cliffideos gepimpte IKEA-Küche mit Fronten nach Maß

menorca

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@cliffideo beschreibt hier seine Küchenstory hoffentlich dynamisch weiter. Sie ist vorerst aus dem (noch-nicht-)Fertiggestellten Küchen- Bereich hierher hierher gewandert:

Seit mehreren Monaten lese ich schon mit hier im Küchenforum und bin begeistert über die vielen Tipps und tollen Planungen, die hier stattfinden.

Daher möchte ich es auch nicht versäumen, das Ergebnis hier einzustellen und vielleicht auch anderen Küchenplanern den einen Tipp oder Trick weitergeben zu können.

Dies wird übrigens ein dynamischer Bericht, da die finale Fertigstellung noch in der Zukundt liegt. Der Grund? Mehr davon später.. (Ich hoffe ja, dass man hier später noch editieren und hinzufügen kann.

Zurück an den Anfang: Beim Einzug in das Elternhaus meiner Frau war kein Geld für eine neue Küche vorhanden. So wurde aus den Schränken zweier verschiedener gebraucht gekauften Küchen, etwa 30 m Möbelfolie in elfenbein und neuen Griffen ein Zweizeiler mit einer kleinen Insel dazwischen.

Herausforderungen waren die Raumgröße von 3,00 x 4,20 m, drei Türen an drei verschiedenen Wänden, davon eine zweiflügelige Terrassentür, die schon eine Wand fast komplett einnimmt.

Aber es wurde vollbracht und auch mehrere Jahre gut genutzt, auch wenn die Schrankaufteilung nicht optimal war.

Gerätetechnisch wurde auf der Insel ein günstiges Kochfeld von K&H mit 90 cm Breite und 5 Kochzonen eingebaut, darunter gab es einen einfachen autarken Backofen von Beko und den bereits über 10 Jahre alten Siemens Geschirrspüler in der Spülenzeile. Neu gekauft wurde 2005 ein 92 cm breiter Side-by-Side Kühlschrank von Bauknecht mit Eiswürfelbereiter.

2018 wurde dann Backofen und Geschirrspüler durch Neugeräte von Samsung und AEG ersetzt (Black Friday machte es möglich).

2019 sollte dann die Küche erneuert werden, aber unter Beibehaltung der schon vorhandenen Elektrogeräte. Der Besuch im Küchenstudio ergab eine Planung, die sich raumbedingt sehr ähnlich an die ursprüngliche Küche anlehnte. Die Vanille-Magnolia-Küche von Nolte in Hochglanzlack sollte dann, nach Handeln und Prozenten ca. 9.500 EUR kosten - nur die Holzteile. Für uns: zu viel! Die Planungsskizzen gabs zum Glück gratis.

Da der IKEA nur 5 km von uns entfernt ist, wurde dort die Alternative gesucht und gefunden - das Metod-Programm. Aber Frau sagten die dort ausgestellten Fronten nicht zu - nicht eine einzige.. Aber daran kann man arbeiten, es gibt ja spezielle Anbieter für Maßfronten. Hier wurden wir bei der Fa. Beptum fündig.

In der alten Küche gab es in einer Ecke eine nichtgenutzte Seite, die etwa 1m breit war. Ideal für einen Musterschrank. 80 cm breit, 2 m hoch und mindertief in 37 cm sollte dies einen Vorräteschrank ergeben, der 5 Auszüge mit 40/30/30/20/20 Höhe und oben zwei Drehtüren mit Einlegeböden besitzen sollte.

Korpus gekauft und schnell zusammengebaut, dazu dann 3x hohe Maximera-Schubladen und 2x die mittlere Version. Bei Beptum wurden dann die Fronten und Türen bestellt, vorher die einzelnen Maße bei IKEA nachgeschlagen. Nach langer Beratung wurden es Acryl-Fronten in Elfenbein-Glasglanz und Alu-3D-Kanten, als Wangen wurde Nebraska-Eiche ausgewählt, da man ja nicht den Blick auf die weißen Korpusaußenseiten wollte.

