Brauche ich einen DGC?

eliastaube

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Meine Küchenplanung ist bis auf die Geräte fast abgeschlossen, und nun stellt sich mir die Frage ob ich zusätzlich zum Ofen noch einen Dampfgarer oder gar einen kompakt DGC anschaffen soll. ich Stelle mir folgende Szenarien praktisch vor:

* Gemüse garen ohne den Garpunkt zu verpassen weil chaos auf dem Herd herscht.
* mehr Platz auf dem Herd weil ein Teil des Gerichts in Dampfgarer liegt.
* Teig gehen lassen
* Schwaden beim backen
* Gerichte warmhalten ohne sie auszutrocknen
* Gerichte vom Vortag aufwärmen

Nun habe ich sowas noch nie besessen, sind das sinnvolle Szenarien oder mache ich mir da nur was vor und das Reinigen relativiert den nutzen?

Dann kommt die Frage ob Dampfgarer oder DGC. Hier wird ja immer der DGC empfohlen weil er vielseitiger sei. Ich finde aber nirgends konkrete Hinweise was genau man damit anfangen kann. in meiner Liste trifft das eigentlich nur auf Schwaden beim backen zu, und die Funktion kann ja auch ein normaler Ofen bieten. was übersehen ich, wo das praktisch ist?

DGC sind ja deutlich teurer als einfache Dampfgarer, daher spiele ich mit dem Gedanken einen normalen Ofen mit Pyrolyse und Dampffunktion zu ergänzen mit einem stinknormalen Dampfgarer.

Fleisch will ich eigentlich sowieso nur im Pyrolyse Gerät garen, weil ich keine Lust habe die Fettspritzer mühsam zu putzen.
 

KerstinB

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Der DGC ist z. B. dann sinnvoll, wenn man groß aufkocht und einen Braten/Schmorgericht im Backofen hat und dazu z. B. auch ein Kartoffelgratin machen möchte. Ist das Zweitgerät dann "nur" ein Dampfgarer wird das nichts, ist das Zweitgerät ein DGC kann ich ihn eben auch wie einen reinen Backofen nutzen und 2 Backofengerichte parallel oder leicht zeitversetzt bereiten.
 

eliastaube

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ja, das sehe ich ein, aber dafür steht ein grosser Gasgrill auf der Terrasse. Grosse Fleischstücke werden sowieso eher gegrillt als gebacken bei uns.

Also ist das Hauptargument was für einen DGC statt Dampfgarer spricht das man dann 2 Öfen hat?
 

isabella

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Der Dampfgarer an sich hat wenige Nutzungsfälle, der DGC hat zusätzlich den Kombibetrieb, dass ganz neue Sachen ermöglicht. Und kann zusätzlich als 2.en BO dienen.
 

eliastaube

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genau das ist meine Frage: was sind denn diese neuen Sachen die der ermöglicht?
 

isabella

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Garen im Backofen mit Dampf, das macht ungefähr das, was ein Römertopf macht, die Sachen bleiben saftig und werden aber auch gebräunt, schmecken also besser als nur gedämpft. Ich bin keine Poweruserin, bin halt manchmal zu faul dafür, aber ich mache gefüllte Zucchini, Hackbraten, Geflügel, und die wenige Bratenstücke nur noch im DGC im Kombibetrieb. Flans werden sehr gut, die habe ich früher im BO im Wasserbad zubereitet, das war fummelig, und nur mit Dampf fehlt es an Geschmack. Der BO nutze ich eher für Pizza, Brot, Kuchen. Es gibt auch “Advanced“ Nutzer die auch Kuchen und Brot hauptsächlich im DGC zubereiten.
 

KerstinB

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Z. B. auch die Sachen, die du durch die Dampfstoß-Möglichkeit andenkst. .. Isabella war schneller und hat ja auch persönliche Erfahrung.

