Effektivität Deckendunstabzug

fossi100

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Hallo,
wir planen einen Wohnraum mit integrierter Küche, dementsprechend hochwertig sollte die Dunstabzugshaube sein, damit sich kein Fettfilm auf den Möbeln absetzt. Die Kochinsel ist so geplant, dass der/die Kochende in den Wohn/essraum blickt.
Berbel bspw. gibt den optimalen Abstand der Haube zum Kochfeld mit nur 60-65 cm an, was für mich nachvollziehbar klingt, um alle Dämpfer direkt abfangen zu können. Diese Art Hauben hat die Köchin oder der größere Koch dann allerdings für immer und ewig direkt vor der Nase und kann nicht ohne sich zu bücken oder drumherumzuschielen in den Wohnraum kommunizeren. Das empfinde ich als sehr störend, und es stellt eigentlich sogar den Sinn der Insellösung in Frage.
Es bietet sich also eine in eine abgehängte Decke integrierte Deckenabzugshaube an. Der grosse Abstand zu Kochfeld läßt mich allerdings sehr an der Effizienz der Dinger zweifeln und ob nicht jeder kleine Lufthauch aus dem gekippt Küchenfenster die Kochdünste ins Wohnzimmer treibt. Ist die Randabsaugung dieser Deckenhauben genau so gut wie die der direkt über dem Kochfeld angebrachten? Wenn nicht, hätte das natürlich trotz der besseren Sicht ins Wohnzimmer keinen Sinn.
 
KerstinB

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Das ist immer das grundsätzliche Problem von Kochinseln in großen Räumen, nämlich, dass Querströmungen die Tätigkeit der DAH negativ beeinflussen. Decken-Hauben haben zumindest den Vorteil, dass die Wrasen oben ja nicht weiter können und dann größtenteils doch von der Randabsaugung erwischt werden. Dazu müßte ein ziemlich großer Bereich mit abgehangen werden (Aufbau der Decken-DAH hat nämlich gut 30 cm).

Beispiele für realisierte Deckenhauben
Und
Novy Deckenluefter-Montage und Installation- Thread von Michael
Decken-DAH-Montage bei Träumerle
Decken-DAH-Montage bei andrej
Oder aus Tinis Küche ... da gibt es ganz viele Aufbaubilder
Oder aus TheDudes Küche mit Schattenfuge der Abhängung und an der Fensterseite
Oder aus Toms Küche auch mit Schattenfuge der Abhängung. Hier ist die Abhängung einmal rundum geführt.
Oder aus Weis28 Küche ... in ganz besonderer Form

Oftmals bietet es sich daher an, über eine Arbeits/Spüleninsel nachzudenken und das Kochfeld an die Wandzeile zu verbannen.
Oder ganz neu aus Johaenes Küche .. die schöne Wandkochzeile mit einer Decken-DAH für Kopffreiheit.

Meine Philosophie zu einer Spülen-/Arbeitsinsel habe ich HIER zusammengefaßt.
 

fossi100

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Hallo Kerstin,

Vielen Dank für die tollen Anregungen. Aber meine Frage ist hauptsächlich, ob die Teile das Gleiche leisten, wie die anderen. Also Erfahrungswerte, ob Deckenhauben Besitzer nachher klagen und doch lieber eine tiefer gehängt genommen hätten..... oder zufrieden sind. Es wird ein recht grosser Raum und es ist mir sehr wichtig, später keinen Fettfilm auf den Wohnzimmermöbeln zu haben. Sprich, das Teil muss richtig gut sein. Kann man die Dinger empfehlen oder oder doch nicht so sehr?
 
Michael

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Ich hab wohl so etwa 50 Deckenhauben realisiert und bisher ist mir kein Kunde bekannt, der das im Nachhinein bereut hat.
Das sollte die Frage eigentlich beantworten. Über evtl. Effektivitätsprobleme hat Kerstin schon geschrieben. Die hast du aber bei allen Systemen die sich in der Raummitte befinden.
Wenn starke Querströmungen bei geöffnetem Fenster störend wirken muss man halt mit einem anderen Fenster für Zuluft sorgen. Wir reagieren alltäglich auf die Physik, was in diesem Fall nicht anders ist.

"Richtig gut", dann schau dich bei Novy oder Gutmann um.
 
