AP - Keramik oder Quarzstein

Mat350ze

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Hallo zusammen,

als eigentlich letzter großer Knackpunkt in unserer Küchenplanung sind wir uns noch bei der AP unsicher. Ursprünglich wollten wir Keramik da uns hier die Pflegeleichtigkeit einfach extrem gefällt. Deshalb Bei den ersten Gesprächen mit den Küchenstudios immer Keramik angefragt.

Es wird eine Küche mit L Zeile + Insel
Zeilenlänge ca. 4m + Insel 1,6m x 1m
Kochfeld Flächenbündig
Spüle Flächenbündig (oder Unterbau)

Nun beim letzten Gespräch wurde eine Küche von Schüller geplant mit AP Ceramic von Systemo. Diese ist laut Homepage nur 0,7cm dick und wird im Schürzen Bereich durch ein Gehrungsschnitt eben auf 1,5cm oder 3cm im Randbereich erweitert. (Systemo - Systemo Ceramic)


Im Küchenstudio habe ich mir gedacht: So ein sprödes Material, mit so einer geringen Stärke --> Kann das gut gehen? Danach habe ich mich im Netz umgeschaut und gesehen es gibt, gerade bei dünnen AP aus Keramik, vermehrt Berichte über Abplatzer, Brüche etc.

Unser schlimmster Alptraum wäre es, 5-000-6.000€ für eine AP auszugeben und dann früher oder später einen Riss / Bruch zu bekommen weil irgendwas auf die AP fällt. Ich will nicht bei jeder etwas höheren Belastung bedenken haben das mir die AP bricht :/. In den Studios wurde behauptet das alle AP aus Keramik in der Mitte dünner sind. Aus Kosten- und Gewichtsgründen.


1. Sind Quarzstein AP weniger Spröde als Keramik AP, bzw. halten mehr Punktuelle Belastung aus?
2. Sind Quarzstein AP in der Mitte ebenso dünner wie im Randbereich, bzw. besitzen auch einen Gehrungsschnitt?
3. Was wären Mindestdicken bei den jeweiligen AP Materialien um Sie "Stabil" zu gestalten.
4. Für welche AP habt ihr euch entschieden und warum?


Grüße
 

bibbi

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1. Sind Quarzstein AP weniger Spröde als Keramik AP, bzw. halten mehr Punktuelle Belastung aus?
Ja,weil der Kunstharzanteil höher ist
2. Sind Quarzstein AP in der Mitte ebenso dünner wie im Randbereich, bzw. besitzen auch einen Gehrungsschnitt?
Kommt darauf an.Es gibt .je nach Dekor Materialstärken von 20mm oder 12mm der Rohtafeln.
Aus diesen wird dann gefertigt.
zum Bespiel bei 3 oder 4cm dann mit Gehrungsvorderkante aus 12mm Material
3. Was wären Mindestdicken bei den jeweiligen AP Materialien um Sie "Stabil" zu gestalten.
Das kommt auf den Unterbau und die Art der Fertigung an.
4. Für welche AP habt ihr euch entschieden und warum?
Ich habe Quarzstein mit Gehrungsvorderkante 4cm poliert,weil matt schlechter zu pflegen ist und
fürmich das Funktions-Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
Diese ist laut Homepage nur 0,7cm dick und wird im Schürzen Bereich durch ein Gehrungsschnitt eben auf 1,5cm oder 3cm im Randbereich erweitert. (Systemo - Systemo Ceramic)
Das halte ich übrigens (ohne das Produkt zu kennen) für stabiler als 12mm massiv.
 

