Bis wohin Laminat verlegen?

Christin85

Mitglied
Beiträge
4
Hallo in die Runde,
Wir bekommen demnächst eine Nobilia -Küche in den Standardmaßen geliefert und aufgebaut. Jetzt stellt sich uns die Frage, wie tief (auf den cm) die Aussparung des Laminats sein muss. Da dieses vorher verlegt wird und die Küche ausgespart wird.
Die Korpustiefe beträgt 56cm. Aber in welcher Tiefe wird die Sockelleiste angebracht?
Weiß jemand wo genau die Füße einer Nobilia-Küche enden? Sodass wir uns vielleicht daran lang arbeiten könnten?
So richtig weiß ich noch nicht genau, wo ich hier ansetzen kann.

Liebe Grüße
Christin
 

Nice-nofret

Moderatorin
Moderator
Beiträge
21.453
Wohnort
Schweiz
ich würde die Küche nicht aussparen mit dem Laminat - das ist möglichst zu vermeiden; denn nur schon den GSP jeweils über die Laminatkante zu lüpfen, wenn man ihn vorziehen muss, ist mühselig.
 

Christin85

Mitglied
Themenersteller:in
Beiträge
4
Danke für deine schnelle Antwort, Vanessa.
Hier richten wir uns nach der Empfehlung des Küchenstudios und des Holz/Laminatfachhändlers. Deswegen wird der Schritt so bestehen bleiben.
 

mozart

Spezialist
Beiträge
4.291
Wohnort
Wiesbaden
Hi,
das klingt schon etwas seltsam. Eigentlich hätten beide Anbieter allen Grund, die Verlegung des Bodens bis zur Wand zu empfehlen.
Der Versuch, den Boden gerade noch unter den Sockel , aber nicht unter die vorderen Füße zu legen, klappt noch am ehesten, wenn nach Montage der Küche verlegt wird.
 

marcohh

Mitglied
Beiträge
171
Das erscheint mir auch eine reichlich merkwürdige Empfehlung. Man spart doch auch nicht das Sofa aus. Tippe auch auf Nice-nofrets Grund.
 

Christin85

Mitglied
Themenersteller:in
Beiträge
4
Also um "billig" geht es hier nicht.
Es wurde uns ungefähr so erklärt, da das Laminat schwimmend verlegt wird:
"Eine Küche sollte wenn möglich nicht direkt auf Laminat stehen, da sich Laminat auf Grund von Schwankungen der Temperatur oder Luftfeuchtigkeit ausdehnen kann. Kann es sich nicht ausreichend bewegen, können schnell Schäden entstehen."

Und den Empfehlungen werden wir als absolute Leihen nachgehen.

Ich danke euch trotzdem für eure Hinweise, nur leider hilft mir das jetzt nicht so direkt weiter.

Ich hatte gehofft, jemand hat zufällig auch so eine Küche und die Maße.
 

Helmut Jäger

Spezialist
Beiträge
366
Wohnort
63517 Rodenbach
Ich danke euch trotzdem für eure Hinweise, nur leider hilft mir das jetzt nicht so direkt weiter.

Warum fragst du dann in einem Fach-Forum nach wenn du den Spezialisten keinen Glauben schenkst?
 

Snow

Spezialist
Beiträge
5.512
Wohnort
78073 Bad Dürrheim
Hier richten wir uns nach der Empfehlung des Küchenstudios und des Holz/Laminatfachhändlers.
Die allerdings nicht ganz Unrecht haben, allerdings bei herkömmlichem Laminat . Hersteller von Böden nehmen sich da ziemlich einfach aus der Verantwortung und sind bei Beanstandungen dann schön raus.

Für Küchen ist ein Feuchtraum geeigneter Laminat zu empfehlen, da dieser entsprechende Eigenschaften hat.
Die Trägerplatte besteht meist aus HDF mit größerer Härte und höherer Dichte. Spezielle Imprägnierung auch im Kantenbereich und der Rückseite sorgen für deutlich höheren Widerstand und sind zudem was das Quell und Schwindverhalten anbelangt nicht so empfindlich.

Ansonsten, wenn ihr unsicher seid, legt den Boden erst, wenn die Küche montiert ist, achtet aber darauf, dass die Spülmaschine bei der Montage nacher auf Höhe des Boden steht und etwa 5mm Abstand zu den Füßen hat, dass wird dann durch die Sockelblende überdeckt.

Noch eine Anmerkung. Eine Garantie wird dir niemand geben können und wollen, bei keinem schwimmend verlegtem Boden!
 

Christin85

Mitglied
Themenersteller:in
Beiträge
4
Die allerdings nicht ganz Unrecht haben, allerdings bei herkömmlichem Laminat . Hersteller von Böden nehmen sich da ziemlich einfach aus der Verantwortung und sind bei Beanstandungen dann schön raus.

