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Alte Qualitätshaube vs neue Billighaube

Tasnal

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Guten Abend zusammen,

ich habe keinerlei Ahnung von Dunstabzugshauben und könnte eine gebrauchte Gaggenau AH100160/5 zum Preis von 50€ erhalten. Laut Gaggenau-Support könnte die Haube vor 15-24 Jahren hergestellt worden sein. Also ein richtig altes Teil. Das Design finde ich allerdings nach wie vor gut.

Jetzt die große Frage, die ich mir stelle: Für 50€ die Gaggenau Haube erwerben und nochmal das gleiche in einen neuen Aktivkohlefilter investieren oder eher eine aktuelle Haube von einem der Billighersteller zum ähnlichen Preis (ca.100€) kaufen ?

Hat sich da in Sachen Technik in den letzten 20 Jahren so viel getan, dass selbst die aktuellen Modelle der günstigsten Hersteller damalige Hochpreismodelle toppen ?

Beste Grüße,

Tasnal
 

Michael

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Wenn sie dir gefällt - warum nicht?
Man könnte mal einen Blick hinter die Filter werfen und nachsehen wie verfettet sie ist. Wenn einem da keine braune Masse entgegen kommt hätte ich keine Bedenken sie weiter einzusetzen. Und es ist gut für die Umwelt - wir schmeißen sowieso viel zu viele Dinge weg, die eigentlich noch funktionieren. :so-what:
 

mozart

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Sehe ich genauso.
1 Flasche Rotwein, 1 Flasche Fettlöser, viele alte Lappen, 1 Abend, und die Haube sieht wieder gut aus.
Die Flaschen nicht verwechseln....
 

martin

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Die Billighaube ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur eine laute Kochstellenbeleuchtung.
 

Tasnal

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Schon mal herzlichen Dank für die Antworten.

Die Billighaube ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur eine laute Kochstellenbeleuchtung.
Was macht denn die alte Premiumhaube besser als ein aktuelles Billigprodukt bzw. ganz generell: ich stelle mir vor, dass Dampf mit Fettpartikeln nach oben steigt, dort mehr oder weniger erstmal an der Haube nicht gleich vorbeikommt und bevor er sich drum herum mogeln kann abgesaugt wird. Gibt´s da - bis auf die Saugleistung - tatsächlich physikalisch und technisch bedingt so große Unterschiede in den Möglichkeiten ?
 

Tux

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Ohne mich wirklich mit DAHs auszukennen fallen mir da ein: Material und Aufbau des Fettfilters, Größe des Kohlefilters, Materialstärke und Qualität des Blechs, wirbelarme Luftführung, Qualität des Motors, Größe des Lüfters (was durch die Luftergröße fehlt muss durch Geschwindigkeit ausgeglichen werden = mehr Verwirbelungen und Krach) usw.

Was macht einen Mercedes besser als einen Fiat. beide haben einen Motor, der 4 Räder antreibt.
 

Tasnal

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Das sind jetzt für mich alles Punkte, die auch günstige Hersteller eigentlich gebacken bekommen sollten und nicht die Preisunterschiede rechtfertigen. Wahrscheinlich ist es tatsächlich ähnlich wie bei Mercedes und Fiat. Qualität und Preis stehen da auch nicht wirklich in direktem, vergleichbarem Zusammenhang.

Das eigentliche Ziel im Umluftbetrieb, nämlich aufsteigende Fettpartikel daran zu hindern sich sonstwo in der Küche abzulagern, scheint mir jetzt nicht wirklich schwer erreichbar zu sein. Rein theoretisch sollte es auch ein mit Küchenrolle bespanntes Brett über der Kochstelle tun. Das dann noch die Gerüche ansatzweise durch den Aktivkohlefilter reduziert werden ist sicherlich nett. Aber ob man da wiederum so viel falsch oder richtig machen kann ? Ebenso beim Filter aus Metall ? Das scheint mir jetzt alles keinen großen Spielraum für wirkliche Qualitätsunterschiede herzugeben.

Aber mag alles sein - ich kenne mich tatsächlich nicht aus. Nur rein so vom Gefühl her habe ich so meine Zweifel, dass eine 1000€ Haube auch 10 mal so frische Luft erzeugt, 10 mal so viel Fett aufnimmt und 10 mal leiser ist als die die 100€ Haube.
 

