Compact AP und Flächenbündig - ersetzbar durch Stein/Keramik?

mirimi

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Liebe alle!
Ich bin gerade fleissig am planen unserer Küche, und so sind wir bei den Teilaspekten der Arbeitsplatte gelandet.

Für uns kommt nur ein flächenbündiger oder Unterbau von Kochfeld/Spüle in Frage. Becken wird ziemlich sicher ein Blanco Etagon 500 oder eine systemceram Mera. Da das Herz Stein in satiniert wunderbar findet aber die schlampige schludrige Köchin in mir mit dem Imprägnieren des Steins und den vereinzelten Meldungen, dass doch nicht direkt am Stein Teig ausgerollt werden sollte wg den Inhaltsstoffen, hadert, war die Conclusio: bleibt also die Budgetschonende Variante Schichtstoff -Variante oder Preiskracher Keramik.
Die Idee war jetzt, die Compact AP zu nehmen, flächenbündiger Einbau, da wir nur eine Halbinsel 3m mal 1,10m mit 2 Ausschnitten haben werden.

Es bleiben die Fragen:
1.) Silikonfuge = Wartungsfuge. Wie ist die Erfahrung hier mit flächenbündigem Einbau. Dass überall etwas hängen bleiben kann und man putzen muss, ist mir klar. Aber wenn ich jedes Jahr das Silikon rauspulen muss, werde ich auch unglücklich.
2.) Wie ersetzbar ist die AP mit einer Keramik in zB 2,3 Jahren? Kann ich die flächenbündig eingebaute Spüle und Kochfeld dann "mitnehmen" und nur AP tauschen?

Danke, lG miri
 

mozart

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Hi,
Kompaktplatten sind zwar günstiger als Stein oder Keramik, aber kein Schnäppchen und für 2-3 Jahre zu teuer.
Hast Du dir alle in Frage kommenden Varianten durchrechnen lassen?
Die Silikonnaht am Kochfeldrand ist -gut gemacht und pfleglich behandelt- für 5 Jahre gut, bei manchen hält sie auch 10.
Flächenbündiges Keramikbecken ist und bleibt problematisch. Wir hatten schon Fälle, da war das 3. gelieferte Becken zwar immer noch nicht plan, aber der Kunde hat aufgegeben und es akzeptiert. Unterbau ist hier weniger kritisch.
 

isabella

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Welche Inhaltsstoffe sollten sich vom Stein auf dem Teig übertragen? Was hat man Dir gesagt, wie und wie oft man imprägnieren muss? Ich habe meine Küche mit Granit-APL seit über 5 Jahren, der Stein kam schim imprägniert und seitdem haben wir 2x aufgefrischt. Die Küche wird benutzt und die APL sieht aus wie am ersten Tag.

Keramik ist herstellungsbedingt nicht immer 100%ig plan, deswegen wenn Keramik dann Unterbau.

Wartungsfugen müssen nicht jedes Jahr erneuert werden. Auch nicht jede 5 Jahre.
 

mirimi

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Flächenbündiges Keramikbecken ist und bleibt problematisch. Wir hatten schon Fälle, da war das 3. gelieferte Becken zwar immer noch nicht plan, aber der Kunde hat aufgegeben und es akzeptiert. Unterbau ist hier weniger kritisch.
Ja, die Kombi hängt für mich genau von präferiert Stein/Unterbau-> Keramikspüle und Edelstahl/Flächenbündig bei Keramik/Compact AP ab und natürlich dem durchgerechneten Preis. Nein, dazu haben wir noch kein konrektes Angebot.

Welche Inhaltsstoffe sollten sich vom Stein auf dem Teig übertragen? Was hat man Dir gesagt, wie und wie oft man imprägnieren muss?
Ich weiß natürlich auch, dass es vom Stein abhängt, aber alle 2 Jahre war so ein Richtwert, der erwähnt wurde. Meinung war auch "fast alle arbeiten dann doch auf dem Holzbrett statt auf dem Stein" - ich glaube dass das gleich noch ein bisschen Religionsfrage ist. Ich für mich hätte da mal keine Bedenken gehabt anfangs bzw ist das für mich auch auf Kunststoff-AP kein Hindernis, den Teig dort direkt auszurollen, momentan.

Ich versuche gerade "Marketing-Schmäh" von "persönlichen Präferenzen" und "Hardfacts" diesbezüglich zu trennen, mir hilft die beste AP nichts, wenns nicht sauber montiert ist, der Verkäufer zuwenig Erfahrung über die jeweiligen Vor- und Nachteile hat. (Weil die gibts ja immer..)

Danke aber für den Hinweis, dass Compact AP sich nicht rentiert auf zu kurze Zeit, ich hatte es befürchtet, ausserdem tut man sich "wieder Handwerker" so schnell meist nicht an. Es wird wohl auf das Gesamtpaket im Preis ankommen, Prioritäten setzen ist da echt schwer ;-)
 

isabella

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Ich habe extra Granit gewollt, um den Teig direkt drauf auszurollen, was ich auch tue ;-)
 

Mewtu

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Bei Keramik wurde uns von einer Unterbau-Spüle abgeraten, da die Kanten der Keramikplatte empfindlich sind.
 

Schotty

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Unser Küchenbauer hat sogar in den Lieferbedingungen stehen, dass sie bei Keramikplatten von Unterbau abraten und das beim Spülen abplatzende Kanten explizit kein Reklamationsgrund sind.