Für Küchen ist ein Feuchtraum geeigneter Laminat zu empfehlen, da dieser entsprechende Eigenschaften hat.
Die Trägerplatte besteht meist aus HDF mit größerer Härte und höherer Dichte. Spezielle Imprägnierung auch im Kantenbereich und der Rückseite sorgen für deutlich höheren Widerstand und sind zudem was das Quell und Schwindverhalten anbelangt nicht so empfindlich.

Ansonsten, wenn ihr unsicher seid, legt den Boden erst, wenn die Küche montiert ist, achtet aber darauf, dass die Spülmaschine bei der Montage nacher auf Höhe des Boden steht und etwa 5mm Abstand zu den Füßen hat, dass wird dann durch die Sockelblende überdeckt.

Noch eine Anmerkung. Eine Garantie wird dir niemand geben können und wollen, bei keinem schwimmend verlegtem Boden!
Danke

Das wird wohl so rum wahrscheinlich das beste sein.

Auf die Option mit dem "Feuchtraumgeeignet" haben wir geachtet die Eigenschaften hat es.

Danke Sigi für deine ausführliche Antwort und die Tipps!
 

bennySB

Mitglied
Beiträge
99
Grundsätzlich verstehe ich die Intention der Betriebe, aber in der Praxis für völlig überzogen.

Für das Thema "Feuchte" gibt es berechtigte Einwände, aber dafür habt ihr ja das richtige Laminat geholt.

Für das Thema "Holz arbeitet" ist es völlig überzogen. Denn die Küche wird nur auf das Laminat gestellt und nicht mit diesem verbunden. Somit kann das Laminat da drunter immer weiter arbeiten.

Zusätzlich hoffe ich für euch und euren Geldbeutel, dass ihr euch das Feuchtraumlaminat nicht für den ganzen Raum, sondern nur für den Bereich zwischen/vor der/den Küchenzeile(n) geholt habt. Denn im Wohn- und Essbereich ist es ja nicht notwendig außer man möchte es haben.


Ansonsten bleibt euch nur die Möglichkeit erst die Küche aufbauen und dann den Boden legen.
Achtet dann aber bitte darauf entweder verstellbare Füße zu haben oder einen kürzbaren Sockel.
Denn zur Sockelhöhe müsst ihr ja noch die Bodenstärke inkl. Dämmung hinzu rechnen.
 

Snow

Spezialist
Beiträge
5.512
Wohnort
78073 Bad Dürrheim
Somit kann das Laminat da drunter immer weiter arbeiten.
Laminat hab ich noch nie arbeiten sehen, höchstens quellen und schwinden.;-)


aber in der Praxis für völlig überzogen.
Ganz sicher ist das nicht überzogen, denn die Praxis sieht anderst aus. Tatsächlich kommt da ein Gewicht zusammen, das eben schon möglicherweise verhindert, dass der Boden quellen und schwinden kann. Unterschätzen sollte man das nicht. Jedenfalls würde ich den Kunden explizit darauf hinweisen und eben dieses auch aus der Gewährleistung nach Aufklärung ausschließen.
 

US68_KFB

Mitglied
Beiträge
1.112
Wohnort
Oberfranken
Laminat quillt und schwindet etwa 0,1% maximal. Also 4 mm bei einer Fläche von 4 m. Welche Rolle spielt da die Küche? Wo steht die denn und wieso lässt man dann nicht an der gegenüberliegenden Wand eine etwas breitere Fuge? Wir haben Vinyl-Fussboden in der Küche und der wurde auch überall schwimmend mit 5mm Fuge zur Wand verlegt. Küche drauf und gut ist es. Die Luftfeuchtigkeit in unserer Küche beträgt im Sommer bis zu 70% und im Winter zwischen 50 und 60%. Da hab ich wenig Angst vor Quellschäden durch Feuchtigkeit.

Die Sockelblendenvorderkante ist etwa 6,5 cm hinter der Korpusvorderkante bei Nobilia . Die Korpustiefe ist exakt 561 mm.
 

Snow

Spezialist
Beiträge
5.512
Wohnort
78073 Bad Dürrheim
Welche Rolle spielt da die Küche?
Das Gewicht spielt da schon eine gewisse Rolle. Ich hab schon Laminat in Wohnzimmer der sich gewölbt hat gesehen auch mit genügend Abstand zu Wänden.

Spanenderweise kommt es in Küchen häufiger vor, wenn eine Insel steht. Bei an der Wand stehenden Küchen seltener.

Zudem schrieb ich ja kann, muss aber nicht. Dennoch wäre ich als der, der den Boden bei Kunden legt vorsichtiger.
 

fleptin

Mitglied
Beiträge
32
Ich würde den Hersteller/Händler vorher schriftlich anfragen, ob man eine Küche auf den Laminatboden stellen kann.

Der Hersteller Egger hat mir eine Reklamation bei der Handelsmarke Skandor abgelehnt, weil die Längsfugen der Klickverbindung sich lösten. Das war ein 8mm starker Laminatboden der 16-EUR-Preisklasse, also nicht das billigste. Man hat sich darauf ausgeredet dass Kleiderschränke und Küchenmöbel drauf stehen, welche an der Wand befestigt sind, somit wäre die schwimmende Verlegung aufgehoben. Obwohl sämtliche Produkt-Bilder der Werbung für diesen Laminat ganze Küchenblöcke zeigten, wo das Laminat bis hinter den Küchensockel verschwindet.