Man muss halt sein Kochverhalten analysieren.
 

isabella

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Dennoch: Wenn mein DGC kaputt geht, werde ich keinen Neuen kaufen. Ich nutze ihn, aber nicht genug, gerade in dieser Zeit habe ich mein Repertoire an leckeren Gerichte die wenig Arbeit machen, extrem erweitert, neue Funktionen der MW, den Slow-Cooker entdeckt... ich brauch den DGC nicht wirklich.
 

eliastaube

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danke für die Antworten. ja, ist halt schwierig abzuschätzen wenn man sowas noch nie benutzt hat. Brot backe ich momentan in einem Gusstopf, und grosse Fleischstücken grille ich. vllt ändert sich das mit nem DGC, vllt aber auch nicht ;-)
 

US68_KFB

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Ich bin sicher kein Poweruser, wir nutzen den hauptsächlich fürs Backen von Brot, Brötchen inklusive "Gehen lassen" vorab. Auch Braten, Leberkäs, Kassler immer mit Heissluft und 50-70% Dampf. Da wir auch eigenes Geflügel haben, welches sich in der Art der Zubereitung deutlich vom Supermarkthähnchen unterscheidet, wird hier immer erst 1-2 Stunden bei 100% Dampf gegart und dann erst Backen/Grill alles in einem Rutsch. Trotzdem ist es teilweise noch recht "bissfest". :-)
 

martin

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Ich schließe mich dem Vorschreiber an. Wir sind auch keine Poweruser. Trotzdem möchten wir den DGC nicht mehr missen. In der Gastronomie sind solche Geräte Gang und Gäbe und nennen sich Convektomat.
 

eliastaube

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Ich meine, wenn ich wuesste das ich das regelmaessig nutze koennte ich auch einfach sowas wie den Siemens HS636GDS2 als alleinigen Ofen kaufen, ich brauche naemlich wirklich keine 2. Aber dann hab ich halt wieder keine Pyrolyse . Und eigentlich war bei uns gesetzt das der naechste Ofen das haben muss weil wir viel zu faul sind eingebrannte Fettspritzer von den Waenden wegzuputzen, das ist super aetzend. Schwierige Entscheidung :think:
 

martin

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Pyrolyse ist was Feines. Deshalb wird so manches im DGC vorgegart und in der Spritzphase im BO fertig gebrutzelt.
 

kuechentante

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Ich nutze meinen DGC hauptsächlich für Gemüse oder wenn ein grosses Menü für viele Gäste ansteht, dann auch oft als Zweitofen.
Im Winter ist mir das Zubereiten von Fleischstücken auf dem Gasgrill draussen zu kalt.

Szenario! .. an Weihnachten 2019 .

1 Gans im Backofen .. manuell zubereitet wie immer.
1 Gans im DGC mit Automatik zubereitet.
Dann hatte einer Zahnschmerzen , der andere Kopfweh , der nächste Magen Darm .
Der andere wollte nur Suppe mit Nachschlag und Dessert.

Fazit : 1 Gans blieb fast zur Gänze übrig ..( weil es gab ja mehrer Gänge .)
Mein Göga und ich , haben dann 3 Tage Gans gegessen .. immer wieder im DGC regenriert.

Und immer wieder ein Gedicht.
In der Gaststätte wird der Vogel ja auch nicht erst gefangen, wenn Du ihn bestellst.

Votum ganz klar für DGC ... wenn das Kleingeld (und der Platz) da ist.
Ein reiner DG ist eigentlich zu teuer, ......für das war er kann.

Ich wollte heute auch kein Auto mehr ohne Klimaanlage fahren.
Was man hat, will man nicht mehr missen.

Szenario 2
Sonntags fröhnen wir vormittags unserem Hobby.
Ich koche dann öfter Samstags vor .
Sonntag packe ich dann einiges in den DGC und regenerier das dann ... machmal auch mit
Automatik ... "fertig um." oder "start um."

Aber klar ... ich käme auch ohne aus.
Ist halt auch ein bissel Luxus.
 

Singbegeistert

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Ich bin auch begeisterte DGC Nutzerin, bei mir läuft er fast täglich. Für die von dir angedachten Szenarien ist der DGC ideal, du musst aber bedenken: regenerieren (also Speisen erwärmen) dauert 15 min, manchmal nutzen wir aus Zeitgründen daher immer noch die Mikrowelle, besser schmeckt das aufgewärmte Essen aber aus dem DGC. Und der DGC braucht natürlich Pflege, dh ein Wassertank muss befüllt werden, danach muss trocken gewischt werden (oder du lässt ein Trocknungsprogramm laufen), ab und zu ist eine Entkalkung notwendig.