Nach Bestellung und Bezahlung der Fronten und Wangen wurde uns 3-4 Wochen Lieferzeit angekündigt, Anlieferung über eine Spedition. Genug Zeit für die weiteren Planungen.

Um die Insel und vor allem die Wege drumherum zu realisieren, konnte die eine Zeile auf der Seite des "Vorratschrankes" auch nur mindertief ausfallen. 3 Unterschränke mit jeweils 80 cm Breite und 40 cm tiefer Arbeitsplatte in und drei Auszügen (30/30/20), darüber 3 Oberschränke mit 80 cm Breite und 60 cm Höhe, deren obere Kante dann passend zum 2 m hohen "Vorratsschrank" verläuft.
 

cliffideo

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Sorry Leute, aktuell kommt mal wieder alles auf einmal und zeitgleich, so dass ich Euch noch um etwas Geduld bitten muss. Bilder gibts auf jeden Fall mit vorher/nachher und den diversen Entstehungsstufen noch diesen Monat.
menorca: Danke fürs Verschieben in den Blogbereich
 

cliffideo

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Asche auf mein Haupt, monatelang hab ich es vor mir hergeschoben, aber jetzt nehm ich mir die Zeit und geh noch mal gaaanz an den Anfang zurück.
2012 sind wir in das Elternhaus meiner Frau eingezogen und haben so einiges nach unseren Vorstellungen geändert.
Vorhanden war eine 20 Jahre alte Einbauküche in Eiche-Rustikal, die über Ebay noch für 450 EUR einen Abnehmer fand und ruckzuck von einem tschechischen Montageteam abgebaut und nach Osteuropa überführt wurde.
Eine unserer Vorstellungen war eine zweiflügelige Terrassentür statt des Fensters, damit man direkt von der Küche in den Garten kommt. Ein Heizungsbauer entfernte den Heizkörper unterm Fenster, das Fenster (noch einfach verglast) samt Rahmen flog raus und mit einer großen Flex wurde die Wand an den neuen Rahmen der Terrassentür angepasst. Diesen Status zeigt der folgende Bildbeweis vom Oktober 2012. Man beachte die kreative und sorgfältig arrangierte Anordnung von Werkzeug und Material:

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Eine Außenansicht gibts auch:

 

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Die "neue" Küche brachten wir aus der bisherigen Wohnung mit, eine 8 Jahre alte Wellmann-Küche, die in Zusammenarbeit mit einer zweiten, gebraucht gekauften Küche, 30m Küchenfrontfolie und zugekauften Griffen (die von Wellmann gabs interessanterweise bei Obi) zu zwei Zeilen und einer Kochinsel angeordnet wurden. Die dazugehörige Stromversorgung in der Raummitte war dadurch möglich, dass der Küchenboden ca 5 cm erhöht werden musste und das Starkstromkabel gleich integriert werden konnte. Die neuen Bodenplatten sieht man auf dem ersten Bild, das benannte Kabel versteckt sich (etwas schüchtern isses ja) hinter der Werkbank.
Es nimmt Formen an:

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Bild0033.jpg


Die Tür im Hintergrund führt in den Flur und ist nun dank der Bodenerhöhung auf gleicher Ebene wie der Boden im Gang. Die bisherige Küchentür wurde durch eine 90 cm breite, auf der Flurseite laufende Glasschiebetür ersetzt, auf dem Bild oben rechts im Hintergrund zu sehen.
Die eine Wand wurde mit einer violetten Mustertapete verschönert, alle anderen mit einer weißen Mustertapete, der Boden erhielt eine Laminatschicht im hellen Marmordesign und Deckenpaneele ganz oben.
Die Küche: Die Insel bestand aus zwei 60er Schränken mit jeweils drei Auszügen, die miteinander verschraubt und an den Seiten mit jeweils einem 20 cm 4-Fächer-Schrank zu einer 1,60 m langen Insel ergänzt wurden. Arbeitsplatte aus dem Baumarkt drauf, die Rück- und Seitenwände wurden etwas höher als die Arbeitsplatte aus Wandpaneelen erstellt und mit Aluleisten abgesetzt.

