Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

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Hallo,
ich habe mich nun einige Nächte durch euer Forum gelesen und muss sagen ihr seid spitze.
Ich habe nun selbst begonnen im Alno - Planer (vielen Dank für die Benutzungstipps- bin fast verzweifelt weil die Kamera einstellung immer genau in dem Eck war wo nur Kästen waren und ich in 3D nie was gesehen habe!) meine Ideen umzusetzen. Aber irgendwie gefällt mir das ganze noch nicht optimal. Ich werde nächste Woche ins Küchenstudio planen gehen und möchte gerne schon vorher eine gut Idee haben. Sehr gut hat mir die Planung von Jeschny gefallen
Kleine Küche,... und doch 4 Sitzplätze - Fertiggestellte Küchen - Jeschny Lack
an der hab ich mich etwas orientiert.

Anbei sende ich den Grundriss der Wohnung. Die Küche liegt links oben. Die Wohnung ist unrenoviert und daher kann man einiges machen. Wir möchten die Wand zwischen Essbereich (als Vorraum im Plan bezeichnet - zwischen Küche und Zimmer) und Wohnzimmer (=das größte "Zimmer" im plan) einreißen um einerseits den raum luftiger zu machen und auch weil es dann heller wird (der Balkon vor Küche und Essbereich nimmt einiges an Licht). Wir möchten keine Wohnküche haben aber unser Traum wäre wenn sich ein kleiner sitzplatz für zwei in der Küche ausgeht. Wir kochen gerne und manchmal mit freunden da ist es immer super nett einen platz zum sitzen zu haben um nebenbei zu tratschen. Eventuell kann der Tisch auch in Arbeitsplattenhöhe sein (ich bin nur als kleiner Mensch eigentlich nicht so ein Fan von hohen Stühlen).
Wichtig ist es mir möglichst viel Platz/Stauraum zu haben - eventuell kann ein Teil des Geschirrs in den Essbereich gegeben werden (wobei ich das Alltagsgeschirr schon gerne in der Küche hätte).
Ein hochgestellter Geschirrspüler hat für mich auch viel charme - Backofen kann gerne unter Herd bleiben.
Hinweis: leider konnte ich das nicht richtig im Plan einzeichnen - in der linken unteren Ecke der Küche befindet sich ein Mauervorsprung - darin ist die Absperrung für die Wasserleitung Küche drinnen (auf der längsseite des Vorsprungs am Boden) sowie augenscheinlich ein Kamintürchen (auf der kurzen Seite des Vorsprungs - zur Tür gerichtet - in ca. Kniehöhe) - da man zu den beiden früher oder später einmal zugreifen werden muss können hätte ich geplant unter der Spüle eine Tür statt auszug zu machen und auf der anderen Seite einen Vorratsschrnk zu machen wo man ev. einen teil des Seitenkorpus rausschneidet damit man dahinter kann.

Frage zu Arbeitshöhe: Derzeit hab ich alles mit 6 Raster einmal geplant - wegen mehr Stauraum ;-) Da ich aber nur 158 groß bin und eigentlich mit meiner jetzigen Arbeitshöhe von 85cm zufrieden bin werd ich wohl auf 5 Raster umsteigen müssen, oder?
Ich hätte gerne eine 70er Arbeitsfläche - irgendjemand hat mir gesagt, dass man dann die Oberschränke niedriger setzen kann - ich komm nämlich sonst immer nur ans erste Fach und mit Zehenspitzen vielleicht ans zweite :-)

Ich hab es auch nicht geschafft im Planer über den Geschirrspüler noch Schränke zu machen. Und es sollte nur eine Lade unter dem Geschirrspüler sein.
Leider hab ich noch nicht alles so heraußen mit dem Planer.