US68_KFB

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zu 4:
Schichtstoffarbeitsplatte, weil: kann fast alles besser als Stein/Quarz/Keramik
Vorteile:
- kein Bruch
- keine Abplatzer
- resistent gegen alle haushaltsüblichen Mittel/Chemikalien
- Längen bis ca. 5 m verfügbar
- kann selbst nachgeschnitten/gebohrt werden
- es zieht nichts ein
- muss nur feucht abgewischt werden
- keine Pflegemittel nötig
- bedeutend günstiger als alles andere
- alle Dekore möglich (Holz, Stein, Phantasie)
- ich (100 kg) kann problemlos draufsteigen
- Gläser und Porzellan leben länger
- deutlich geringere Geräuschkulisse in der Küche
- UV Licht kein Problem

Nachteile:
- hitzefest nur bis ca. 160 °
- Abeitsplattenfugen/Stöße und die Hinterkante sollten relativ trocken gehalten werden
- flächenbündige Einbauten nur bedingt möglich, finde ich aber eh recht sinnlos.
 

Mat350ze

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Vielen Dank für eure Antworten.

@bibbi

Zu 3. Welche Arten von Unterbau und Fertigung gibt es denn? Bzw. wenn ich im Küchenstudio eine Antwort auf diese Frage kriege, wie beurteile ich ob das jetzt gut oder schlecht ist?

Ist deine Quarzsteinplatte 12mm oder 20mm? Und warum findest du 7mm stabiler als 12mm massiv?:think: (Anbei ein Bild mit Unterbau Spüle wo man die Dicke der AP sieht).

Was komisch ist, in einem Flyer den ich gefunden habe geht auch die Keramik AP erst ab 12mm los. Nur Nischenrückwand und Wangen sind mit 6mm angegeben.

Grüße
 

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US68_KFB

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Es geht je darum, dass eine 7 mm Platte einen entsprechenden Unterbau bekommen muss, damit sie stabiler ist. Das ist dann wiederum stabiler als 12 mm massiv. Die Kante ist dann entsprechend der gewünschten Arbeitsplattenstärke auf Gehrung angeklebt. Sollte die Belastung zu groß werden, bricht dann erstmal die Kante und nicht die Platte.

Wir hatten doch gerade erst eine Diskussion dazu
Keramik Arbeitsplatte bricht -

Wenn du mich fragst, Keramik nur, wenn Geld keine Rolle spielt.

Die Unterbauspüle in der Keramikplatte würde ich auf keinen Fall empfehlen. Die Kanten halten bei normalem Umgang mit Pfannen und Töpfen keinen Monat durch.

Am Markt wird viel zu viel Unsinn angeboten und verkauft, nur weil es schön aussieht.
 

bibbi

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Unterbau musst du bei deinen KFB erfragen.
7mm ist nur stabiler mit Unterbau und Gehrungskante als 12m massiv,hängt aber vom Unterbau ab.

Meine Platte 4cm und aus 12mm mit Unterbau und Gehrungskante gefertigt.

Meine erste Keramikanlage habe ich vor ca 10-12 Jahren verkauft.
Das war noch 6mm im Verbund gefertigt.

Letztendlich muss man sich über die Materialeigenschaften klar sein und entsprechend damit umgehen.

Eine Seidenbluse packst du ja auch nicht in ein 60° Wäsche.
Dem Baumwollshirt macht das nix.
 

Fernblau

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Ich kann die Anschlag-Empfindlichkeit unserer Dekton -Plattte nicht bestätigen. Wir haben 20mm Dekton massiv und das Studio wollte uns damals -entgegen der Absprache im Vertragsgespräch- eine Verbundplatte "unterjubeln", weil die ja "noch besser wäre". Das konnte und wollte ich damals gar nicht bewerten, aber der Bruch der Vereinbarung hat mich kommunikativ kurz sehr deutlich werden lassen. In der Quintessenz hat sich unser Geschäftspartner an die Abmachung gehalten und die 20mm-Platte geordert. Eine Freundin hat sich für Verbundmaterial (7mm Keramik+Verstärkung durch eine Faserplatte) entschieden und ist ebenfalls glücklich damit. Diese Variante war in der Beschaffung deutlich günstiger als 20mm massiv. Auch aus diesem Grund wird der Keramik-Verbund von den Studios so präferiert angeboten.