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Die im Bild oben rechte "Zeile" bestand aus einer kleinen Küchenbar (vorne) und jeweils einem 50er und 60er Unterschrank mit Auszügen rechts und Tür links, darauf Arbeitsplatte und direkt darauf aufgesetzten Oberschränken, hier noch mal genauer zu sehen:

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Damit die Oberschranktüren nicht auf der Arbeitsplatte schliffen, wurde ein Regalbrett als Abstandshalter eingesetzt und dann alles miteinander verschraubt. An der offenen Tür sieht man die umgeschlagene Möbelfolie auf der ursprünglich weißen Tür.

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Unser jahrelang gehegter Traum eines amerikanischen Side-by-Side-Kühl- und Gefrierschrankes erfüllte sich durch das Zusammenwirken von Ausstellungsgerätepreis in Verbindung mit Personalkauf, so dass sich der ursprünglich angegebene Preis von ca 1600 EUR auf fast die Hälfte reduzierte. Transport in Eigenregie, zum Glück war der Transport ins Haus durch die neue Terrassentür problemlos und ohne Eckendreherei möglich, da das unter Bauknecht -Flagge segelnde LG-Gerät ein gehöriges Gesamtgewicht beinhaltete.
Gerade im Sommer schätzen wir den integrierten Eiswürfelbereiter des mit einem Wasseranschluss ausgestatteten Geräts. Ungünstig war die damalige Position direkt an der Wand zum Flur, dadurch ging die rechte Tür des Kühlschranks nur zu 90 Grad auf, was so eine Entnahme von Abstellplatten und unteren Körben zwecks Reinigung verhinderte. Glücklicherweise kann man das Gerät dann auf seinen integrierten Rollen etwas hervorziehen und zur o.g. Entnahme leicht drehen.
 

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Zur Hauptzeile:

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Von rechts nach links: 92 cm Side-by-Side (LG), 45 cm Unterschrank mit Tür und Schublade, ein 50 cm Spülenunterschrank, Geschirrspüler, ein 20 cm Unterschrank mit Tür, der kaum sinnvoll genutzt werden konnte, ein 50 cm Unterschrank mit 3 Auszügen sowie ein 2 m Hochschrank mit Auszügen und integriertem Kühlschrank, der noch als Getränkekühschrank im Sommer eingesetzt wurde, die meiste Zeit aber abgeschaltet war.

Über der Spüle dann eine ausgesuchte Kombination aus Oberschränken mit wahlweise Alu-Milchglastür, Klapptür und offenen Fächern, für jeden Geschmack etwas dabei.

OK, es war eine zusammengestöppelte Kombination zweier Küchen, die als Provisorium für den Übergang dienen sollte. Aber, was ist beständiger als Provisorien?

Bis 2018 haben wir uns so beholfen, dann entstand der Wunsch nach einer neuen Küche. Der "Black Friday" 2018 sorgte für den Erwerb eines 90 cm Ceranfeldes, eines autarken Samsung-Backofens mit Pyrolyse sowie eines neuen Geschirrspülers von AEG , alle Geräte wurden erstmal in der bisherigen Küche verbaut.

Um es nun richtig anzugehen, wurde der Entschluß gefasst, ein Küchenstudio aufzusuchen mit der Vorgabe, alle E-Geräte weiterzunutzen und nur neue Schränke an die Gegebenheiten anzupassen. Die Grundausrichtung, eine Hauptzeile, eine Sekundärzeile sowie eine Kochinsel sollte bebehalten werden, da sich der Raum durch seine drei Türen jegliche L- oder U-Planerei verbat.
So entstand folgende Planung auf der Basis Nolte in Magnolia Hochglanz, Relinggriffe mit Wangen in Wenge.. oder Wengewangen? Wieauchimmer..

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vom Flur aus gesehen

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Hauptzeile mit hochgebautem Geschirrspüler und Backofen

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Sekundärzeile mit der Kochinsel

Die Vanille-Magnolia-Küche von Nolte in Hochglanzlack sollte dann, nach Handeln und Prozenten ca. 9.500 EUR kosten - nur die Holzteile. Für uns: zu viel! Die obigen Planungsskizzen gabs zum Glück gratis.
 

