Der Wundertopf!

Dieses Thema im Forum "Off Topic Board" wurde erstellt von tantchen, 21. Jan. 2014.

  1. tantchen

    tantchen Premium

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    Hi,

    vielleicht kann mir jemand folgendes Phänomen erklären:
    Mutter hat mehrer solcher schwarzer, emaillierter Kochtöpfe. Jetzt hat sie sich neulich beschwert, dass beim Wasserkochen immer die Herdplatte unterm Topf nass wäre.
    Mein Versuch ergab: sobald man darin Wasser erhitzt, fängt der Topf an den Griffen an, zu "Tränen". Es laufen also wirklich auf einmal Wassertröpfchen da runter.
    Festgestellt, dass es an beiden Griffen am Übergang zur Topfwand jeweils eine ganz winzig kleine (1-2mm) Absplitterung der Emaillebeschichtung gibt. Und genau da fangen diese Tränen an.

    WTF?????

    Knoff-Hoff, oder was? Der Wasserstand IM Topf war niedriger, er stand auf einem Induktionskochfeld.
    Gibts dafür eine Erklärung?
     

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  2. martin

    martin Moderator

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    AW: Der Wundertopf!

    Wasser läuft beim Spülen unter die Emaille und dehnt sich beim Erwärmen aus. Folge: Tropfen treten aus dem Emaille-Schaden aus.
     
  3. tantchen

    tantchen Premium

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    AW: Der Wundertopf!

    So viel?? Das müsste ja dann nach ner Weile und ggf. mehreren Versuchen aufhören, oder?

    Kann mir aber net vorstellen, wo das alles unterm Emaille hin soll. Wenn dann höchstens in die hohlen Griffe rein. Dann könnte man den Topf aber wohl wegschmeißen *skeptisch*
     
  4. R.KlärBär

    R.KlärBär Mitglied

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    AW: Der Wundertopf!

    Hallo,

    das Wasser läuft/sickert während des spülens in die hohlen Griffe. Die Griffe werden ja angeschweißt und so eine (einfache) Schweißnaht kann kleine Durchlässe haben. Beim Erhitzen gibt es durch die Verdunstung (im Griff) einen Druck, der das Wasser durch die winzigen Risse austreten lässt.

    Zwischen Emaille und Eisenfläche kann normalerweise kein Wasser eindringen, denn beim Emailiervorgang verbindet sich das Metall mit der Emailfritte zu einer gemeinsamen Masse. So kann auch kein Rost unter die Emaille kriechen. Rosten tut es nur dort, wo die Emaille z.b. durch Schlag total abgesprungen ist.

    Unbrauchbar werden die Töpfe dadurch nicht. Man könnete versuchen, den Topf durch langes und starkes Erhitzen zb im Backofen dazu zu bringen, dass alles Wasser aus den Griffen raus ist. Dann die kleinen Fehlerstellen mit einem Emailreparaturmittel schließen. ein Versuch wäre es wert.

    Viel Spass dabei
    Jörg
     
  5. tantchen

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    AW: Der Wundertopf!

    Ok, dann teste ich das mal im Ofen. Teuer waren die Töpfe ja nicht, aber sind auch noch ganz neu. Wär schon schade, das nicht mehr nutzen zu können.
     
  6. R.KlärBär

    R.KlärBär Mitglied

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    AW: Der Wundertopf!

    Hallo Andrea,

    ich habe nochmal nachgedacht.

    Da du ja handweklich ganz geschickt bist, bekommst du das Wasser aus den Griffen noch besser als im Backofen weg, wenn du die Griffe mit einer Lötlampe (o.ä) richtig stark erhitzt. Email (ich meine Emaille, kein E-Mail;D) hält sehr viel Hitze aus. Das Wasser im inneren muss ja restlos verdampfen. Das ganze mehrmals machen und am schluss die Fehlerhafte/Undichte Stelle dauerhaft verschließen.

    Also, ran an die Arbeit.

    Gruß Jörg

    PS.
    Natürlich die nötigen Sicherheitsregeln einhalten !
     
  7. tantchen

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    AW: Der Wundertopf!

    Danke für die Blumen. Wo bekomme ich jetzt ne Lötlampe her? ;D Denke, ich versuch es mal an meinem Gaskochfeld mit Griffe rösten...
     
  8. R.KlärBär

    R.KlärBär Mitglied

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    AW: Der Wundertopf!

    Heizungsbauer.
     
  9. martin

    martin Moderator

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    AW: Der Wundertopf!

    ... und dann gleichmäßig erwärmen, sonst fliegt die Emaille ;-).
     
  10. R.KlärBär

    R.KlärBär Mitglied

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    AW: Der Wundertopf!

    Hallo Martin,

    diese Befürchtung teile ich nicht. Aber auch richtig, Vorsicht schadet nie.

    Emaille ist extrem belastbar. An eigenen Töpfen schon oft beoabachtet. Unten auf der Herdplatte extrem heiß, oben am Rand noch ganz kalt. Da passiert nichts. Und den heißen Topf ins kalte Wasser. Kein Problem. Oder den kalten Topf mit kaltem Wasser auf eine extrem heiße Herdplatte. Das ist alles tägliche Routine für einen Kochtopf.

    Und dann trocken gekocht auf glühender Herdplatte. Alles in die mit kaltem Wasser gefüllte Spüle geschmissen. Hat gedampft und gezischt, aber kaputt war nichts.

    Emaille macht vieles mit. Nur eins nicht. Schläge mag es überhaupt nicht. Da ist ruck-zuck 'der Lack ab'.

    Jörg
     
  11. tantchen

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    AW: Der Wundertopf!

    Also die Töpfe haben glaub so zwischen 14,- und 20,- gekostet oder so. Beim Edeka. Und ich hab den Gleichen nochmal in Ganz. Von dem her ist es net tragisch, wenn man da aus Versehen dann doch was kaputt macht. ;-) Wird es eben ein Übertopf auf der Blumenbank.

    Das Problem ist eher: wo bekommt man bezahlbare und vor allem leichte, schulterschwache-Rentner-geeignete (!) Emaille Töpfe her? Die man dann nicht lötöampen muss...

    Geht da auch so ein Bunsenbrenner für Desserts? Sowas stylishes wollte ich ja schon immer mal in der Küche haben. Sieht aus, als könnte ich tatsächlich kochen ;D
     
  12. Tara

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    AW: Der Wundertopf!

    Sehe ich das auf dem Bild richtig? Liegt da der Deckel verkehrt herum drauf?
     
  13. tantchen

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    AW: Der Wundertopf!

    Ja und? Sonst passt er nicht in die Schublade... Steht ja nur für's Bild da und ist mein Topf, nicht der von Mama.
     
  14. Tara

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    AW: Der Wundertopf!

    Achso, ist nur ein Beispielbild.
    Sorry, ich dachte grad, du hast ihn beim Kochen fotografiert.*kiss*
     
  15. tantchen

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    AW: Der Wundertopf!

    Mal sehn, vll. dreh ich zuhause noch ein Filmchen zu den wundersamen Tränen...

    Wäre ja jetzt mal eine interessante Möglichkeit zum Fälschen solcher Statuen, die tränen. :cool:
     

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