So ich hoffe ich habe nichts vergessen.
Liebe Grüße
Anhang anzeigen Grundriss.pdf Anhang anzeigen Küche1_varKS.POS Anhang anzeigen Küche1_varKS.KPL Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden - 165408 - 25. Nov 2011 - 12:31 Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden - 165408 - 25. Nov 2011 - 12:31




Checkliste zur Küchenplanung von sabinehuber2

Anzahl Personen im Haushalt : 2
Davon Kinder? : keine
Körpergrössen aller Hauptbenutzer (wegen Arbeitshöhe) in cm : 186, 158
Art des Gebäudes? : Neu-/Umbau, Planänderungen möglich
Brüstungshöhe des Fensters (in cm) : 90
Fensterhöhe (in cm) : 145
Raumhöhe in cm: : 250
Heizung : Heizkörper wie im Grundriss
Sanitäranschlüsse : variabel an aktueller Wand
Ausführung Kühlgerät? : Stand-Alone bis 75 cm Breite
Kühlgerät Größe : noch unbekannt
Ausführung Tiefkühl (TK)-Gerät : Im Kühlschrank ab 3 Schubladen unten
Dunstabzugshaube? : Umluft
Hochgebauter Backofen? : Wenn möglich
Hochgebauter Geschirrspüler? : ja
Kochfeldart? : Induktion
Kochfeldbreite ca. (in cm)? : 60?
Spülenform: : Noch nicht festgelegt
Weitere geplante Heißgeräte :
Küchenstil? : klassisch
Sitzmöglichkeit in der Küche / im Küchenbereich als : Gesonderter Tisch
Sitzmöglichkeit: Für wieviel Personen? : für 2 Personen
Sitzmöglichkeit: Tisch - wenn gesonderter Tisch oder offene Küche : Vorhandener Tisch
Gewünschte o. vorhandene Tischgröße : 250x100 - in Essbereich - nicht in Küche
Wofür soll der Sitzplatz in der Küche genutzt werden? Wie häufig? : schneller tee in der Früh, Wenn alleine zur Jause, Freunde zum Tratschen bei Kochen, für Kochbuchlesen, Warten auf braten etc.
Welche Arbeitshöhe ist angedacht (in cm)? : 85
Was steht auf der Arbeitsplatte oder soll dort stehen? : Wasserkocher, Messerblock, Allesschneider, Toaster, Brotbehälter
Welche weiteren Küchenmaschinen müssen in der Küche untergebracht werden? : Küchenmaschine, Mixer, Pürierstab
Was soll in der Küche außer den Standards untergebracht werden? : ALLE Vorräte
Welchen Stauraum gibt es sonst noch? : Keller
Was/wie wird gekocht? (Alltagsküche, Menüs, Snacks usw) : normale Alltagsküche, bei Gästen Menü (eher selten, 1x pro Monat)
Wie häufig wird gekocht? : ab und zu
Wird alleine gekocht? Oder auch gemeinsam? Mit und für Gäste? : alleine zu zweit aber auch mit Gästen (wobei die eher danebenstehen)
Was stört an der bisherigen Küche und was soll die neue Küche unbedingt können? Warum? : Es sollte genug Platz für 2 Personen zum Kochen sein - derzeit (andere Küche) steigen wir uns immer auf die Zehen weil es nur eine Arbeitsfläche gibt und das führt meist zu einer etwas bissigen Stimmung ;-)
Preisvorstellung (Budget) : bis 15.000,-
 
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Hi,

also spontan würde ich ja sagen, reißt lieber die Wand zwischen Küche und Vorraum weg... Weil die 23m² für's Wohnzimmer sind eigentlich groß genug. Da kann man sich gemütlich zum Lesen, Fernsehen und Schläfchen halten zurückziehen. Vor allem, wenn z.B. Frau Besuch von Freundinnen hat und sich im Essbereich aufhält aber Mann lieber im Wohnzimmer ungestört fern sieht, finde ich eine Trennung von Essen und Wohnen sinnvoller.

Praktisch fände ich eben auch einen größeren Küche-/Essbereich, weil man sich dann die Sitzgelegenheit in der Küche spart und evtl. dafür eine kleine Halbinsel integrieren könnte. Diese Halbinsel kann auch eine etwa 120cm hohe Mauer sein bzw. der Rest der neuen Mauer und dahinter steht einfach eine Zeile. Damit wäre der Kochbereich etwas blickgeschützt aber nicht komplett abgeschnitten.