Wir sind mit unserer Anlage (incl. dem Unterbau der Systemceram -Spüle) seit über einem Jahr hochzufrieden. Bei guter Ausführung der umlaufenden Fase gibt es noch keine Abplatzung an irgendeiner Stelle. Wir hoffen das bleibt so, denn wir lieben besonders die Sorglosigkeit beim Abstellen von Öligem, Farbigem und Heißem. Ich würde die Dekton-Oberfläche als "praktisch dicht" und extrem hitzebeständig bezeichnen.

Bei "Keramik nur, wenn Geld keine Rolle spielt", gehe ich nicht mit. Ich habe Freude an dem Material und die versagende Schichtstoff -Platte war mit ein Beschaffungsgrund für die neue Küche. Jeder hat seine Prioritäten. Bei uns sind es z.B. die "Vierrädrigen", in die eher pragmatisch investiert wird und die -zugunsten anderer Hobbies- sehr lange in der Familie bleiben dürfen. Dafür darf es dann gern Keramik in der Küche oder Titan bei den Tret-Bikes sein ;-).
 
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Roman H

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Wir haben uns für Systemo Quarz entschieden, in 12mm. Eine dünne Platte <15mm wünschten wir uns aufgrund der Ästhetik. Die Gehrungsverbindung bei Keramik die kaschiert dass das Material/Muster nicht durchgefärbt ist, gefällt uns nicht. Auch die Haptik und Akustik im Gebrauch nicht. Wir sind sehr zufrieden bislang. Spüle ist flächenbündig. Wir hantieren viel mit gusseisernen Töpfen und Pfannen, das erschien mit sicherer. Früher oder später wird da mal jemand ordentlich an die Kante stoßen. Da habe ich dann lieber eine Delle im Metall. Passt darüber hinaus auch wieder zum flächenbündigen Kochfeld. In meinem Planungssthread sind Bilder falls es interessiert.
 

Nanodoc

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(..) Die Gehrungsverbindung bei Keramik die kaschiert dass das Material/Muster nicht durchgefärbt ist, gefällt uns nicht. Auch die Haptik und Akustik im Gebrauch nicht. (..).

Dekton ist doch mittlerweile komplett durchgefärbt ? Beim "Muster" weiss ich es allerdings nicht.

Das durchgefärbte Material ist in mehr als 50 Designs erhältlich – auch im Schiefer-ähnlichen Farbton Sirius.

Quelle: https://www.cosentino.com/de/blog/dekton-ersetzt-naturstein-als-fassadenbekleidung/
 

HerrG.

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Also ich kann Fernblau nur zustimmen. Wir haben uns bewusst für eine Neolith-Arbeitsplatte in 20mm entschieden und ich kann die auch hier im Forum vielfach erwähnte Stossempfindlichkeit überhaupt nicht bestätigen.

Wir hatten uns nach langer Überlegung für ein Unterbauspülbecken entschieden und ich hatte am Anfang doch etwas "Angst". Letztendlich haben wir das Spülbecken eine Nummer größer genommen, so dass die Wahrscheinlichkeit von Abplatzern geringer ist. Was soll ich sagen? Kein Problem! Die gefasten Platten sind entsprechend widerstandsfähig-meine Erfahrung.

Letztendlich sind wir mehr als froh, uns dafür entschieden zu haben. 20mm trägt auch nicht zu dick auf.

Der Werkstoff als solcher spricht natürlich auch für sich. Einfach die heißen Töpfe oder Backbleche dort abstellen, auch mal kurz was darauf schneiden, alles kein Problem.

Wir bereuen es nicht und können es nur weiter empfehlen.
 

Melanie 75

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Ich habe eine 12mm Vollkeramik, die sich wunderbar samtig anfühlt. Auch die Stoßempfindlichkeit bei der Unterbauspüle kann ich (zum Glück) noch nicht bestätigen, obwohl mir gleich in der ersten Woche ein Häferl aus 1m Höhe auf die Kante gefallen ist. Die Farbe ist auch durchgehend. Als Nachteil empfinde ich das Klirren des Geschirrs und dass man nicht draufsteigen darf (Platte biegt sich). Ich weiß nicht wie es den anderen Keramikarbeitsplattenbesitzern geht, aber ich muss öfters putzen und gründlich nachtrocknen, um sie schön zu halten. Ich vermute das liegt auch an der matten Oberfläche.
 

