Arbeitsplatte komische Flecken

Leipz1ger

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Guten Tag,
Wir sind über jede Hilfe dankbar.
Unsere Granitarbeitsplatte hat überall komische weiße Flecken.
Für mich sieht das wie Salzablagerungen aus. Der Hersteller sagt, Granit sei ein Naturprodukt und dann völlig normal. Auf dem Muster( fast 2m hoch) im Küchenstudio war nicht ein Fleck dieser Art.
Kann uns jemand sagen wobei es sich hier handelt?
 

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racer

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Guten Morgen, das ist doch jetzt so eine Art Humor-Telefon, oder ?

Wenn die Versiegelung der Platte grundsätzlich in Ordnung ist, also die Platte homogen glatt und glänzend ist, dann hat nach dem Schneiden der Rohtafeln, sowie dem Polieren der Platten beim "Hersteller" (wenn man den so nennen kann) nichts mehr auf die Platte eingewirkt, was diese Flecken verursacht hat.. somit sind die Flecken im Material natürlichen Ursprungs und sind selbstverständlich als solches zu akzeptieren.

Wir sehen hier nur die Fotos, ob genau die Stellen, die du meinst zudem auch noch matt sind, kann man auf dem Foto nicht wirklich erkennen, auch wenn ich der Meinung bin, dass das nicht so wirkt..

"Auf dem Muster( fast 2m hoch) im Küchenstudio war nicht ein Fleck dieser Art."

ja, das ist ganz normal, weil es sich um Naturstein handelt, die Platten in der kommenden Woche haben dann gelbe Adern und rosa Einstiche, weil der Berg das nun mal über Millionen von Jahren so "gebacken" hat. Allein die drei Fotos hier zeigen doch schon das große Farbspiel bei diesem Material, wohlmöglich sind die nächste 100 Meter im Berg auch komplett unifarbig.. ? alles ist drin.. Sei doch froh über diese Charaktereigenschaft Deiner Platten, das macht sie so einmalig ! Und genau das ist doch der Reiz beim Naturstein.. !


mfg
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Nice-nofret

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Wenn man bei Naturstein keine Ueberraschung möchte, dann muss man sich die Unmassplatten direkt beim Steinmetz aussuchen. Andernfalls bekommt man den Stein aus dem gleichen Steinbruch ... der garantiert nicht genau wie die Musterplatte ausschaut - weil das bei Naturstein einfach so ist.

Sonst sucht man sich einen Quarzstein ... da ist das Muster näher am Ergebnis dran.
 

racer

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zumal man davon ausgehen kann, dass die Platte beim Händler ja auch schon eine gewisse Zeit liegt, da war der Berg vielleicht auch noch ein paar hundert Meter größer als er das jetzt ist, bzw. die Rohtafeln der Ausstellungsanlage haben an einer ganz anderen Stelle im Berg gelegen wie der Block aus dem die jetzigen Platten kommen.. wer weiß was da so während der Evolution alles drüber her gelaufen ist.. ;-)

mfg
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Leipz1ger

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OK alles klar. Danke für die Antworten. Ich verstehe eure Intention. Es hätte ja sein können dass diese Flecken durch falsche Lagerung( stehen im Regen und Wasser lagert sich ein..)oder durch falsche Verarbeitung entstehen. Hätte ja sein können dass einer aufspringt und sagt: das sind "Salzblühungen" oder Sonst dergleichen.
 

Fernblau

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...selbst wenn ich jetzt in Verdacht komme, die orale Phase meiner frühen Kindheit nie verlassen zu haben: Wie schmeckt's denn, wenn man daran schleckt? :-[
 

racer

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nein, die Blöcke werden aus dem Berg gesprengt, in Tafeln geschnitten und dann bereits mit Ihrer finalen Oberfläche versehen, also gebürstet, geschliffen oder halt poliert und danach entsprechend imprägniert. An der Fläche macht der Importeur und der Konfektionär im allgemeinen nichts mehr, nur noch an den Kanten. Wenn die Oberfläche also dicht und glatt ist, handelt es sich um eindeutige Naturmerkmale.

Dass da vor 1000den von Jahren Wasser drauf verdunstet sein könnte, ist hingegen sehr wahrscheinlich.. wohlmöglich hat irgendein Ackerbauer da sogar bewusst Wasser drauf gegossen, aber als Reklamationsgrund ist das dann leider verjährt... :cool:

mfg
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Catinka

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Naja, die Maserung ist ja offensichtlich nicht gemeint, sondern diese Runden Flecken die tatsächlich so aussehen als sei dort Salzwasser getrocknet.. da hätte ich jetzt auch nicht gedacht dass die so auf der Platte vorhanden sind.. fühlen sich die Stellen denn glatt an, oder kann man die fühlen?
 