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Neuer Anlauf: IKEA
Leider gefiel der besten Ehefrau von allen nicht eine der angebotenen Fronten. Für IKEA sprach jedoch die geringe Entfernung von nur 5 km.
Alternative: Ikea-Korpus mit Wunschfront nach Maß vom Anbieter Beptum. Hier kann man ein Musterpaket bestellen mit mehreren Materialproben und ausführlichen Katalogübersichten.

Ich habe mich dann dazu entschlossen, den Küchenaufbau in mehrere Projekte aufzuteilen.

Projekt 1: Der Vorratsschrank, Sekundärzeile ganz rechts. Praktischerweise war in der alten Küche an dieser Stelle nur eine Palmendeko, also konnte die alte Küche erst einmal stehenbleiben und weiterbenutzt werden.
Dieser Schrank sollte übrigens beim oben genannten Küchenstudio insgesamt 1.800 EUR kosten...
Nun wurden erst einmal 46 EUR für den Korpus (200x80x37 cm) beim Schweden fällig, dazu gekauft wurde eine Maximera-Schublade in hoch und eine in mittlerer Höhe.
Beim Frontenhersteller wurde dazu eine Probebestellung ausgelöst, um die Qualität zu prüfen, einmal 80x40 für den hohen Auszug und 80x20 für die mittlere Version. Da die Fronten persönlich angefertigt werden, dauerte es ca 3 Wochen bis zur Lieferung. Qualität und Ausführung war toll, ich hatte aber nicht bedacht, dass die Fronten eben nicht 80x20 und 80x40 sein dürfen, da sie sonst aufeinander schleifen. Also schnell zum Ikea gefahren und die billigsten Fronten zwecks Vermessung erworben. Siehe da, jedes Maß abzüglich 3 mm, dann passt es. Dank der problemlosen Rückgabemöglichkeit wurde ich die "Meßfronten" auch wieder gut los ohne finanzielle Einschränkungen.
 

cliffideo

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Der Vorräteschrank, schon aufgebaut, noch mit einer "Messfront" ohne Griff, im Vordergrund noch die alte Kochinsel, die bis zum Schluß in Benutzung war.

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Man sieht, wie krumm und bauchig die Wand ist. Oben wurde der Schrank mit Dübeln und der mitgelieferten Befestigung an der Wand gesichert, damit er bei mehreren geöffneten Auszügen nicht nach vorne kippen kann.
Unten steht der 80 cm breite Schrank auf massiven 7x7 cm-Kanthölzern, da mir die IKEA -Plastiksockel zu instabil erschienen. Die Kanthölzer waren erst nur provisorisch angedacht, wurden dann aber bei allen Unter- und Hochschränken als preiswerte und stabile Auflage verwendet. Und nun der fertige Schrank mit den finalen Fronten und angebrachten Wangen:

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Die finale Aufteilung ist wie folgt: ganz unten ein 40er Auszug für hohe Dinge wie Flaschen und ähnliches, dann folgen zwei 30er Auszüge und zwei 20er Auszüge. Da weiter oben Auszüge keinen Sinn machen, für die restlichen oberen 60 cm des Schrankes zwei Drehtüren mit einem Bodenbrett. 30er-Fronten gibt es eigentlich nicht bei IKEA, ein Vorteil von Fremdherstellern.

Drei wichtige Tipps für den Schrank und Nicht-IKEA-Fronten:

Jede Seitenwand enthält Lochreihen für die Montage der Auszugsschienen oder Halter für Bodenbretter, von denen die wenigsten verwendet werden. Für die unschönen ungenutzten Löcher gibt es Verschlussstopfen aus Plastik, die beim Schweden im Hunderterpack zu einem EURO erhältlich sind.

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Man kann jetzt den Schrank aufbauen und dann alle nichtgenutzten Bohrungen mit den Stöpseln schließen, muss dies aber teilweise knieend vorm Schrank tun. Komfortabler wird es, wenn man vorher die Seitenwände in der Waagerechten auf einem Tisch liegend damit bestückt.
Falsch gesetzte Stöpsel sind kaum ohne Macken am Presspan zu entfernen, daher nutze ich dafür eine mittig in den Stöpsel eingeschraubte, dünne Holzschraube zum Herausziehen, der entfernte Stöpsel ist dann für die Tonne - bei 1 ct verkraftbar.
Verwendet man bei IKEA Fronten von Fremdherstellern, fehlen diesen ja noch die Löcher für die Montagehalterung an der Maximeraschublade, die sehr exakt gebohrt werden müssen.