Außerdem habt Ihr laut Plan im Wohnzimmer Holzboden und in den anderen beiden Räumen PVC. Das Ganze sieht ein wenig nach Altbau aus (mit möglicherweise schönem, neuem erhaltenswerten Parkett?) und ich könnte mir vorstellen, dass es einfacher wird, die beiden Bodenbeläge in Küche und Vorraum anzugleichen, statt Wohnzimmer und Vorraum. Aber das mal nur nebenbei.
 

menorca

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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Hallo Sabine,

und herzlich willkommen!

Tantchens Gedanken finde ich absolut nachvollziehbar und nochmal bedenkenswert.

Das mit den Ansichten wird schon noch. Bitte hänge zu jeder Planung auch den Alnogrundriss an (im Planungsmodus mit strg+neu+s erstellen). Beide Dateien sind da *2daumenhoch*.

Aber erstmal hänge ich deinen Grundriss als Bild an, dann kann jeder gleich sehen, worum es geht.
 

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menorca

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Ich habe ein wenig umgestellt: der hohen Kühlschrank am Eingang macht die Küche optisch sicher klein, ein freier Blick an der Stelle ist besser.
Deshalb empfehle ich doch einen integrierten KS in einem dritten 60cm-Hochschrank . Die Wand ist lang genug dafür.

Aber: die Spüle kann dann nur 60cm tief werden.

Außerdem habe ich dir den Backofen auch in ergonomische Höhe in einen Hochschrank gesteckt. Drüber kann eine Mikrowelle, muss aber nicht. Der restliche Schrank ist immer noch gut für Vorräte.

Jetzt ist an der langen Seite Platz für 3x80cm übertiefe Unterschränke, die haben das beste Stauraum-Preisverhältnis. Kochfeld auf dem mittleren US.
DAH nimmt man breiter als das Kochfeld (die Dämpfe breiten sich nach oben aus) und quetscht sie auch nicht direkt zwischen Hängeschränke.
Ich habe deine Hänger übernommen, rate aber von zuviel Glastüren ab, weil das nur gut aussieht, wenn dahinter wenig steht, und dann möglichst noch einfarbig.

Auf der kurzen Seite auch noch ein 80cm US mit angedocktem Tisch. Hier in 5-Rasterhöhe, dann sind die Stühle auch wirklich nur ein bißchen höher und sehr bequem, wie bei mir:

attachment.php?attachmentid=34452
 

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menorca

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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Und jetzt noch ein Bild wie es mit halber Mauer aussähe ;-):

Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden - 165468 - 25. Nov 2011 - 20:47
 

KerstinB

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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Ich kann mich Menorca und Andrea nur anschließen und würde auch Kochen und Essen als natürlich Einheit zusammenlegen.

Wenn ihr auch zu zweit kocht, dann wäre es ja vielleicht auch sinnvoll, den Block mit der erweiterten Tischfläche von Menorcas Planung in größerer Arbeitshöhe auszuführen. Und die Zeile dann dafür in den dir bequemen 85 cm Arbeitshöhe

Bei übertiefer APL könnte man zwar die Hängeschränke etwas weiter runter hängen. Man muss aber auch überlegen, was man dann eigentlich dort auf der APL stellen will. Kaffeemaschine etc. Solche Geräte sollten, damit sie zum Bedienen dann nicht andauernd vorgezogen werden müssen, in aller Regel eine Nischenhöhe von 48 bis 58 cm haben.
Und, wenn die APL 70 cm tief ist, dann ist natürlich auch die horizontale Entfernung zum Schrank weiter, da ja 10 cm mehr APL da sind.
 

menorca

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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Mir ist in meiner V1 die Spüle zu sehr eingequetscht. Die Spüle ist einer der zentralen Orte, an die man oft dran muss und gerade beim Kochen zu Zweit sollte sie besser zugänglich sein.

