Arbeitsplatte – Stoßfuge wasserdicht machen ohne feste Verleimung möglich?

Dieses Thema im Forum "Tipps und Tricks" wurde erstellt von Girasol, 12. Mai 2015.

  1. Girasol

    Girasol Mitglied

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    12. Mai 2015
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    Hallo,

    nachdem ich schon eine Weile still mitlese und viele nützliche Tipps gefunden hab, suche ich jetzt eine fachmännische Meinung zwecks Verbindung von Schnittkanten.

    Ich habe eine vorhandene Arbeitsplatte (beschichtete Spanplatte) umgebaut. Jetzt stoßen 2 Platten aneinander, wegen einer Wandnische ist die Anstoßfläche aber nur 24cm lang (es geht um die rot markierten Kanten im Bild).

    [​IMG]

    Die Kanten sind nah beim Kochfeld, also ist eine gute Abdichtung wichtig – da kann schnell mal was umkippen und die Fuge laufen. Die Schnittkanten sind leider nicht ganz perfekt paßgenau, die Fuge hat ca. 1 mm Toleranz (schwierig zu korrigeren, das würde ich gern über die Dichtmasse ausgleichen).

    Ich möchte das ganze ungern ganz fest verleimen – es ist nämlich frickelig, die Platten überhaupt in die Ecken zu kriegen (Altbau mit schiefen Wänden), und wenn die Platte irgendwann mal raus müßte wegen Reparaturen, würde sie wahrscheinlich an der Verleimung brechen.

    Darum kam ich auf die Idee, zuerst die Schnittflächen der Arbeitsplatten 2-3 mal gut mit D4-Weißleim einzustreichen (als Abdichtung gegen Wasser/Flüssigkeiten). Anschließend würde ich sie mit Helmipur SH100 oder Technocoll 9700 verkleben (ist wohl vergleichbar?), aber nur die oberen 5mm damit einstreichen und mit Plattenverbindern zusammenpressen. Ich erhoffe mir davon, daß nichts mehr reinlaufen kann und es elastisch zusammenhält, sich aber auch noch später lösen ließe, ohne die Platte zu zu zerstören.

    Meine Frage dazu:
    Würde das so funktionieren, oder hält der Helmipur/Technoll-Kleber vielleicht mehr so gut, wenn vorher schon Leim auf die Schnittkanten geschmiert wurde? Gibt es vielleicht noch andere, bessere Möglichkeiten vor dem genannten Hintergrund?

    Zusatzfrage:
    Könnte man mit Techncoll 9700 auch die Stöße zur Wand hin abdichten, ähnlich wie mit Silikon? Oder hätte das Nachteile? (Das Zeug gibt’s auch in Kartuschenform und ist dafür nicht mal teuer).
    Vielen Dank schon mal,
     
  2. tantchen

    tantchen Premium

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    Hmm, nur den oberen Bereich verleimen dürfte beim Auseinanderbauen die Platte genauso zerstören, wie eine Vollverleimung. Da wird ziemlich wahrscheinlich mindestens der Schichtstoff absplittern oder ganze Bröckchen vom Span. Du kannst ja nicht mit einer Klinge o.ä. da in den - nicht vorhandenen - Spalt und was schneiden. Wie es vielleicht noch bei etwas dicker aufgetragenem Silikon möglich wäre...

    Ich würde nur mit Leim einstreichen und dann nach dem Einbau von oben die mm-Fuge etwas "zuspachteln", mehr nicht. So, dass man es tatsächlich ggf. bischen rauskratzen kann.

    Mir hat mal ein Schreiner gesagt, zusammengeleimtes Holz hält oft besser, wie das andere Holz drumrum... *w00t*
     
  3. Girasol

    Girasol Mitglied

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    12. Mai 2015
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    Ja, genau deshalb wollte ich ja nicht verleimen. Vielleicht ist das wirklich eine Idee - erst die gesamte Schnittfläche mit Weißleim wasserdicht machen, und dann vielleicht nur hochwertiges Silikon in die Fuge schmieren - das kann man dann später rausschneiden bzw. klebt nicht so bombig.

    Ich war nur auf Helmipur gekommen, weil ich paarmal gelesen hatte, daß sich das wieder ablösen läßt.
     