Gatto1

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Nach meinen bisherigen Erfahrungen bringt eine Muldenlüftung deutlich mehr als ein Deckenlüfter. Falls eine Muldenlüftung bei Euch technisch realisierbar ist, halte ich das für die bessere Wahl, da die Effektivität deutlich höher ist.
 
moebelprofis

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Gut dass Gatto das gleich anspricht:
Meine Erfahrung sagt, dass sowohl eine gut geplante Deckenhaube als auch eine Muldenlüftung funktionieren
- wenn bei der Montage alles richtig gemacht wurde und die Hauben richtig benutzt werden ;-)
 
racer

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Bei dem einen System musst Du halt schauen, dass durch thermische Unterschiede keine Querströme entstehen und beim anderen System arbeitet die Luft gegen die Physik, die eigentlich heiße Luft nach oben steigen lässt. Beide Systeme können dennoch funktionieren, die Geheimnisse sind: erstens früh genung einschalten und zweitens Motorleistung und nochmals Motorleistung... Solltet Ihr die Deckenhaube durch eine Abhängung somit nicht an die höchste Position des Raumes bekommen, macht die Abhängung bitte möglichst groß (also nicht tief, sondern lang und breit) und baut am Rand einen Frasenkante von ca 3-4 cm Höhe an.

mfg

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Conny

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Als Deckenlüfter-Nutzerin kann ich dir versichern, eine Deckenhaube arbeitet effektiv. Mein angrenzender Essbereich ist nicht verfettet und ich bin auch zufrieden damit. Allerdings muss man, zumindest ich :cool:, immer auf eine Leiter steigen, um die DAH zur reinigen. Das ist schon manchmal nervig. Wenn ich die Wahl hätte zwischen Deckenhaube und normaler Inselesse hätte, würde ich die Inselesse nehmen. Das ging aber optisch, in meiner Küche gar nicht.

Ich habe mir neulich in einem Küchenstudio, ein Bora-Kochfeld angeschaut. Ich meine es war Bora classic. Die Kochzonenaufteilung gefiel mir überhaupt nicht. Keine große Kochfläche, nur kleine Kochzonen. Zudem darf man bei diesem System, die Topfdeckel nur gekippt auflegen, damit der Dunst in die richtige Richtung zieht. Ich koche wasserarm und schließe meine Topfdeckel, damit das wenige Wasser nicht so schnell verdampft.
Fazit: Das Feld könnte man mir schenken, ich würde es nicht wollen. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
 
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@Conny : war es die Bora Lösung mit rundem Abzug in der Mitte? Dann war es Bora Basic, das ist die Einstiegslösung und deshalb etwas weniger flexibel bei der Kochfeldaufteilung.

Die Aufteilung bei Classic bzw. Professional oder auch bei einer Novy upside (die Novy Muldenlüftung) ist frei wählbar. Angefangen bei runden Zonen, Flächeninduktion, Wokzone, Teppan Yaki , ....
 
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@racer: Wenn Du noch einmal behauptest, das irgendwas auf dieser Welt GEGEN DIE PHYSIK arbeitet, dann schlage ich Dich umgehend für den Physiknobelpreis vor - da wird der ahnungslose Hawking vor Neid erblassen und der dumme Newton sich vor Scham im Grab rumdrehen.

@Conny: Ich glaube, da hast Du was falsch verstanden. Wenn Du wasserarm kochst, dann entsteht ja - wie Du selber sagst- kaum Schwaden. Da spielt es keine Rolle, mit welcher Dunsthaube Du arbeitest.
Ansonsten habe ich das noch nicht festgestellt, das man den Deckel gekippt auflegen müßte. Zumindest bei der Basic funktioniert die Absaugung sowohl ohne Deckel als auch mit Deckel problemlos.
Was die Kochfeldgröße betrifft hast Du allerdings Recht. Die Bora hat nur 21 und 18er Felder. Das deckt zwar etwa 80-90% aller normalen Töpfe und Pfannen ab, aber die großen Gänse- oder Kaninchenbräter passen dort genausowenig drauf wie mein 15L Nudeltopf.
 
Conny

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Gatto, wie dem auch sei, mir würde das Feld alleine schon von der Aufteilung her nicht gefallen und optisch auch nicht. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.
 
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@gatto.. wo liegt denn nun Dein Problem.. physikalisch steigt warme Luft doch nach oben.. oder habe ich in der Schule nicht aufgepasst... *w00t* wenn ich also Luft in eine Richtung ziehe, wo die Luft von sich aus nicht hin will, dann muss ich somit deutlich mehr Kraft aufwenden... die newtonschen Gesetze stützen diese Aussage eher und was das physikalische Wirken des Herrn Hawking angeht, habe ich noch nicht ermittelt, welche Aussagen er zu Luftbewegungen gemacht hat, geschweige denn, was schwarze Löcher und die Entdeckung der Unendlichkeit mit Dunsthauben zu tun haben sollen...