Deshalb jetzt erst ein 60cm normaltiefer Schrank neben der Ecke, und dann 60cm Spülenschrank, 80cm US, 80cm US mit Kochfeld, 40/45/50cm US je nach Heizungsvorsprung.
Außerdem diese Zeile in 86cm 5-Raster-Höhe.

Dafür die andere Seite in 6-Raster-Höhe, und die Sitzgelegenheit als fortgeführte AP. Wenn man die Mauer halb einreißt, schaut man beim Sitzen nicht auf Mauer sondern ins Zimmer. Besuch kann den Stuhl ja zum Koch umdrehen.

An der Hochschrankwand hat sich nichts geändert.
 

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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Eure Gedankenanstöße haben uns wieder ins Grübeln gebracht. Eine Lösung mit Küche-Essen gemeinsam und Wohnen getrennt gefällt mir schon auch recht gut.
Pffff... da hatten wir jetzt einiges zum Nachdenken und Diskutieren.
Auf jeden Fall ist jetzt wieder alles offen. Mein Lebensgefährte ist sehr für diese Idee. Wir würden dann das Wohnzimmer "abgetrennt" lassen, falls man mal getrennt ungestört sein möchte.

Jetzt überlegen wir ob wir nicht überhaupt die zweite Seite als Kochinsel machen sollen - und die Sitzplätze weglassen weil man dann eh den direkten Draht ins Esszimmer hat? !
 
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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Und, wenn die APL 70 cm tief ist, dann ist natürlich auch die horizontale Entfernung zum Schrank weiter, da ja 10 cm mehr APL da sind.
Das bedeutet, dass ich nicht besser an die schränke komme, oder? sie sind zwar niedriger aber weiter weg.
Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Also ist 60er Tiefe wohl eh besser. Das macht es auch mit dem Eck links unten einfacher.
 

KerstinB

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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Na ja, zum Arbeiten sind 70 cm tiefe APLs sicherlich sehr angenehm. Man muß halt mal planen und sehen, dass man Hängeschränke größtenteils vermeidet und eher noch einen Hochschrank mit Innenauszügen oder so unterbringt. Da kann man nämlich Gläser etc. auch gut unterbringen.

Siehe z. B. Jennys hohe Auszüge im Schrank:
attachment.php?attachmentid=35401


Sollen wir denn mal Essen/Kochen als Einheit annehmen? Es macht soviel mehr Sinn.

Übrigens, ist das euer Eigentum oder ist es Miete?
Wasseranschluß ... den könnte man evtl. auch Aufputz verlegen?
Wie sähe es aus, wenn man den Heizkörper unter dem Küchenfenster stilllegt=abmontiert und evtl. den Esszimmerheizkörper, wenn notwendig, vergrößert?
 
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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

so, ich habe heute nachmittag einen Termin mit dem Baumeister. Da werde ich dann einmal Dinge wie z.B. Heizkörper klären. Ich denke wenn man Küche und Essen eines macht, dann braucht man den Heizkörper nicht mehr.
Bin schon gespannt was er sagt und welche Vorschläge er macht.
LG
 
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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Jetzt überlegen wir ob wir nicht überhaupt die zweite Seite als Kochinsel machen sollen - und die Sitzplätze weglassen weil man dann eh den direkten Draht ins Esszimmer hat? !
Juhu! Solche Aussagen hören wir hier gern ;-), denn normalerweise ist es meistens umgekehrt: die Leute wollen - trotz Esstisch direkt nebenan - immer noch irgendeine Thekenlösung, egal wie reingequetscht.

Ja, ich fände die Idee, da eine richtige Halbinsel hinzubauen auch net schlecht. Kochinseln müssen aber auch tief genug sein (mind. 90cm), damit hinten nicht alles runterspritzt. Daher auch mein Vorschlag mit der halbhohen Mauer, quasi als Platzsparversion. Dann könnte das Ganze auch Normaltiefe haben. Oder Ihr macht die Spülenzeile dann normaltief und dafür eine übertiefe Kochzeile/-insel.