  4. tantchen

    tantchen Premium

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    Helmipur war schonmal Thema in diesem Forum. Da ging es darum, ob man die Plattenstöße auch mit Silikon abdichten bzw. zusammenkleben könnte -> schlechte Idee. Versuche es mal mit der Forumssuche und dem hier: Arbeitsplattenverbindungen mit Helmipur | Küchen-Forum

    Michael schreibt hier auch, dass ene Trennung möglich sein soll:
    APL quillt an Eckverbindung zur Spüle auf | Seite 2

    Nunja, ist eben die Frage, was für Dich wahrscheinlicher ist. Die Möglichkeit, dass die Platte tatsächlich mal raus muss und bis dahin aber nicht durch mangelnde Versiegelung eh schon aufquillt. Oder die Möglichkeit, dass die Platte eher nie raus muss und man daher auch gleich ordentlich versiegeln und kleben kann...
     
  5. Girasol

    Girasol Mitglied

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    12. Mai 2015
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    Ja, die Threads hatte ich alle schon gelesen, danke. Ich kann hat nicht ganz einschätzen, wie sich das Zeug verhält, wenn man es nicht auf die rohe Schnittkante aufträgt, sondern auf eine, bei der vorher Weißleim aufgetragen wurde. Vielleicht werde ich es einfach mal mit einem Reststück testen, wie gut das hält....

    Kleines Update - hab grad mit der Hotline von Technicoll gesprochen:
    Meine Idee würde grundsätzlich funktionieren, der Mitarbeiter hält den man Weißleim aber für überflüssig (ein 5mm breiter Streifen Technicoll oben/aussen sei genug). Alternativ kann man auch die ganze Fläche mit Kleber bestreichen, aber kriegt man die Platte später kaum noch auseinander. Als Wandabschluß anstelle von Silikon kann man es ebenfalls verwenden, das sei langlebiger als Silikon und von der Konsistenz etwas härter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2015
  6. menorca

    menorca Moderatorin Moderator

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    München
    Meinst du wirklich, das lohnt sich? Ich kann mir keine Beschädigung vorstellen, bei der man die Platte abbaut, repariert und wieder einbaut.
    So teuer sind APL zB im Baumarkt dann auch wieder nicht, besonders da du deine vorhandene Platte jetzt ja schon einmal zurecht gesägt hast, und das offenbar nicht perfekt passgenau (vermutlich mangels Profigerätepark, wie es den allermeisten hier gehen würde).

    Trotzdem ist eine dichte Verbindung natürlich richtig und wichtig, daher ist die Frage sehr berechtigt. Nur eben die Begründung in meinen Augen nicht.
     
  7. Girasol

    Girasol Mitglied

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    12. Mai 2015
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    4
    Daß Du Dir das nicht vorstellen kannst, liegt wahrscheinlich daran, daß Du unsere Küche nicht kennst ;-)

    Wenn eins der untergeschobenen Geräte gewechselt werden müsste, geht das nicht, ohne die Platte abzunehmen. Und geht nicht am Stück raus - Wände / Ecken sind überall krumm und schief, die Platte würde überall anstoßen und höchstwahrscheinlich an dem sehr kurzen verleimten Stück brechen.
     
  8. menorca

    menorca Moderatorin Moderator

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    4. Dez. 2008
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    München
    Oh, das klingt schwierig. Ich dachte, es geht um die Platte ansich zum Reparieren.

    Aber tatsächlich: auch zum Geräte wechseln ist normalerweise kein Plattenausbau nötig. Das muss ja sehr speziell bei euch sein. ;-)
     
  9. Snow

    Snow Spezialist

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    Zunächst einmal die Frage, ob es einen Grund gab, die Stoßkante der Platten nicht am Wandvorsprung entlang laufen zu lassen. (Unterschrank?)


    Aber zu deinen Fragen:
    Mir scheinen 1 mm etwas viel auf 24cm. Da hätte man doch etwas genauer arbeiten sollen, scheint aber nicht mehr änderbar zu sein.


    Mit Leim einzustreichen braucht es m. E. nicht. Verbindungen von Leim und Silikon oder Helmipur/Technocoll sind nicht ideal. Bei der Ungenauigkeit würde ich das Technocoll 9700 bevorzugen und die Stöße nicht wie im Produktvideo mit Applikationshilfe auftragen, sondern mit Kartuschenpistole und überschüssiges Material sofort abnehmen.
    Tipp für den Heimwerker:
    die Flächen der Platte an den Stosskanten abkleben.

    Und ja, Technocoll 9700 kannst du auch für den Wandabschluß nehmen.
     
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