Die Sache mit dem Öffnen des GSP...

Black Lab

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Hier im Forum wird ja immer wieder darauf higewiesen, den GSP nicht direkt nach Programmende zu öffnen, um Quellschäden an Möbelteilen zu vermeiden. Das leuchtet mir auch ein. Unter Hygieneaspekten scheint das aber nicht der Königsweg zu sein.

Prof. Dr. Dirk Bockmühl:

"Öffnen Sie nach dem Spülgang möglichst schnell die Maschine einen Spalt breit und lassen Sie das Geschirr lufttrocknen. Keime und Bakterien siedeln sich häufig in feuchten Umgebungen an. Je schneller das Geschirr trocken ist, desto besser..."

Quelle:
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Ich werde es also weiter so machen wie bisher: Nach Programmende GSP öffnen, Körbe komplett herausziehen, Kunsstoffteile ausschütteln bzw. Pfützen abtrocknen, GSP wieder schließen und in der Restwärme nachtrocknen lassen.

Übrigens, wie ist das eigentlich mit den DGC? Ich hab ja noch keinen, stelle mir aber vor, dass der beim Öffnen auch reichlich Dampf rausbläst...
 
jemo_kuechen

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Wenn du nur die Dampffunktion nutzt, dann beschlägt schonmal die Brille....

Desweiteren vertrete ich die Auffassung, dass ein GSP direkt nach Programmende geöffnet werden sollte. Denn dies führt zu einem trockneren Geschirr, weil dadurch keine Kondensation, der feuchten Luft im GSP, auftreten kann.
Wäre dies so abwägig, würde VZug und Miele keine Geräte mit automatischer Öffnung anbieten.
 
andrea2208

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Bei der Frage hänge ich mich jetzt mal mit dran: Wie schaut es denn bei Massivholz-Arbeitsplatte aus? Ist da nicht Gefahr ziemlich hoch, dass das Holz irgendwann mal aufquillt?

LG
Andrea
 
Michael

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Öffnen Sie nach dem Spülgang möglichst schnell die Maschine einen Spalt breit und lassen Sie das Geschirr lufttrocknen.
Kann man machen, aber nicht bei einem in die Küche integrierten Geschirrspüler. Sorry, aber dieser Tipp ist ein Garant für möglichst schnelle und zuverlässige Quellschäden an hochwertigen Möbeln.

Der Test zeigt eindeutig, dass nach dem Waschen mit hoher Temperatur (+60°) nahezu Keimfreiheit besteht. Ich bin kein Biologe, aber warum sollten sich dann in der geschlossenen Maschine in Wassertropfen bedenkliche Keime bilden?
Krabbeln die von der Dichtung in den Spülraum und suchen sich einen gemütlichen Tropfen um sich zu vermehren?

Wir reden ja nicht über eine Maschine, die mehrere Tage geschlossen bleiben soll, sondern um vieleicht 1-2 Stunden. Im Sinne der Möbel...
 
Black Lab

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Na ja, ich bin bestimmt keine grüne Wollsocke, aber als Standardprogramm läuft bei uns 50 Grad.
In Zeiten des Öko-Wahns und der A++++++++++++-Geräte werden vielleicht auch gerade über Nacht, wenn die Zeit keine Rolle spielt, die Öko-Spar-Programme verwendet. Und schon sind es mal gerade noch 43 Grad. Da ist dann nix mit nahezu keimfrei. Bleibt die Maschine dann geschlossen, hält sie die Wärme entsprechend länger und du hast genau das feuchtwarme Klima, dass einem Brutschrank entspricht...
 
jemo_kuechen

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Dafür gibt es die einstellbare zeitfunktion. Du stellst die Anfangszeit ein. Wenn dann die Laufzeit dazukommt, sollte dies der Zeitpunkt sein, wenn du aufstehst, um dann die Maschine öffnen zu können. Austretender Dampf sollte man natürlich wegwischen.
 
moebelprofis

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Eiweiße (und somit auch Keime) degenerieren bei über 40°C. Insofern sind 50° vollkommen ok und Michael hat Recht.
Für mich ist der Bericht vom WDR mal wieder Panikmache ohne Inhalt.
 
menorca

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Und genau aus all diesen Argumenten heraus mache ich es so:
- alle paar Mal den Geschirrspüler auf heiß laufen lassen
- zur Möbelschonung nach Programmende zu lassen
- nach dem Öffnen und Ausräumen gerne leicht offen lassen

Wenn sich Keime vermehren sollen, dann müssen da erstmal Mama und Papa Keim vorhanden sein, gerne auch in einer Bakterie vereint (bevor hier erläutert wird, wie der "Geschlechtsverkehr" von Bakterien abläuft).