KerstinB

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Ich habe ja die 3 cm Komplett-Keramik von Systemceram seit 10 Jahren und liebe die Oberfläche einfach. Wenn ich mich mit frisch eingecremten Armen/Händen auf der Arbeitsplatte auflehne, dann sieht man das gegen das Licht zwar sofort, aber mit einem Wisch ist das auch sofort wieder weg. Ich habe eine helle Keramik. Dunkle dürften da anfälliger sein, weil man einfach nicht nur gegen das Licht mehr sieht.
 

Melanie 75

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Ja, vielleicht ist es auch die dunkle Farbe. Wenn Wasserflecken „an der Luft“ trocknen, muss ich nachwischen und nachtrocknen, das kenne ich von meiner Schichtstoffplatte nicht.
@Kerstin, deine Platte wirkt glänzender als meine. Kann das sein? Ich dachte Keramik wäre grundsätzlich matt ..
 

Fernblau

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Keramik/Glaskeramik (Dekton ) kommt matt eben oder mit einer gewünschten matten Oberflächenstruktur aus der Presse. Man kann die Keramiken wie Naturstein auch auf Glanz oder Hochglanz schleifen. Dekton Xgloss als Beispiel.

Und ja, Dekton ist durchgefärbt. Andere Keramiken zum Teil ebenfalls. Eine Gehrungskante hätte ich auch nicht gewollt...
 

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Roman H

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@Fernblau dein Bild zeigt aber doch eine Gehrungsverbindung mit Fase, und auf der Fase ist kein Muster weil es nicht durchgängig im Material ist?! Auch zu sehen in diesem Beispiel (wo es beschädigt wurde).
Im Vergleich ein Bild unserer 12mm Quarzkompositplatte. Hier habe ich das Muster auch in der Fase. Weil eben durchgängig im Material, dem Naturstein nachempfunden.

EDIT: Nach wie vor ist mein Verständnis, hier noch ein Dekton Beispiel, das Dekor ist mit Pigmenten aufgedruckt bevor es, vereinfacht ausgedrückt, unter Druck gebacken wird. Auf den Seiten ist es demnach ohne Gehrungsverbindung nicht. Habe ich die Gehrungsverbindung, ist das Dekor nicht in der Fase, und wenn ich von oben Druck ausübe wird gestaucht und gestreckt. Das Beschädigungspotential ist aus meiner Sicht erhöht. Kann man mögen, oder nicht.
 

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Fernblau

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Hier irrst Du. Im Bild wird das ggf. nicht so gut deutlich, da die Fase durch die Bearbeitung etwas matt und trüber erscheint. Dekton ist durchgefärbt, allerdings wirken die flächigen, unregelmäßigen Maserungen (in unserem Beispiel Muster "Kreta") im seitlichen Schliffbild punkt- und strichförmiger. Das ist eigentlich klar, da sich die Durchmusterung aus sich ständig überlagernden, flächigen Musterschichten zusammensetzt. Die haben seitlich ein anderes Bild als von oben. Ich habe die Platte gemeinsam mit den Monteuren eingesetzt, glaube mir. Durch unsere Vorgeschichte war ich an dieser Stelle besonders sensibel. Dein Beispielbild (Link im Text) zeigt übrigens deutlich die Fügelinie in der Mitte der Fase... das findest Du bei mir nicht. Vielleicht wird es Dir duch das zweite Bild (von unten) nochmal deutlicher: Cosentino durch und durch ;-). Hier ist auch die Musterung der Fase besser zu sehen. Das Material gibt es im Standard von 8 bis zu 30mm Dicke.

12mm war mir persönlich ohne geschlossenen Unterbau übrigens zu kritisch. Ich kenne mich. Irgendwann stand ich doch drauf und als sich mein Großer mit seinen 90kg unbedarft, aber schwungvoll rückwärts natürlich genau auf die Platte über dem rel. breiten 80-er Unterschrank fallen ließ um die neue Küche sitzend zu bewundern, war mir jeder Milimeter Plattendicke Gold wert. Traverse hin oder her...
 

