Arbeitsplatte Holzwerkstoffplatte mit Melaminharzbeschichtung

Hollia

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Hallo,
Ich bin neu hier im Forum. Wir planen unsere neue Küche. Wir haben uns eine Arbeitsplatte von Schüller ausgesucht. Es ist Holzwerkstoffplatte mit Melaminharzbeschichtung in Eiche-Optik. Kennt jemand die Qualität? Leider habe ich nichts gefunden. Wäre für jede Hilfe dankbar.:danke:
 

Fernblau

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Hallo & Welcome :-).
Mit der Platte bewegst Du Dich im absoluten und langjährigen Standard für Arbeitsplatten . "Holzwerkstoff" dürfte in dem Fall die klassische Spanplatte sein (vielleicht auch MDF, eine mitteldichte Faserplatte, das kannst Du beim Planer nochmals erfragen) mit der klassischen Melaminharzbeschichtung, die aus mit Kunstharz verpressten Papierschichten besteht. Die oberste Schicht trägt das Dekorfoto, in Deinem Fall das Bild einer Eiche-Struktur.
Nach meiner Schätzung werden bestimmt 80 Prozent aller Arbeitsplatten so aufgebaut: Sie sind billig und für ihre Aufgabe in der Küche hinreichend geeignet. Sie widerstehen Feuchtigkeit, solange sie nicht über Schadstellen ins Innere dringt, sind nicht besonders temperaturfest (keinen heißen Topf/Pfanne direkt draufstellen) und sind nur mäßig widerstandsfähig gegen Schleifen und Schneiden.
Dafür reißen sie keine Löcher ins Budget und ich wäre in meiner U50-Lebensphase nicht auf die Idee gekommen, etwas anderes zu verwenden. Dass ich das heute anders sehe ist immer eine Frage der Möglichkeiten und/oder der Priorisierung...
 

Hollia

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Hallo,
Vielen Dank für die schnellen Antworten. Ihr seid echt Klasse! Die Materialkunde habe ich schon gelesen, aber so eine Materialbeschreibung habe ich im Internet nicht gefunden. Deshalb habe ich hier im Forum gefragt, ob jemand diese AP vom Schüller kennt. Ich habe die Materialbeschreibung aus der Email kopiert. Genau stand da:
"Das Frontmaterial:
Eine MDF-Rahmenfront mit Innenprofil, Oberfläche Samtlack vierseitig
gerundet Türstärke 20mm
Die Arbeitsplatte ist von Schüller
Holzwerkstoffplatte mit Melaminharz beschichtung."

Die Schränke sind von einem anderen Lieferanten. Von ihm gefällt mir keine AP. ( Bzw. die einzige, die mir gefallen hat, wird nicht mehr geliefert.)

Dann habe ich dort eine Musterküche mit dieser AP gesehen. Die AP hat andere Oberfläche als die anderen Muster. Sie ist glatt und glänzt schön. Die anderen Muster fand ich eher "rau". Die Materialbeschreibung hat mich echt überrascht. Bin aber kein Fachmann.
 

menorca

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Dieses Material in glatt und glänzend hat den Nachteil, dass man es gar nicht vermeiden kann, leichte Microkratzer zu produzieren, und dass man diese besonders im Gegenlicht auch gut sieht. Je dunkler die APL, desto schlimmer sieht das aus. Das beeinträchtigt die Funktion überhaupt nicht, ist aber ein optisches (first-world-)"Problem".
Die Platten mit Mikroperlstruktur oder leichter Holzprägung haben dieses Problem nicht, da die Winzkratzer nur ganz oben auf den leichten Erhebungen entstehen und die Platten vielfache Lichtbrechungen haben.

Beispiel aus meiner alten Küche, Kirsche-NB, glatt, nach zwei Jahren:
Kratzer AP nach 2 Jahren.JPG


Dagegen ist meine helle, geprägte Eiche-NB APL in der neuen Küche nach 6 Jahren noch makellos.
 

Hollia

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Hallo Menorca,
Vielen Dank für deinen Beitrag. Die Kirsche-AP sieht ja echt zerkrazt. Meine alte AP ist zwar schon 30 Jahre alt und glatt, aber sie glänzt schön und man sieht keine Kratzer. Ist eher hell. So eine wollte ich auch haben. Aber sieht so aus, dass es so eine gute Qualität nicht mehr gibt. Eigentlich ist die alte Küche sehr guter Qualität. Leider nur sehr klein, niedrig, mit wenig Stauraum ...
Die ausgesuchte AP ist eher hell.
Dann müssen wir weiter suchen:hand-woman:
 

menorca

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Ja, leider, die heutigen Arbeitsplatten sind nicht mehr so robust wie die früheren. Ist da wie bei so vielen Dingen ...
 

Nörgli

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Aber sieht so aus, dass es so eine gute Qualität nicht mehr gibt.
Zum Teil ja... es wird billiger produziert, weil wir in einer Wegwerfgesellschaft leben. Teilweise liegt es aber auch daran, dass heute schadstoffärmer produziert wird, was Möbel dann u.U. empfindlicher macht als "gleiche" von früher, die dafür konstant Formaldehyd & Co. ausdünsten.

Je dunkler eine glatte Platte, desto schneller fallen die Kratzer im Licht übrigens auf, finde ich.
 
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