauft nur was im Handbuch steht.
Aufgedoppelte Fronten sind einfach ein NoGo.
Da gehört eine durchgehende Tür vor den Geschirrspüler. Ob einem das dann optisch besser gefällt ist die zweite Frage.
 

schwabenzorro

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Das wird ja immer schlimmer! Auf wen kann ich mich als Nichtprofi denn dann verlassen, damit ich sowas nicht erleben muss? Allein eine Frage des guten KFB?

Für mich jedenfalls war der Einbau eines GSP nie ein bewusstes Problem ... dachte ich wenigstens. Und das hat nacher so auszusehen, wie ich es in jeder Küchenausstellung dutzendfach sehe, nämlich ohne potthässlichen Ausschnitt. Dass ich das explizit erwähnen muss ... gut dass ich das jetzt auch weiß.
 

schwabenzorro

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Leider scheinen die aber selten zu sein. :(

Dafür trifft man um so häufiger auf typische Schränklesverkäufer:

"Was wollen Sie denn? Wir können das alles so machen, wie Sie es wollen."
Was würden Sie uns denn da vorschlagen?
"Mmhh, das ist schwierig. Wie Sie es halt wollen."

:hand-man:
 

Michael

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Aufgedoppelte Fronten sind aber auch selten. Insofern gibt es größere Probleme als KFBs, die so etwas verhökern. In der Regel haben die dann einmal richtig Rabatz mit dem Kunden und lernen daraus.
 

Wombl

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Also dein neues Bild zeigt ja erst das Ausmaß des Murks: das ist ja noch schlimmer als ich nach den ersten beiden Bildern gedacht habe, obwohl es da schon zu erahnen war. :-(

Mich würde das bei jedem Blick drauf ärgern. :stocksauer:

Hast du schon mal eine Kontaktaufnahme mit Schüller direkt in Erwägung gezogen? Ich finde, die sollten auch wissen, was Küchenstudios mit ihrem Produkt so anstellen. Imagefördernd kann so was ja nicht sein. Und die können dir auch am besten sagen, ob das tatsächlich Stand der Technik sein kann oder da ein Planungsfehler vorliegt. Wenn wirklich ersteres der Fall sein sollte, fall ich allerdings vom Glauben an das Küchenhandwerk ab.
Tut mir leid, aber bei fast jeder Küche muss der Sockel unter dem Geschirrspüler ausgeschnitten werden. Bei einer offenen Küche ist dieser Ausschnitt natürlich schneller sichtbar. Der Vorschlag, den Händler wegen einer verschnittenen Sockelleiste bei Schüller anzuschwärzen, finde ich völlig überzogen.

Wenn es meine Küche wäre: ich würde die Sockelleiste reklamieren und austauschen lassen, das kann man besser lösen
 

schwabenzorro

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Na ja, nach dem was Michael geschrieben hat, ist es ja wohl eher der Küchenhersteller, der den Murks produziert hat. Und eventuell schlecht geplant und zu allem Überfluss dann noch schlecht ausgeführt. Da würde mir als Kunde, der sehr viel Geld bezahlt, auch der Kragen platzen. Anschwärzen ist in meinen Augen was ganz anderes, hier würde lediglich auf einen Missstand aufmerksam gemacht. Vielleicht kann man andere Kunden dann vor solchen Erlebnissen bewahren. (Ich weiß, wahrscheinlich viel zu optimistisch gedacht.)
 

mozart

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Ich werde die ausgeklinkten Sockel in unserer Ausstellung nicht zählen-aber es sind einige.
Das ist völlig normal und sieht -ordentlich geschnitten und mit einem farblich passenden Abdeckprofil belegt- auch gut aus, sofern man es überhaupt wahrnimmt.
Aufgedoppelte Fronten kommen bei mir ziemlich oft vor. Ist der (grifflose) Spülenschrank mit Auszügen ausgestattet, kann man den GS daneben schlecht als einzige Front mit Vollfront planen.
Ich halte von Schlepptürmechaniken an Geschirrspülern (Varioscharnier) wenig.
Besser ist m.E. ein Gerät, das diese Behelfstechnik nicht braucht, weil der Drehpunkt der Klappe weit genug nach unten verlegt ist - die heißen Miele und kommen mit erhöhtem Frontgewicht gut zurecht.
Schwabenzorro, wir reden hier über einen unsauber geschnittenen Sockel, sonst nichts. Krieg dich mal wieder ein.
 

US68_KFB

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Max. 11 kg ist für die Front am GSP mit Varioscharnier angegeben. Liegt da eine aufgedoppelte Front noch drunter?

Hm, ich hab es noch nicht nachgewogen. MDF wiegt ca. 700 kg pro Kubikmeter oder ca. 12 kg pro Quadratmeter bei 19 mm Frontstärke.

Eine Tür von Schüller hat 0,468 m² x 12 kg x 2 = 11,232 kg, Dazu noch die Griffmulde. Da die obigen Werte nur grob geschätzt sind, würde ich ganz klar sagen "VIELLEICHT".

Auf jeden Fall aber grenzwertig. Auf jeden Fall ist die Front so schwer, dass die Tür des öfteren mit Schwung etwas "härter" geöffnet wird und dann macht es....knack
 
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