Außerdem sollte man bedenken, dass eine Inselhaube deutlich teurer ist, als Wandhauben.
 
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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

hi,
vielen Dank für die vielen Vorschläge. Bin derzeit recht überzeugt das ganze etwas offener zu gestalten. Am besten gefällt mir dabei die Lösung mit der halbhohen Mauer - somit hat man zumindest etwas sichtschutz aufs dreckige Geschirr etc.
in den katalogen schauen die ganz offenen Küchen sehr toll aus - aber die sind auch gänzlich unbenutzt ;-)
ich hätte noch eine andere Frage und würde gerne eure Meinung wissen.
Derzeit gefällt es mir fast am Besten küche und essen halboffen (mit halbhoher Mauer) zusammenzulegen und dafür das Wohnzimmer abgetrennt zu lassen (eventuell größere Türöffnung) - sodass man sich auch "getrennt" in der WOhnung beschäftigen kann. Ich befürchte aber bzw. ist der Baumeister überhaupt nicht von der Idee angetan. er meint das würde das Raumgefühl einschränken - und dass ein ganz offener Raum (Wohn+Ess+Küche) oder sonst Wohn+Ess (küche separat) zusammen gehören. Die idee mit Küche+Essen und separat Wohnen meint er ist nicht so ansprechend.
Welche Erfahrungen habt ihr damit?
 
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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Hallo Sabine,

zu dem Thema gibt es wohl sehr viel verschiedene Ansichten.

Ich habe mich für diese Variante:
- Küche separat und
- Wohn- und Esszimmer eher offen (2 m Zargen-Durchgang ohne Türe)

entschieden und habe das definitv nie bereut.
Hier meine Argumente:

- Küche kann einer ungestört werkeln und mit Geschirr klappern, ohne dass der andere beim TV-Gucken "gestört wird"

- Tobt mal das Chaos in der Küche, habe ich auch die Möglichkeit die Küchentüre zuzumachen. (Besonders wenn man Gäste zum Essen da hat)

- Ich wollte Parkett im Wohn-/Essberech und Fliesen in der Küche. Bei einer offenen Variante ist das schwierig wenn man bei einem Belag bleiben will

- Ich habe die Küche noch als Raum, in dem man auch ungestört sein kann.
(z.B. Vereinsplanung von GöGa mit Vereinskollegen, dann kann ich trotzdem noch im ungestylt im Wohnzimmer auf dem Sofa liegen)

- Wenn ich beim Kochen die Fenster mal länger öffne, ist es im WZ oder Esszimmer noch immer gemütlich. (Wird später nur stoßgelüftet)

Natürlich sprechen andere Argumente für den offenen Wohnraum, ich habe hier nur meine persönlichen Gedankengänge für PRO "separate Küche" aufgeführt.

Ist wohl aber Geschmackssache und auch des eigenen Tagesablaufs.
 
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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Ich denke, entscheidend ist, was DIR bzw. EUCH gefällt. Der Baumeister sollte da eigentlich nur seinen technischen Senf zugeben - find ich. Das mit den kleinen abgetrennten Küchen ist doch völlig überholt. Sowas gilt m.E. heute nur dann, wenn der Raum auch einen Esstisch enthält.
Ich hab mir anfangs bei der Renovierung auch mal überlegt und rumgeplant, die Küche und einen großzügigen Essbereich mit Ledersitzbank oder Cannapee ins 26m² Wohnzimmer zu legen und dafür ein gemütliches kleines Wohnzimmer in den 15m² Küchenraum. Hätte Platzmäßig gut funktioniert und das wäre der Gäste-Empfangsraum gewesen. Bin dann aber doch u.a. wegen technischer Gründe bei der abgetrennten Küche am neuen Platz geblieben.