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Hier gibts von IKEA eine wunderbare Bohrschablone aus Metall, die man an den Kanten der Front anlegt, dann die Bohrungen mit einem Stift markiert und bohrt. Aufpassen muss man bei dem jeweils unteren Auszug jedes Schrankes, da hier die Löcher um jeweils eines verschoben sind.
Diese sehr brauchbare Bohrschablone gibts nur im Set mit dem UTRUSTA Schubladenbeschlag/Tür 703.806.00, mit dem eine Tür als Front verbaut werden kann.

Als Griffe kamen in der ganzen Küche Metall-Relingsgriffe des Typs LANSA zur Anwendung, die es in verschiedenen Längen gab. Leichte Panik kam auf, als dieser Grifftyp vor Fertigstellung aus dem Programm genommen wurde. Glücklicherweise wurde ich noch in den umliegenden IKEA-Häusern in der Fundgrube fündig und habe bei halbem Preis noch ein paar Griffe in Reserve erworben, falls man mal was umbauen möchte in der Zukunft.

Überhaupt sollten soviel Auszüge wie möglich verbaut werden. Nur ab einer Höhe von 1,40 m kamen Dreh- oder Falttüren zur Anwendung.
Für die komplette Küche sollten es 28 Auszüge werden, was finanziell schon einen gehörigen Batzen darstellte. Hier im Forum sind ja schon Foristen ins naheliegende Ausland gefahren, um die dortigen niedrigeren Preise zu nutzen.
Meine günstige Einkaufsquelle war: Ebay Kleinanzeigen. Man glaubt gar nicht, wieviele Leute sich verplanen und zuviel Material einkaufen und hinterher keinen Kassenbon mehr haben zur Rückgabe. Hier konnte ich fast alle Maximera-Auszüge und viele Korpen/Korpusse während des Küchenaufbaus von Februar bis Juni 2019 zum halben Preis einkaufen, teilweise noch original verpackt.
Hier zeigte sich der Vorteil des modularen Systems der METOD-Küche, mehrfach wurde während der 5 Monate umgeplant und neue Erkenntnisse umgesetzt.

Fazit bislang: Ein Schrank aufgebaut, Erfahrungen und Erkenntnisse gewonnen und günstige Einkausquellen gefunden. Weiter gehts - mit der Sekundärzeile .
 

cliffideo

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Damit zwischen Sekundärzeile und der künftigen Kochinsel noch genug Platz zum Durchgehen bleibt, wird sie mindertief angelegt mit drei 37 cm tiefen Unterschränken mit 80 cm breiten Auszügen. Darauf eine Arbeitsplatte und darüber drei Oberschränke, 37 cm tief, 60 cm hoch und 80 cm breit. Pro Unterschrank zwei Maximeras mit 30 cm Höhe und eine Maximera mit 20 cm Höhe, pro Oberschrank jeweils ein Bodenbrett und zwei Drehtüren.

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Sowohl Unter- wie auch Oberschränke wurden über eine Wandschiene fixiert, da in dieser Wand keine definierten haltbaren Dübellöcher möglich waren. Der Hund passt auf, dass alles ordentlich vom Herrchen verschraubt wird..

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Es wurden immer erst die Korpen aufgebaut, verschraubt und erst dann die dazugehörigen Fronten geordert, so dass auch schon mal 4 Wochen mit offenen Regalen gelebt werden musste, bis dann die neue Frontenlieferung kam und die Lücken geschlossen werden konnten.
Auf den Bildern oben sieht man noch die bestehenden Steckdosen, die später in die Ecke vorne links verlegt wurden, damit das schöne Rückwandbild aus der Karibik nicht dadurch verunstaltet wird.
Ebenfalls installiert wurde hier eine LED-Arbeitsplatzbeleuchtung mit zwei Modulen 1,20 x 30 cm und 40 Watt LED-Leistung, die eine sehr helle und blendfreie Ausleuchtung bieten. Möchte man es dunkler, macht dies ein an der Wand neben dem normalen Lichtschalter befestigter Funkdimmer möglich, der beide Module der Sekundärzeile und das Modul der Hauptzeile getrennt und auch zusammen ansteuert.