Und da ja mWn heutzutage das letzte Spülwasser aufgehoben wird, um die niedrigen Wasserverbrauchswerte zu erreichen, ist das heiße Programm durchaus wichtig, damit die 50 Grad auch überall hinkommen.
 
moebelprofis

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das Wasser, das aufgehoben wird, ist Klarspülwasser, d.h. eigentlich sauber. Und falls es zu lange stehen sollte, reinigt die Maschine sich selbst (also pumpt das Wasser ab und nimmt frisches).
Und das mit der Vermehrung klappt bei trockenem Innenraum so und so schlecht. Insofern kann man ihn, so er trocken ist, ruhig offen lassen ;-)
 
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Ich finde, mit dem Etikett Panikmache tut man dem Bericht (damit meine ich die vollständige Sendung) Unrecht. Wer weiß denn schon, daß die Nenntemperaturen der Programme (auch bei Waschmaschinen) gar nicht erreicht werden? Oder dass die Energie-Labelung sich nur auf das Sparprogramm bezieht? Wir hier wissen das, aber "Otto-Normal-Mensch" "da draußen"?
 
Snow

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Meines Erachtens liegt der Fehler darin dass, wenn gleich die SpüMa-Tür geöffnet wird, es eben nur ein Spalt geöffnet wird. Der Dampf entweicht nur nach oben und schadet den Möbeln. Wenn jemand dies tun möchte, dann komplett öffnen. Ich lass das Gerät nach Programmende eine Weile noch zu. Weder Geschirr noch Maschine haben bis jetzt Schaden genommen und Keime sind mir auch noch nicht entgegengekommen.
Was die Verkeimung anbelangt, da würde ich mir über andere Gegenstände die in Küchen so rumliegen weitaus größere Gedanken machen.
 
tantchen

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Also wenn ich sehe, wie heiß das Geschirr da manchmal noch ist, wenn man aufmacht oder mal zwischendurch ran muss... Denke, so schlimm mit Nicht-Erreichen wie bei den Waschmaschinen ist das nicht..

Mein GSP läuft vll. einmal die Woche. Und dazwischen klemm ich immer einen Schwamm in die Öffnung, damit er nicht zu geht. Ich hatte noch nie Schimmel oder sowas da drin. Alles trocken. Mache ihn aber auch gerne mal direkt nach dem Spülen auf (wie Snow: komplett, Klappe runter), damit das Plastezeug schneller trocknet. Ich hab eine unversiegelte Sperrholzplatte mit drauf aufgeklebtem Parkett in der Spülenzeile. Der Dampf juckt diese Platte sowas von überhaupt nicht. Im Gegensatz zu Spanplatten offenbar...
 

Mundschenk

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Eiweiße (und somit auch Keime) degenerieren bei über 40°C. Insofern sind 50° vollkommen ok und Michael hat Recht.
Naja, das stimmt so pauschal nicht. Manche Proteine denaturieren bei 40 °C (insbesondere solche von Kaltwasserfischen), andere aber nicht. Viele Bakterien haben im Bereich von 40 bis knapp über 50 °C ihr Vermehrungsmaximum. Nicht umsonst ist z.B. die niedrigste "sichere" Temperatur beim Sous-vide-Garen 54,5 °C (mit einem Sicherheitspuffer von 1,5 °C für die Differenz zwischen Wasser- und Kerntemperatur sowie allfälligen Meßabweichungen).

Ob sich im Zusammenspiel mit Geschirrspülmittel und Klarspüler (pH-Wert) noch viel vermehrt, sei dahingestellt, aber daß man sich oberhalb von 40 °C bzgl. Mikroben keine Gedanken machen müßte, kann man IMHO nicht sagen.
 
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Da mach ich mir bei Türklinken an öffentlichen Gebäuden mehr Sorgen. ;-)
Wer weiß wer da vorher alles angefasst hat und wo der seine Hände vorher hatte.

LG
Sabine
 
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Ja is doch wahr. Wenn ich bedenke was für eine Schmuddeltante da gestern am EC Automat neben mir stand...

Ich bin echt nicht überpingelig, wenn meinen Kindern der Schnuller runter gefallen ist wurd er unter Wasser abgespült und nicht gleich sterilisiert oder verbrannt. Aber gestern war ich froh das die Türen automatisch auf gehen.

Die Gefahr lauert da draußen und nicht in einer Spülmaschine die 1 Stunde nach Programmende noch geschlossen ist.

LG
Sabine
 
Ursina

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Ich weiß nicht, seit wie vielen Jahren ich das meistens so mache, dass ich spät abends (z.B. bevor ich ins Bett gehe) den Geschirrspüler anstelle und ihn erst an nächsten Nachmittag/frühen Abend (wenn ich von der Arbeit komme) öffne und ausräume. Bisher leben mein Freund und ich noch. ;-)
 
andrea2208

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Ich stelle mir gerade vor, wie viele Keime ein Radieschen hat, dass ich mir im Garten frisch aus der Erde ziehe, an der Hose oder mit den Händen abwische und dann herzhaft hineinbeiße.... Bisher hab ich es tatsächlich überlebt ;-))))

LG
Andrea
 
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Ich bin bestimmt keine Hygienefanatikerin, aber ich differenziere durchaus zwischen dem Radieschen aus der Erde und dem Geschirr, das mit Tartar oder rohem Huhn in Kontakt gewesen ist...
 

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