Ich sehe bei keiner der gängigen "Stein"-Platten (Dekton, Keramik, Granit, Quarz,...) ein Problem darin, Teig auszurollen, aber natürlich wirst du weiter ein Holz- oder Kunststoffbrett zum Schneiden benötigen.

Zum Thema Fugen: auch bei einem Unterbau hast du natürlich eine Fuge zwischen Platte und Spüle, nur halt eben nicht direkt sichtbar. Je nach persönlichem Bedürfnis und Wasserhärte kenne ich da auch Leute, die regelmäßig mit der Zahnbürste diese Fugen schrubben.

Wenn Keramik zu teuer und dir Granit wegen der Schadstoffe (was ich selbst nicht nachvollziehe) oder des Pflegeaufwands zu kritisch ist : wie wäre es denn mit einer Quarzsteinplatte?
 

mirimi

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Quarzsteinplatte bietet der Planer, den wir bisher bevorzugt hätten, nicht an :rolleyes:
Keramik hätte ich auch nur flächenbündig genommen, das ist kein Problem für mich.
Irgendwie sind diese persönlichen Befindlichkeiten irre schwer in Fakten zu splitten. Vorallem wenn einem die Planer nicht die volle Vor-Nachteile Tabelle listen können (jaja, der Techniker in mir will das eben). Wie ich dann die jeweiligen Punkte gewichte, kann er ohnehin nicht wissen.

Genau, die Fuge im Unterbau wurde von einer Freundin bemängelt weil sie Panik hätte, dass es da dann sich alles sammelt, sie es nicht sieht, und die putzt auch panisch dort. (Zu der Sorte gehöre ich definitiv nicht...). Ich verschiebe das AP Thema für mich gedanklich wenn Korpus und gute Geräte Preis stimmt, was dann noch übrig ist. Wenn, dann soll es jedenfalls keine temporäre Lösung sein, dh in 2,3 Jahren die Meinung ändern zahlt sich nicht aus, das nehm ich mit. Das ist wohl das pragmatischte :2daumenhoch:
 

Snow

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Genau, die Fuge im Unterbau wurde von einer Freundin bemängelt weil sie Panik hätte, dass es da dann sich alles sammelt, sie es nicht sieht, und die putzt auch panisch dort.
Darum ist idealerweise der Ausschnitt etwas kleiner als das Becken. Man wischt dann den Schmutz direkt in das Becken, ohne die Fuge zu erwischen.
 

mirimi

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Ah! Wenn man solche Infos haben will als Laie ist man wohl darauf angewiesen, technische Datenblätter und Einbauanleitungen der Spüle zB zu durchforsten? Ein hoch auf gute erfahrene Handwerker, die waren wohl bei der Freundin nicht am Werk, da sieht man die Fuge total beim reinwischen bzw wischt "entlang" ;-)
 

bibbi

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h! Wenn man solche Infos haben will als Laie
Dafür gibt es Küchenausstellungen um sich die verschiedenen Einbausituationen anzusehen.
Ein Händler der so etwas fachgerecht verplanen und verkaufen kann,sollte diese Lösungen in seiner Ausstellung auch zeigen.
 

mirimi

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Aber darauf schaut man doch nicht am Beginn? Ich bin echt schon viele Ausstellungen abgeklappert, aber dieses Detail ist mir bis dato nicht aufgefallen :think: Darauf müsste mich wohl der Plane/Studio hinweisen, was nicht heißt dass der Monteur das dann auch macht etc etc.
Es geht ja auch darum, was man am Ende bekommt vs was in der Ausstellung ist (da ist meist nichtmal die Silikonfuge drin).
 

mozart

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Hi,
das wird aber nicht einheitlich so gehandhabt.
Die meisten UB-Becken in (maßhaltigem) Edelstahl oder Mineralwerkstoff werden unter einen deckungsgleichen Ausschnitt montiert. Bei Keramik macht man den Ausschnitt wegen der größeren Beckentoleranzen etwas kleiner.
Nach meiner Erfahrung wird die Fuge trotzdem nicht besonders dreckig, es sei denn, man spachtelt mit Absicht den Schmodder hinein.
Ich kann bei Stein nur vor Verallgemeinerungen warnen. Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen einem polierten "Salz und Pfeffer"-Granit und einem mattierten, dunklen Stein mit höherer Wasseraufnahme.
Da seit Jahren immer mehr Natursteine als APL verwendet werden, die man früher schlicht als untauglich bezeichnet hätte, ist das Ganze ein Thema.
 

KerstinB

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Und, als Ergänzung, die Ausschnitte bei Stein- oder Keramikplatten wird nicht der Monteur vor Ort machen, sondern die wird der Plattenkonfektionär gleich mit machen. Die Ausschnittgröße ist also ein Planungsdetail.
 

mirimi

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Danke, eure Diskussion zeigt für mich wieder mal - ein guter Planer weißt auf die Details hin (Saugfähigkeit Stein, Einbau"eigenheiten") - wenn man es nicht selbst weiß und nur auf "Stein AP" bei weniger erfahrenen oder großen Mobelhäusern schaut, kanns dann schon sein, dass die nicht ganz ideale Montage auch zu Ärger führt.
Dank euch hab ich mir mal jetzt ein Bild/Meinung gemacht, danke!
 
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