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Zusätzlich sorgen LED-Lampen auf den Oberschränken für eine weitere berührungslose Beleuchtungsmöglichkeit, die über Alexa als Sprachbefehl geschaltet werden kann. Praktisch, wenn man vollbepackt mit Einkäufen in die dunkle Küche kommt und keine Hand frei hat zum Lichteinschalten. Die gesamte Lichtelektronik befindet sich oben auf den Oberschränken.

So, nun ist die eine Wandzeile bis auf Kleinigkeiten fast komplett. Die zu breiten Aluschienen der Arbeitsbeleuchtung wurden später noch durch 15mm schmale Alu-U-Leisten aus dem Baumarkt ersetzt. Dadurch wanderte auch der große LED-Transformator aus dem Lampengehäuse nach oben auf den Oberschrank, wo er auch temperaturtechnisch bessere Voraussetzungen hat als in dem engen Paneelgehäuse.

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Weiter gehts mit der Hauptzeile.
 
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cliffideo

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Die Hauptzeile:
Beginnend links mit einem 2 m hohen Hochschrank , 60 cm breit, auch ein Fundstück aus der IKEA - Fundgrube zu 20 EUR. Hier ist der autarke Samsung-Backofen NV70K3370RS/EG mit Pyrolyse erhöht eingebaut, darüber zwei Drehtüren mit mehreren Böden, ganz unten die Backblechablage und unter dem Backofen zwei 40 cm hohe Auszüge.

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Weiter rechts zwei 80 Unterschränke, der linke als Samy-Schrank mit zwei 20er Auszügen mit 80 cm Breite, darüber dann zwei 40er Auszüge mit 40 cm Breite nebeneinander als MUPL .
Der rechte Unterschrank als Spülenunterschrank, hier wurde die notwendige Zu- und Abwassertechnik so platzsparend eingebaut, dass der unterste Auszug in voller Tiefe und der darüber befindliche mindertief gestaltet werden konnte.
Eine 1,5-Becken-Edelstahlspüle von Pyramis ist als Auflagebecken in die Arbeitsplatte eingebaut, ergänzt von einer Armatur Linus-S von Blanco in der Farbe magnolia glänzend mit ausziehbarer Spülbrause.
Über der Arbeitplatte befinden sich zwei Oberschränke in 80 cm Breite und 60 cm hoch. Hier wurden aus Kopfschutzgründen keine Drehtüren verbaut, sondern pro Schrank zwei 80x30 cm Milchglastüren mit Alurahmen aus dem IKEA-Programm mit einem Kesseböhmer Faltliftbeschlag kombiniert. Statt Bodenplatten wurden zwecks luftigerem Design Glasböden aus der "Billy"-Regallinie verwendet und in die obersten Platten jeweils eine runde RGB-LED-Leuchte integriert, die über eine Fernbedienung für Deko- oder Nutzlicht in den beiden Schränken sorgt.

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Rechts geht es weiter mit einem erhöht eingebauten vollintegrierten Geschirrspüler AEG FSE63620P mit Varioscharnier . Dieser steht auf einem 40 cm hohen Korpus. Jeweils eine Wange rechts und links halten das Gerät und verbinden darüber einen weiteren 40 cm Korpus, in dem eine Einbau-Mikrowelle von NEFF Platz findet.

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Dieser Aufbau erforderte einiges an Gehirnschmalz und Vorabtests, bevor die finalen Fronten bestellt werden konnten. Der Testaufbau entstand aus weissen MDF-Platten für die Wangen, die es kostengünstig im Baumarkt gab. Eine provisorische Front wurde am Geschirrspüler befestigt und das Zusammenspiel mit der Front des Auszugs darunter und der Mikrowelle oben so lange gemessen und gesägt, bis die finalen Maße feststanden und die endgültigen Fronten und Wangen bestellt werden konnten.