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Keita

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Dann arbeitet trotzdem nichts gegen die Physik, sondern folgt (weiterhin) den Gesetzen der selbigen… ;-)
 
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@racer: Alle bisher bekannten Physiker (u.a. Newton und Hawking) gingen davon aus, das unser gesamtes Universum (und dazu gehört ja auch diese Welt und unsere Dunsthauben) nach/auf den Gesetzen der Physik arbeitet - also nichts gegen die Physik funktionieren kann. Zumindest bis jetzt.

Jede Art von Sog, der aufsteigende Luft aus seiner "natürlich" Steigrichtung ableitet wäre ja sonst "gegen die Physik" - was ja nunmal Unsinn ist. Denn sowohl Hauben unter der Decke, als auch Muldenlüftungen arbeiten nach dem ablenkenden-Sog-Prinzip (deswegen auch immer der Tip mit dem Einschalten der Haube BEVOR der Schaden entsteht).

Und was die aufgewendete Kraft betrifft: ob eine ca.400cbm/h Bora tatsächlich mehr Kraft aufwendet als eine 1000cbm/h Standard-Deckenhaube - da bin ich mir jetzt nicht so sicher. Aber wenn Du das so sagst, wird das schon seine Bewandnis haben.

Unterm Strich setzen die beiden Systeme nur ungleich an.
Ein Deckensystem versucht den trichterförmig aufgedröselten Schwaden nach dem Mengeprinzip zu beseitigen, während ein Muldensystem den noch "konzentrierten" Schwaden bereits am Entstehungsort zu erfassen versucht.
 
Michael

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Die Redewendung "Gegen die Physik" ist doch keine Aufforderung an Dunstabzugshauben physikalische Gesetze außer Kraft zu setzen. Fossi wird das schon richtig interpretiert haben und meine Oma interessiert das nicht. Die glaubt immer noch ein Lichtjahr wäre die Stromrechnung für 12 Monate. :cool:
Es gibt ja auch niemand Temperaturunterschiede (kälter als gestern) in Kelvin an und man wird trotzdem verstanden. ;-)

*rofl*
Auch nicht schlecht. Klingt wie "war stets bemüht" im Arbeitszeugnis.

Tatsache ist, dass jede Dunstabzugshaube, egal welcher Bauart, gute Leistungen vollbringen kann wenn sie in der Lage ist in Kochfeldnähe ausreichenden Unterdruck aufzubauen. Das gilt auch für Muldenlüfter - allerdings nur im Abluftbetrieb. Die Umluftversion kann diesen Unterdruck nicht aufbauen und wird deswegen im Wirkungsgrad gegenüber herkömmlichen Systemen immer im Nachteil sein.
 
kuechentante

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Whow !
Aus Fehlern lernt man.




.............. Heute habe ich wieder viel gelernt.

Tja und nachts isses kälter als draußen.

*duckundwech*
 

fossi100

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Höhö, is ja echt lustig, was ich da losgeschagen habe. Vielen Dank an alle Physiker und solche, dies noch werden wollen.... :-)
Jetzt muss meine Chefin nur noch entscheiden.... bei dem positiven Votum würde es dann mal auf die Deckenhauben ankommen lassen.
Mir würde es gefallen die abgehängte Decken rund um die Haube nochmals tiefer abzuhängen.... wie soll ich es ausdrücken, wie ein liegendes U am Rand, um eine indirekte Beleuchtung gegen die Decke realisieren zu können, aber...
@racer .... was ist dann eine Frasenkante?
 
KerstinB

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Das ist diese Kante rundum die DAH-Abhängung
full?d=1402357201
 
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genau, die Kante sorgt dafür, dass ein großer Frasenfangraum entsteht, hier wird alles gehalten, was die Haube im ersten Moment nicht wegschafft.. bei 3-4 cm kommen da bereits einige "Liter" Fassungsvermögen zusammen.. ohne die Kante wäre das sonst schnell bei den LED´s angekommen (siehe Bild) o.k. Ghatto, ich habe es verstanden, solange ich auf diesem Planeten weile verstößt reinweg nichts gegen die Physik... vielleicht können wir uns dann auf Bewegungskräfte oder Luftsteigrichtungen oder Strömungstendenzen einigen... :smoke: im übrigen gibt es eine Art Deckenlüfter von Gutmann "Invisible" der die Luft nicht mehr oben abzieht sondern seitlich. Die Haube sorgt für einen schnellen Luftstrom unterhalb der Decke. Der Frasen steigt also auf und wird dort von dem Luftstrom seitlich richtung Filter gezogen. Dabei soll der Frassen die Decke jedoch gar nicht erst berühren... das System benötigt somit keine Abhängung da es immer an der höchsten Stelle im Raum absaugt...

mfg

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Keita

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Gemeint ist die "Wrasenkante" - sie bildet einen Wrasenfangraum, der die aufsteigenden Wrasen aufhält, so dass sie besser vom Deckenabzug erfasst werden können.
 

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