Arbeitsplatte - Wolga Blue - zum zweiten Mal am Ausschnitt gerissen

curry

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Hallo,

ich habe hier mal eine Frage an die Steinmetzspezies. Ich habe für meine Küche eine Arbeitsplatte vom Steinmetz anfertigen lassen wollen. Gewähltes Material wie oben im Titel stehend war der Wolga Blue. Die Platte hat eine Tiefe von 63cm, bei der Kochstelle ist ein 80er Induktionsfeld vorgesehen. Hinten und vorn sind 7cm Fleisch, die an der Arbeitsplatte bestehen bleiben. Nun rief mich der Steinmetz zum zweiten mal an, dass er die zweite Platte nun auch schon wieder versemmelt hat und die Platte daher teilen will, um das Gewicht zu reduzieren. Gesamtlänge der Platte wären 2,39m.
Nun meine Fragen. Ist der Wolge Blue wirklich so anfällig oder stellt man sich dort nur extrem "dämlich" (Entschuldigung für den Ausdruck) an? Und zweite Frage. Besteht die Möglichkeit, wenn die Platte in zwei Teilen geliefert wird, die vor Ort wieder zusammen zu harzen? Denn eine Silikonfuge zwischen Kochfeld und dem Teil Arbeitsplatte an dem immer rumgematscht wird halte ich persönlich für inakzeptabel.

VG
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In dem Stein steckt keiner drin, wann er, unter welcher Belastung, wo bricht, weiß nur der Stein selber...

das ist wie beim Käse, wo die Löcher sind, weiß keiner vorher...;D

ersteinmal hat Dein Steinmetz alles richtig gemacht. Er hat genug Fleisch gelassen. Ich gehe auch davon aus, dass er Metallverstärkungen eingesetzt hat ?!!

Dein Steinmetz könnte mit einer Steglösung arbeiten. Er teilt die Platte zweimal, einmal an der linken Kante des Kochfeldausschnitts und einmal an der rechten Kante des Kochfeldausschnitts. Dann werden die Stege dazwischen gesetzt. Nachdem das Kochfeld integriert wurde, sieht man dann nur noch vor und hinter dem Kochfeld kleine Teile der Nähte.....

eine durchaus häufig vorkommende Lösung, wenn man einen Plattenstoß auf der Fläche vermeiden will...

mfg

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Hi,

wir handhaben es so, dass die Platte links oder rechts geteilt wird. Der Steg bleibt zum Vertragen drin, und wird bauseits rausgeflext. Somit hast Du nur eine Fuge. ( sichtbar vorne und hinten, die von Dir angegebenen 7 cm )
 

curry

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Hi Racer, hi Cooki,

werden die herausgetrennten Verbindungsstege mittels Silikonfuge mit dem Rest der Platte verbunden oder eingeharzt? Und zweite Frage ... Wo sollen die aufliegen? Hinten gibts kurpusbedingt keine Auflagefläche und Vorn ist vom Korpus nur noch ein 2cm starker Streifen übrig.

VG Curry
 
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Granitplatten werden eigentlich mit Silikonfugen verbunden, das Einharzen kenne ich nicht.

Wo die Platten aufliegen, kann ich Dir leider nicht sagen, weil ich Deine Planung nicht kenne.
 
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239cm APL sollten eigentlich immer in einem Stück zu fertigen sein. Wenn die Stege schon während der Produktion brechen, kann irgendetwas nicht stimmen.
Evtl. sollte der Steinmetz es mal mit Stahl- oder Glasfaserarmierungen im Stegbereich versuchen, was eigentlich standard sein sollte.

Im Gegensatz zu anderen Meinungen hier halte ich von der Abtrennung der Stege wenig, da sehr oft die Auflage fehlt. Beim Indu-Kochfeld müssen die Traversen des Unterschrankes komplett entfernt werden. Dann schwebt der Steg. Hinten das Gleiche.

Da gehört einfach Stahl rein, was natürlich kostet.
 
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Selbstverständlich gehört da Stahl rein, da gehe ich jetzt erst einmal fest von aus, das die Stege eine Verstärkung erfahren...

sollte der Steinmetz das tatsächlich ohne Verstärkung versuchen, würde ich den Steinmetz wechseln, da er offensichtlich keine Ahnung hat...

Grundsätzlich hast Du Recht Michael, aber wieviel Rohplatten soll der Steinmetz denn noch verballern wenn es auch im zweiten Anlauf nicht funktioniert ??? Irgendwann wird er nach einer anderen Lösung suchen oder den Auftrag ablehnen...

Verbindungen werde im Allgemeinen mit Natursteinsilikon hergestellt, was auch vollkommen ausreicht, wenn man nach Herstellung ausreichend Zeit für das Trocknen läßt, hält das Bombensicher.... sollte keine Auflage dasein, so kann man dies wiederum mit Stahlfedern und entsprechenden Nuten erreichen...

mfg

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Ist ja alles richtig.
Ich habe aber noch nie davon gehört, dass eine APL bereits bei der Produktion bricht.
Beim Vertragen kann alles passieren, selbst wenn Stahl drin ist und man Fehler macht.
Aber bei der Produktion??? Da fehlt mit Sicherheit die Armierung.
 
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Hallo Michael,

es brechen soviele Natursteinplatten während der Produktion, da machst Du Dir kein Bild von....

mfg

Racer
 
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Das brauche ich auch nicht. Mein Steinmetz bestellt immer Material für die Kommission und nicht doppelt, falls was bricht. ;-)

Insofern meine Bedenken zu den fehlenden Armierungen.
 
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ich frag mal, unbedarft wie ich nu mal bin, ob der Liefertermin überschritten ist ?

S-Punkt
 
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Bei Granitplatten sind die 239 cm kein Problem. Das die Stege brechen kann am Material ( Gesteinsart ) liegen. Da Granit nicht gleich Granit ist, da gibts schon Unterschiede. Sollte keine Armierung vorhanden sein ist das grob fahrlässig und auch im Nachhinein zum Scheitern verurteilt.
Die nächste Frage ist ob der Steinmetz hauptsächlich Grabsteine fertigt oder Granit-Arbeitsplatten ???
Ich verweise noch auf ein schönes Video bei MARQUART-Küchen, da stehen 3 Mitarbeiter auf einem freitragenden Steg. Fand ich beeindruckend, ich verkaufe im Studio seit 20 Jahren Granit.
 

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