Auch der sinnvolle Arbeitsablauf konnte schon getestet werden - das Spülgeschirr wartet auf der Insel, Reste können in Spüle und MUPL entsorgt und das Geschirr mit einer Drehung nach rechts in den Spüler gestellt werden.
Nach der Reinigung kann bei offener Klappe das Geschirr in die Auszüge unter der Spüle gestellt werden, das Besteck und die Töpfe kommen in Auszüge der Insel und sind auch in einem Schritt, bzw. einer Drehung erreichbar. Einziger Nachteil - Solange die Spülmaschine offensteht, ist dort kein Durchgang möglich.

Anschliessend an den Spülmaschinenschrank steht der große Side-by-Side Kühl- und Gefrierschrank und ein weiterer 2 m großer Hochschrank mit 60er Breite, der den Kaffeevollautomat von Gaggenau und den Dampfgarer von NEFF aufnimmt, darüber dann wieder Drehtüren und darunter zwei 30er Auszüge.

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Abschliessend noch das Projekt "Kochinsel".
Die "alte" Kochinsel war bis zuletzt funktionsfähig im Einsatz und wurde erst abgebaut, als die beiden Zeilen fertig waren. Man sieht auch noch den Probeaufbau der Wangen für den Geschirrspüler sowie dessen provisorische Frontplatte im angesagten Betonlook.

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Die neue Insel war geplant mit zwei 80er Schränken mit 60 cm Tiefe, darauf dann eine Arbeitsplatte vom yippijaaajaaa-Baumarkt (hatte Arbeitsplatten mit der größeren IKEA -Breite vorrätig) mit 1, 60 m Länge, in die das 90 cm Kochfeld aufliegend und schrankübergreifend montiert wurde. Dazu mussten die beiden inneren Seitenwände ausgeklinkt werden, jeweils ein Einlegeboden trennt zur Sicherheit die oberste Schublade vom Kochfeld.
Jeder Schrank erhielt zwei Auszüge unten und in der Mitte mit 80x30 cm für Töpfe, Kochzubehör, Kellen und Messer sowie jeweils eine Schublade oben mit 80x20 cm, die wegen des Kochfelds höhenreduziert links für Besteck und rechts für die Gewürze zur Verfügung stehen. (Besteckschublade in Bambus von IKEA, die Gewürzschublade noch leer)

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Während des Aufbaus kam der Einwand von der Köchin des Hauses, dass bei dem geplanten Einsatz des heißgeliebten Thermomix auf der Kochinsel kaum noch Arbeitsfläche zur Verfügung steht.
Glücklicherweise war weder die Arbeitsplatte noch die hintere Abdeckwange bestellt oder gekauft, so dass die Insel mal eben um 40 cm auf insgesamt 2 m verlängert wurde.
Dazu wurde ein 60 cm breiter Unterschrank mit 40 cm Tiefe an ein Inselende angebaut und mit den gleichen Milchglastüren, die auch als Faltlifttüren in der Hauptzeile Verwendung finden, diesmal in der Drehversion ausgestattet.
Auch die RGB-LED-Leuchte wurde wie bei den beiden Oberschränken als Schrankinnenbeleuchtung montiert und durch diesselbe Fernsteuerung angesteuert, so dass alle drei Leuchten synchronisiert gesteuert werden können. Ebenso fanden hier die "Billyregal"-Glasplatten Verwendung und dieser Schrank dient nun für das Kaffeeservice samt einer Vielzahl an Kaffeebechern als neue Heimat.

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Hier sieht man die noch fehlende Rückwand der Insel mit dem Kabelgewirr der einzelnen Schubladenbeleuchtungen. Der Thermomix hat übrigens seine eigene Steckdose direkt in der Arbeitsplatte, die bei Nichtverwendung mittels eines Gummipropfens wasser- und tropfdicht verschlossen werden kann.