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Mat350ze

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Danke für eure ganzen Hinweise. Beim nächsten Termin im Küchenstudio werde ich vermutlich so ins rennen gehen:

Entweder Quarzstein ab 12mm Vollmaterial oder Keramik Vollmaterial ab 12mm (oder 20mm). Keramikverbundplatten versuche ich zu vermeiden wenn möglich. Zusätzlich werde ich mich nach dem Unterbau erkundigen. Hier wären Metalltraversen die beste Option so wie ich das herauslesen konnte.

Wie verhält sich das Thema bei Keramik preislich? Also der Unterschied von Vollmaterial zu Verbundplatten (z.B. 7mm)?

Und wo liegt Quarzstein preislich im Vergleich zu Keramik ca.?(Mit zahlen beziffert) . Im Netz findet man leider immer nur die Aussagen das es günstiger ist wie Keramik, aber um welchen Wert oder Prozentsatz ist selten beschrieben. Mir ist bewusst das dies von vielen Faktoren abhängt (Hersteller, Stärke, etc.), ein grober Richtwert wäre dennoch hilfreich.

Dekton / Neolith wird bei unserer benötigten Arbeitsplattenlänge von 6-7m einfach zu teuer für uns.
 
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Nice-nofret

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Quarzsteine gibt es in diversen Preisgruppen, je nach Farbe, Muster und Hersteller - deshalb kann man Deine Frage so nicht beantworten.
 

Fernblau

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Deine Fragen sind verständlich, aber wirklich schwer (@Nice-nofret hat das bereits geschrieben) konkret zu beantworten. Die preislichen Tendenzen kennst Du: Quarzstein<Keramik<Glaskeramik (Dekton). Da gibt's aber so viele Varianten, Muster und Ausführungsformen, dass sich die Preisbereiche auch überlappen können. Als wir im letzten Jahr z.B. die Küche einer Freundin geplant und verhandelt haben, gab es gerade eine Aktion eines großen Keramik-Anbieters, so dass diese Variante im Preisbereich von Quarzstein landete. Sie hatte zugegriffen und ist jetzt mit ihrer Keramikplatte (allerdings in Verbundbauweise) sehr zufrieden. Lass Dir die Varianten konkret anbieten und Du kannst die Angebote für Dich bewerten. Es sind alles tolle Materialien mit phantastischen Gebrauchseigenschaften...
 

Roman H

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@Fernblau deine Schilderung mit den sich überlagernden Musterschichten deckt sich allerdings nicht mit der Beschreibung des Produktionsprozess es in folgendem Video von Cosentino selbst. Hier zeigen sie 4 Basisfarben der Platten, diese werden gepresst und gehen danach in “in den Drucker”. Die Musterdekore sind hier nur obendrauf.
Vielleicht harmoniert Kreta einfach besonders gut mit der Basisplatte die sie hierfür verwenden so das man diese Komposition auch gut ohne Gehrungsverbindung verbauen kann? Kreta Seitenansicht - das scheint ja sehr ähnlich. Aber am wichtigsten ist ja das ihr top zufrieden seit und es gefällt.

Die Gehrungsverbindungen die ich mir in den Studios angesehen habe waren für mich meist nicht sichtbar. Das Beispiel von mir zeigte ja eine beschädigte Platte bei der es sich trennt. Je mehr das Design mit den Basisplatten harmoniert, desto weniger sichtbar denke ich.

Bezüglich der Stärke gebe ich Dir uneingeschränkt recht. Wir haben uns aus ästhetischen Gründen dafür entschieden. Ich sehe keine Veranlassung das sich bei uns jemand auf die Platte sitzt oder stellt und daher ist das für uns kein Qualitätsmerkmal, bzw. eines das in der Gewichtung der Ästhetik weicht. Hier wird und darf jeder seine eigenen Präferenzen setzen.

Viele Grüße, Roman
 
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