Nichtsdestotrotz würde ich einen DGC empfehlen, wenn Platz und Budget es zulassen, die Nutzungsmöglichkeiten sind so vielfältig: reines Dampfgaren (nutze ich persönlich sehr oft, für Gemüse Reis Kartoffeln, div Knödel, Suppen und Ragouts, Einkochen, Joghurt zubereiten, sterilisieren, Eier färben zu Ostern etc), Zweitbackofen wenn der erste belegt ist, Kombibetrieb (für Brot, Gebäck, div Braten, Lasagne, Gratins, div Kuchen, erwärmen).

Ich gehöre übrigens zu denen, die auch einen reinen Dampfgarer oft verwenden würden, aber ein DGC bietet noch mehr. Auch wenn du viel grillst fallen mir noch ein paar gute Anwendungen für den Kombibetrieb ein: Hackbraten Lasagne Kartoffelgratin Käsekuchen Brötchen Ofengemüse. Mein Mann grillt auch gerne, gerade da brauchen wir oft einen Zweitbackofen: einen für Wedges Bagutte Ofenkartoffeln oÄ, den zweiten mit abweichender Temp zum Warmhalten des Gegrillten
 

eliastaube

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Ok, ich denke der Nutzen ist mir jetzt klar und ich finde das durchaus attraktiv. Allerdings ist der Preis noch so eine Sache. In unser neuen Kueche ist ein 2. Ofen nicht so einfach unterzubringen, es sei denn wir nehmen 2 Kompaktgeraete. Die sind aber aus Gruenden deutlich teuer als vergleichbare 60cm Geraete. Ich hatte eigentlich eher so 1000 EUR fuer einen Ofen geplant, mit DGC duerfen es meinetwegen auch 2000 sein. Das wird aber kompakt eng mit dem Budget. Das einzige was da passen wuerde waere eine Kombination aus Bosch CBG675BS3 und CSG636BS3. Siemens CB674GBS3 und CS636GBS2 waeren in Summe 20% teurer ohne erkennbaren Mehrwert, und Miele /Gaggenau /VZug sind weit ausserhalb meiner Preisklasse.

Erscheint euch die Bosch Kombi sinnvoll, oder gibt es da gute Alternativen die ich uebersehen habe?
 

Nice-nofret

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zwei Kompaktöfen reichen im Prinzip locker - bei mir wird der grosse BO nur 'voll' genutzt wenn wir in der Adventszeit zu 4-6 unsere 20-30kg Plätzchen backen - dann sind in beiden öfen alle Schienen besetzt...

Ohne DGC würde ich nicht mehr wollen; das Ding ist bei mir quasi täglich im Einsatz - den BO nutze ich deutlich weniger, weil er auch so viel Vorheitzzeit benötigt. In den DGC schiebe ich auch ohne Vorheizen rein.
 

eliastaube

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Tatsaechlich klingen 2 Kompaktgeraete attraktiv. Die Frage ist nun noch ob mein Kochgeschirr da rein passt. Ich habe irgendwo gelesen das die BSH Kompaktgeraete 22.7cm innenhoehe haben, finde die Quelle leider nur nicht mehr. Die BSH Homepage haelt sich da irgendwie bedeckt, oder hat jemand einen Link wo man sowas findet? Wie hoch der unterste Auszug ist finde ich zumindest aber auch nirgends. Ich habe 2 Platzintensive Dinge:
  • Kenwood XL Teigschuessel in 22cm Hoehe. Es waere nett wenn ich die zum Gaeren einfach in den DGC stellen koennte. Das wird aber niemals in den Auszug passen. Kann man im Gaerprogramm eine Schuessel auf den Ofenboden stellen, oder gibts dann Probleme mit der Beheizung etc.?
  • Staub Braeter in 19cm Hoehe (17cm ohne Deckel). Wie hoch ist der unterste Auszug in so einem Kompaktofen? Einen neuen Braeter kann ich vllt noch anschaffen zur not, aber ich befuerchte dieser passt dort nicht hinein.
Ist die Frage ob zumindest die Teigschuessel passt, ich faende es nervig immer mit 2 Schuesseln arbeiten zu muessen wenn ich Backe, und ich habe mehrere Sauerteigbrote mit mehrstufiger Teigfuehrung wo ich sonst wild in jonglieren kaeme.
 
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