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Auch in der Hauptzeile wurde als Nischenabdeckung ein karibisches Motiv angebracht, wegen der Nähe zur Spüle und Wasserhahn zusätzlich durch eine Sicherheitsglasscheibe als Spritzschutz geschützt. Dadurch wurden die Stromanschlüsse auch in die Ecke verlegt und zur
Kochunterhaltung ganz links ein Küchenradio mit ausklappbaren DVD-Bildschirm angebracht.

Alle Auszüge von Insel und Hauptzeile sind mit einer automatisch einschaltenden Beleuchtung ausgestattet. Hier ist es sehr sinnvoll, dies schon bei der Schrankmontage vorzusehen. Bei fertig aufgebauten Schränken ist die fast unsichtbare Kabelverlegung auf die Rückseite der Rückwand und dortige Verkabelung viel aufwendiger.

Fast finale Fotos, auch für die Rollos der Terrassentür fanden sich noch karibische Motive.

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cliffideo

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Ursprünglich war es gar nicht geplant, dass noch ein Kaffeevollautomat sowie ein Kombidampfgarer in die Küche integriert werden sollten. Daher stellte sich nun die Frage nach einer Erweiterung der Stromversorgung.
Ursprünglich vorhanden: 3 Sicherungen, besser Leitungsschutzschalter mit 16A für Kochfeld und Backofen und ein weiterer mit 16A für alle Steckdosen, zwei dieser versorgten auch den Geschirrspüler und die Mikrowelle. Bislang hatte diese Konfiguration ausgereicht, auch ein gelegentlicher Einsatz eines Wasserkochers oder Toasters sorgte noch nicht für Stromausfall.

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So sah es im Sicherungskasten aus, noch viel Platz für Erweiterungen vorhanden.
Der Materialaufwand für die Erweiterung betrug im Baumarkt ca 50 EUR für 20 m fünfpoliges Stromkabel mit 1,5mm² vom Sicherungskasten bis in die Küche, eine neue Phasenverteilschiene mit 9 Anschlüssen sowie die drei neuen B16-Leitungsschutzschalter, dazu noch 2x2 m Kabelkanal zur fast unsichtbaren Kabelverlegung im Flur.
In der Küche stehen nun drei neue, einzeln abgesicherte Steckdosen zur Verfügung, Nr. 1 für Geschirrspüler zusammen mit der Mikrowelle, Nr. 2 für den Kaffeevollautomat und die dritte für den Kombi-Dampfgarer.

Sicherlich kann man das eine oder andere besser oder auch anders gestalten, ich bedanke mich an dieser Stelle für viele Denkanstöße und Anregungen hier im Forum, stehe auch gerne für Nachfragen und weiterführende Infos zur Verfügung und freue mich über Verbesserungsgedanken, Lobpreisungen und auch harsche Kritiken.
Bislang hab ich mich noch nicht getraut, den Kapitaleinsatz zusammenzurechnen, denke aber, damit noch im vierstelligen Bereich geblieben zu sein (selbstverfreilich ohne Anrechnung irgendwelcher Arbeitszeiten)
 

isabella

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Wow, was für ein Projekt!! :nageln: Danke für die ausführliche Beschreibung! :rose: Jetzt steht dem Küchenspaß mit Urlaubsfeeling nichts mehr im Wege :2daumenhoch::2daumenhoch: und das ist eine perfekt auf Euch angepasste Küche geworden, mit vielen Details, die es so von der Stange nicht gibt. Respekt für die tolle Leistung! Ich wünsche viele schöne Stunden mit und in Eurer neuen Küche!!
 

Nörgli

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So, Mittagspause genutzt und den langen, ausführlichen Bericht durchgelesen - vielen Dank dafür! :top: Chapeau für diese krasse Arbeit, die ihr da geleistet habt. Sieht schick aus! :-)
 

Beosu

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Kompliment! Das hast du toll gemacht! Das ist ein schöne Küche geworden! Die Farben gefallen mir und dass es so viel Stauraum gibt.
Doch ein paar Fragen kann ich mir nicht verkneifen. Wie kommt ihr mit der Position des Kochfeldes klar? Habt ihr nicht ständig Spritzer auf dem Boden?
Dunstabzugshaube wollt ihr keine?
VG
 

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