Leipz1ger

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Die Platte ist komplett platt.
Meine Vermutung, als Laie ist,, dass die Platten unbehandelt draußen standen. Diese Salzringe durch Witterung bekommen haben und erst später weiter verarbeitet wurden.
 

isabella

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Das hat man davon, wenn man in Chemieunterricht nicht aufgepasst hat - Salz, also schnöde NaCl, ist wasserlöslich. Jetzt mach mal Wasser auf einem Fleck und schau was passiert. Nichts? Dann kein Salz.
 

racer

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Salzwasser hätte die Imprägnierung aber nicht angegriffen, und auch nicht zerstört. Salzwasser , dass auf der Platte nach der Oberflächenherstellung gestanden hätte (selbst wenn es abgetrocknet wäre) hätte man einfach mit einem feuchten Lappen weggewischt..

Wenn die Imprägnierung vollkommen gewährleistet ist, dann ist das auch unerheblich.

Der Händler wäre besser damit gefahren, er hätte Dir entweder gesagt, wo Du dir die original Unmaßplatte direkt anschauen kannst, oder er hätte sich zumindest ein aktuelles Muster (ohne Gewähr, dass die Strukturen da auch die gleichen gewesen wären) besorgt, oder zumindest ein hochauflösendes Foto der Platte besorgt.

Der Importeur hat die Oberfläche so vom "Abbauer" akzeptiert und abgenommen und dem "Kind" dann einen Namen gegeben. Wie heißt der Stein denn ? und wo kommt er her.. ? Ich vermute aus Brasilien ?

Unabhängig davon, dass es auch in Brasilien kein Salzwasser regnet, selbst wenn die Platte vor der Imprägnierung im Regen gestanden haben sollte, irgendwo in einem Steinbruch in Brasilien, so hat der Importeur die doch für gut und tauglich befunden und die auf dem Markt angeboten, da sie technisch einwandfrei funktionieren wird und die Optik beim Naturstein eh differiert, ist das so auch vollkommen zu akzeptieren.

Der Mensch, der den Block aus dem Berg gesprengt hat, würde jetzt auch wohl sehr irritiert schauen, wenn man ihm sagen würde, was hier gerade reklamiert wird..

Unabhängig davon gehe ich davon aus, dass die Flecken deutlich älter sind.

Wir haben im übrigen den gleichen Effekt bei den warmgewalzten Edelstahlplatten. Die Walzen der Edelstahlproduzenten können Ausrisse im Material verursachen. Das ist aber trotzdem kein Reklamationsgrund, weil es zu den Eigenschaften des Materials gehört. Firmen wie Thyssen würden auch sehr komisch schauen, wenn so ein Edelstahlverarbeiter denen schreibt, dass sie ihren Walze mal wieder reinigen sollten..

mfg
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Nice-nofret

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Deine 'Vorstellungen' sind falsch. Die Platten werden stehend gesägt und stehend gelagert ...

Wenn in dem Stein Salzeinlagerungen wären, welche ausblühen könnten, wäre sie als APL gänzlich ungeeignet.
Das ist sicherlich kein Salz, das ist keine unsachgemässe Lagerung und da ist auch sonst nix falsch gelaufen. Der Stein ist einfach so.

Dass Dir das nicht gefällt, kann ich noch nachvollziehen, wenn im Muster davon nix zu sehen war. Ob das als Reklamationsgrund reicht, könnte man nur ansatzweise beurteilen, wenn man Fotos der Musterplatte sehen könnte, zusammen mit präzisen Angaben über die Herkunft, Steinart, beworbenen Eigenschaften etc.
 

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Vanessa,

das ist Naturstein und da sieht nun einmal naturbedingt jede Platte anders aus ! Das ist kein Reklamationsgrund, egal welches Muster der Kunde vorher gesehen hat.. Das Muster kann immer nur in etwa eine Richtung vorgeben, zumal Muster und Ausstellungsplatten immer deutlich älter sind, als die aktuelle Charge..

Gruß
Jörg
 

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Hallo,
ein Foto aus unserer Ausstellung,
Platte: Black Cosmic
Hier mit "extremen" Einschlüsse.
Jede Platte ist ein Unikat.
Das macht den Charm einer Granitplatte aus.


Lg
 

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isabella

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Wow, wie schön :kiss: ich glaube, ich würde immer wieder versuchen, die unterschiedliche Bestandteile zu identifizieren - “Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer…“
 
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