Beton Cire Arbeitsplatte

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AW: Beton Cire Arbeitsplatte

Hallo Goldmaster,

ich kenne Beton Cire zwar nicht, aber es wird m.S. nichts anderes sein, als andere Betonoberflächen auch. Beton, ob imprägniert und/oder gewachst ist m.M. nach nicht küchentauglich und sieht kurz-bis mittelfristig speckig und unschön aus.

Ich würde andere Materialien wie Quarz-Komposite vorziehen.
 
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Ob jemand mit einer Betonarbeitsplatte leben kann, hängt sicher von den Erwartungen ab. Bei manchen darf nirgendwo ein Kratzer sein, bei anderen darf auch die Küchenarbeitsplatte "leben". Das ist eine Entscheidung, die letztlich jeder selbst treffen muss. Bei Beton Cire hat mich gestört, dass auf der Website steht, dass die Oberfläche nicht lebensmittelecht ist. Da muss man bei solchen Oberflächen vermutlich mit rechnen, ich arbeite allerdings direkt auf der Platte (Teig kneten, ausrollen etc.), insofern nahm ich davon Abstand.
 
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Ich hab mir selber was gegossen aus faserarmierter Holzdielenausgleichsmasse. Einmal total glatt und geölt. Das Zweite Mal jetzt sehr uneben und rauh. Kommt drauf an, wie man es macht.
Imprägniert und dann einmal geölt. Ersteres oben putzt sich leichter, ist aber genauso kratzempfindlich wie Holz. Ich kann damit gut leben, ist eben Patina.
Letzteres hab ich erst seit ein paar Tagen. Da werden Kratzer und Flecken überhaupt nicht auffallen. ;-) Putzt sich aber auch noch halbwegs gut.

Was heißt schon Lebensmittelecht? Wenn ich eine Fläche sauber geputzt habe und diese nicht grade sandet oder ganz giftige Stoffe absondert, ist es doch wohl wurscht, ob die nun im Vorschriftswahn-Deutschland als Lebensmittelecht deklariert wird...
 
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Lebensmittelecht? Das Produkt ist aber geeignet als APL?
Bekomme ich auch mal ein Rotweinfleck weg?

Wie lässt es sich verarbeiten, und hält das Material hinterher gut oder platzt es ab oder auf wenn man etwas darauf fallen lässt?
 
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Soweit ich weiß, neigt es nicht zum Abplatzen. Aber mal ganz ehrlich, kaputt bekommt man alles. Wenn man allzu kritisch ist, sollte man doch besser nach besonders strapazierfähigen Materialien schauen.
Es gibt Kurse, wie man das Material zu verarbeiten hat. Wenn Du länger Freude dran haben möchtest, vielleicht sinnvoll.

Rotwein ist auch auf Granit eine dumme Sache, wenn dieser z. B. hell ist und der Rotwein nicht sofort abgewaschen wird. Ebenso sind Säuren und auch manche Fette problematisch.
 
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Habe grad wieder eine Küchenarbeitsplatte fertiggestellt.

Bei anderen Kunden die auch ein Küchenarbeitsplatte (Beton Cire) seit ca 2 Jahren nutzen haben wir ein sehr positives Feedback erhalten.

Das Interessante an Betonoberflächen ist wohl ihre Einzigartigkeit. Es sieht immer wieder anders aus, was die "Wolkenbilder" oder optischen "Inselflächen" angeht.

Das Produkt erreicht nach Trocknung zwar eine enorme Härte, dennoch ist es natürlich nicht angebracht, direkt auf der Platte mit einem Messer oder dergleichen zu arbeiten. Das sollte man ja aber auch nicht auf herkömmlichen Arbeitsplatten...was ja die Logik ergibt. Denn nicht nur eine Beschädigung der Oberfläche, kann der Fall sein, sondern auch die Abnutzung des Messers..zb

Bei Küchenarbeitsplatten wird eine spezielle Protectorversiegelung genutzt, die aus Komponente A und B besteht. Diese schafft eine Vollständige Wasserdichtigkeit und ist obendrein noch hitzebeständig. Dennoch rät man natürlich davon ab, eine Herdheiße Pfanne direkt auf die Fläche zu stellen, weil meist das Trägermaterial (zb MDF) Formveränderungen aufweisen kann.

Beton Cire Flächen sind nicht ebenmäßig vom Gesamtbild. Das Endprodukt zeichnet sich aus, durch gewisse Flecken in der seitwärts betrachteten Fläche. Soll heißen....manche Stellen glänzen mehr als andere und einige sind glatter als andere. Grade diese Eigenschaft ist aber das besondere an der "Unikumfläche"und durchaus gewollt. Wer eine Sichtbetonfläche in einem Gebäude betrachtet, wird genau diese Unregelmäßigkeiten auch dort wieder finden.

Rotweinflecken sollten generell kein Problem sein...das ist bei Naturstein wohl problematischer. Die Stossfestigkeit habe ich zwar noch nicht getestet, aber Das Material ist wirklich äußerst hart nach Trocknung. Einen Pflasterstein auf Außenkanten, würde ich allerdings dennoch nicht probieren.....kaputt bekommt man alles.

Ein versierter Heimwerker sollte wohl mit der Verarbeitung klarkommen. Aber leider ist es wie mit allen Dingen....Übung macht den Meister. Da das Material einen nicht unerheblichen Preis hat, rate ich generell davon ab. Bis zur fertigen Fläche zähle ich 9 Arbeitsgänge, die strikt und streng einzuhalten sind.
 
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menorca

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Hallo Joey,
danke, dass du deine Erfahrung mit uns teilst!

Wie groß kannst du die Platten denn maximal machen?

Und wie dick ist die Betonschicht über dem Trägermaterial?
 
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Die Größe der Platten ist vollkommen variabel. In diesem Falle wurden sie vom Tischler aus MDF gefertigt und ich habe sie vor Ort (nicht eingebaut) bearbeitet.

Es handelte sich um eine L-Zeile von ca 6,00m x 0,60m und eine davorstehende Kochinsel 1,60m x 2,70m. Die Stirnseiten waren hierbei 6-7cm, was natürlich die Betonoptik noch monumentaler macht, statt der üblichen 3-4 cm.

Die Materialstärke beträgt 3-4 mm.
 
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Die letzten Kunden hatten eine durchaus umfangreiche Recherche betrieben in Sachen Betonoptik. Es gibt ja mittlerweile eine nicht unerhebliche Menge an Herstellern solcher Produkte.

Sie hatten wohl auch ein Angebot für echte Vollbetonplatten...allerdings wurden das schnell zu den Akten gelegt. Der Preis betrug wohl ein vielfaches und außerdem hätte es zu Statikproblemen im Bereich der Kochinsel auf dem schwimmenden Estrich geführt.
 
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