Wenn ich so eine Möglichkeit wir bei Euch hätte, würde ich es so machen wie beschrieben. Einfach weil Essen und Küche mehr zusammengehört, als Essen und Wohnen. Da wo ich derzeit "mit"wohne, ist es ein großer offener 50m² Raum mit Küche, Essen und Wohnen/Fernsehen. Ehrlich gesagt, geht mir das total auf die Nerven! Wenn einer auf der Insel was bruzzelt oder sich mit jemand Anderem im Essbereich unterhält und ich derweil fernsehen möchte, verstehe ich da so gut wie gar nix mehr. Die Kiste dann entsprechend lauter stellen darf ich auch net. Weil sonst verstehen ja evtl. die Anderen sich nicht mehr... ;-) Kann bei Besuch von extern auch net grad im Pyjama da rumlümmeln.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, einer lädt bei Euch seine Freunde ein und der Andere möchte lieber ungestört ein Buch lesen oder auf dem Sofa ein Nickerchen halten - dann hat man ja nicht mal mehr einen Rückzugsraum dafür, geschweige denn seine Ruhe. Man müsste sich bei kombiniertem Wohnen/Essen z.B. ins Schlafzimmer zurückziehen.
Denn Eure Küche wäre geschlossen eben einfach zu klein, um sich mit drei bis vier Personen drin aufzuhalten und gemütlich zu sitzen/Kaffeetrinken.

Daher mein Votum: Küche + Essen zusammen und Wohnen separat bzw., falls möglich, halt ein 2m-Loch mit 2-flügeliger Schiebetüre zum Wohnzimmer.
 

KerstinB

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AW: Die erste eigene Wohnung - kleine Küche soll optimal genutzt werden

Ich habe jetzt eine kleine Küche und ein großes Wohnzimmer mit meinem integriertem Homeoffice. Da ich überhaupt nicht so der Sofamensch bin, eben mit großem Esstisch usw.

In der neuen Wohnung wird es eine Art Wohnküche geben, mit halber Trennwand zum Küchenbereich hin, Planungsbild:
attachment.php?attachmentid=64731


attachment.php?attachmentid=64732


Dazu ein getrenntes Arbeitszimmer mit Sofa (auch als Gästebett nutzbar).

Ich lebe nun alleine, aber die Situationen, die Andrea beschrieben hat, sind genau die Situationen, wo das dann praktisch ist.
Und dazu:
- man braucht nur einen Tisch, der dafür etwas größer ausfallen kann
- Wohnzimmer ist wirklich privat .. Fernsehgucken als eher nichtkommunikative Tätigkeit / Essen u. Kochen als eher kommunikative Tätigkeit (wenn mehrere dabei sind)

Meine Nachbarn, die im selben Haus eine große Wohnung haben ausbauen lassen, haben im unteren Stock den Raum planunten rechts als Ess-/Kochraum (die Aufteilung ist etwas anders geworden)
attachment.php?attachmentid=35277


und im Spitzboden des Hauses ihren Rückzugsraum, das Wohnzimmer:
attachment.php?attachmentid=35276



Das ist wirklich toll geworden und der angenehm große Ess-/Kochraum ist überaus praktisch, wenn man mit mehreren kocht, die Gäste eintrudeln usw.
 

Nice-nofret

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Ich stimme auch für Küche/Essen kombiniert und Wohnen abgetrennt - das hätte ich für uns auch gerne gehabt, dass passte aber leider vom Grundriss her nicht.

Hier bietet es sich direkt an.
 

menorca

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Von unseren Familiengewohnheiten her kann ich auch nur bestätigen:
Küche und Essen zusammen, Wohnzimmer sparat, ist optimal.
Wobei ich als Küchenverwüster großes Verständnis für einen gewissen Sichtschutz zur Küche hin habe, aber die/den Koch so ganz abschließen in einer kleinen Küche - nööö, muss nicht sein.
Das Wohnzimmer ist der aufgeräumte, ruhige Rückzugsort, wo man mal in Ruhe telefoniert (ohne: stell doch mal die DAH leise und klapper nicht so), fernsieht, liest oder redet. Braucht alles nicht viel Platz.
Beim Kochen/Essen hingegen tobt das Leben, und gemeinsam ist's schöner.
 

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