Man hat sich auf eine schwerverständliche Symbol-Grafik der Anleitung berufen, wonach man keine Küchensockel-Füsse auf das Laminat stellen soll. Laut diesem Hersteller sollte man also schon den Küchenplan beim Bodenlegen kennen, und sich darauf verlassen dass die Küche genauer als zentimetergenau laut Plan aufgebaut wird und dort überall keinen Laminat hinlegen. Wenn mal Sifon oder Geschirrspüler mal undicht sind, lauft dann alles super in die Trittschalldämmung rein.

Meine Meinung: Laminat soll immer durchgängig unter Küchenmöbel vollflächig verlegt werden, nur soll man sich ein gutes Produkt suchen wo die Klickverbindungen stabil sind.
 

schwabenzorro

Mitglied
Beiträge
144
Wir haben Vinyl-Fussboden in der Küche und der wurde auch überall schwimmend mit 5mm Fuge zur Wand verlegt. Küche drauf und gut ist es. Die Luftfeuchtigkeit in unserer Küche beträgt im Sommer bis zu 70% und im Winter zwischen 50 und 60%. Da hab ich wenig Angst vor Quellschäden durch Feuchtigkeit.

Würdest du wieder einen Vinylboden in der Küche verlegen?

Wir haben nämlich im gesamten OG auch einen tollen Vinylboden verlegt, der später auch mal in die Küche soll. Meine Frau ist aber skeptisch, ob der tatsächlich auch robust genug ist. Ich dagegen bin der Meinung, dass das gehen müsste. Unser jetziger Fliesenboden ist schließlich sehr robust, was aber auch nicht verhindert hat, dass er ein paar Macken hat. Wenn was Unpassendes abstürzt wüsste ich nicht, welcher Boden da total immun gegen Beschädigungen ist.
 

US68_KFB

Mitglied
Beiträge
1.112
Wohnort
Oberfranken
Ist jetzt erst 1,5 Jahre drin. Wirkt auf mich wie neu. Nur im Bereich Esstisch gibt's ein paar Kratzer unter den Stuhlbeinen. Mit besseren Filzgleitern ist es jetzt besser.

Aber da wäre Fliese oder Echtholz sicher genauso empfindlich.
 

Pacmansh

Mitglied
Beiträge
8
Wir haben in unserer ETW auch vollständig Vinyl verlegt. Küche ist gar kein Problem, im Esszimmer haben wir auch ein paar kleine Kratzer die bei entsprechender Sonneneinstrahlung zu sehen sind und ansonsten im Eingangsbereich ein paar Kratzer von dem ganzen Rollsplit/Steinen die Kinder so anschleppen. Ist aber auch dort kaum der Rede Wert. Das Alter von dem Boden sind jetzt 5 Jahre.

Ich wüsste auch nicht, was da in der Küche abstürzen sollte, was dem Vinylboden irgendwas ausmachen könnte. Da kannst du auch Messer draufschmeißen, die piksen vielleicht mal etwas rein, wenn sie falsch aufkommen. Sichtbar ist es aber nicht. Eigentlich bekommst du da nur Macken rein wenn du mit etwas scharfkantigen mit Druck drüberfährst, also z.B. Stein unter Stuhlbein, draufsitzen und nach hinten rutschen.

Ich tendiere bei unserem Neubau derzeit dazu das Erdgeschoss komplett mit Vinyl zu machen um (im Falle von Parkett) keine unterschiedlichen Belege in der Küche und ggf. im Eingangsbereich zu haben. Habe hierfür aber noch genug Zeit, sodass ich mich gerade noch nicht entscheiden muss.
 

Snow

Spezialist
Beiträge
5.512
Wohnort
78073 Bad Dürrheim
Wenn was Unpassendes abstürzt wüsste ich nicht, welcher Boden da total immun gegen Beschädigungen ist.
In der Tat ist es so, dass Vinyl einiges ab kann. Die Oberfläche ist sehr robust und eigentlich recht unempfindlich. Allerdings würde ich in Küchen dann immer Vollvinyl nehmen.


Nur im Bereich Esstisch gibt's ein paar Kratzer unter den Stuhlbeinen.
Kleine punktuelle Belastungen sieht man aufgrund der weicheren Oberfläche bei Vinyl sehr viel schneller als z.B. auf Laminat.

Will man sicher gehen dass sich der Boden nicht wölbt, was gerade bei Vinyl bei entsprechender Sonneneinstrahlung passieren kann, sollte man sich für die Vollflächig Verklebung entscheiden, dann hat man definitiv Ruhe.
 
Unsere Partner Neff Hausgeräte Ballerina Küchen Blum Bewegungstechnologie

Neff Spezial

Blum Zonenplaner

Oben