Michael

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Das sicher nicht, aber der Mercedes kostet auch nicht 10x so viel wie der Fiat bzw. in der 50K Küche wird nicht immer 10x so gut gekocht wie in der für 5K.
Qualitätsmathematik gibt es nicht. Eher spielen Stückzahlen in der Produktion eine viel größere Rolle.
Du kannst dir ein Auto als Unikat beim Schlosser bauen lassen, das schlechter als der Fiat ist aber 10x so viel kostet wie der Mercedes.

Wie auch immer: Der Ansatz des mit Küchenrolle tapezierten Brettes setzt meinen Experimentiertrieb frei. Ich habe eine Küchenrolle und ich habe ein Brett. :nageln:

Letztlich muss eine Haube gegenüber einer anderen nicht 10x so viel Fett aufnehmen sondern immer so viel wie möglich. Wenn die Differenz nachher 10% beträgt sind das 10% weniger Fett in der Küche. Lohnt sich aus meiner Sicht.
 

moebelprofis

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Und was es da für Qualitätsunterschiede gibt! Allein der Fettfilter ist eine Wissenschaft für sich. Ganz zu schweigen von der sonstigen Verarbeitung.
 

Tasnal

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Letztlich muss eine Haube gegenüber einer anderen nicht 10x so viel Fett aufnehmen sondern immer so viel wie möglich. Wenn die Differenz nachher 10% beträgt sind das 10% weniger Fett in der Küche. Lohnt sich aus meiner Sicht.
Letzteres kommt für mich auf die Preisdifferenz an. Mehrere hundert Euro für 10% weniger Fett kann ich mir nicht leisten. Da würde ich wohl oder übel die +10% in Kauf nehmen. Wenn´s denn so ist ...

Wenn man mal so ein wenig suchmaschinelt, dann kommt man schnell auf Tests, bei denen die teuren Modelle nicht unbedingt besser arbeiteten als die günstig(er)en Modelle. Stellenweise war es sogar umgekehrt. Da ist dann auch schnell von ´Dunstabzugshaube als Statussymbol in der Küche´ die Rede. Wobei wir wieder bei Mercedes wären.

Und gleichzeitig bei meinem Problem: Haben es Billighersteller tatsächlich nicht geschafft in Sachen Fettfilterung und Absaugleistung den Premium-Standard von vor 20 Jahren zu erreichen ?

Und was es da für Qualitätsunterschiede gibt! Allein der Fettfilter ist eine Wissenschaft für sich.
Das mag ich gerne glauben, allerdings auch hier die Frage: besitzt der Billighersteller nicht das Know-How zur Herstellung des Metallfilters, welches der Premiumhersteller vor 20 Jahren bereits hatte ? Und bedeutet ein schlechterer Metallfilter, dass das Fett nicht aufgefangen, sondern durch den Ventilator/das Gebläse wieder in die Luft abgegeben wird ?
 

menorca

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Dann geh doch zu Netto ... ;D

Mal im Ernst: wenn eine Billighaube auf Stufe 2 röhrt wie wenn ich einem Düsenjet beim Start zuhöre, und dann so viel Fett im Raum lässt, dass ich den Siff halt nach drei statt nach zwei Wochen doch überall wegputzen muss, dann sind halt auch 100€ zu viel.

Die Frage nach dem Metallfilter ist nicht: heute können die Billigen doch die Technik benutzen, die die Teuren vor 20 Jahren benutzt haben. Sondern: ein filigraner, dichtmaschiger, viellagiger Metallfilter kostet deutlich mehr in der Herstellung als ein grober, dünner mit wenigen Lagen, der aber auch entsprechend schlechter arbeitet. Welchen wird der Billighersteller wohl verbauen?

Das ist alles sogar weniger schlimm bei Abluft, aber bei Umluft merkst du den Unterschied in jedem Aspekt deutlich.
 

isabella

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Hätte ich gewusst, das alles so einfach ist, hätte ich mir das ganze Gedöns mit der Strömungslehre, Navier-Stokes, Reynolds und wie sie alle heißen geschenkt. Rolle Küchenkrepp drüber und gut is.
 

martin

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Und bedeutet ein schlechterer Metallfilter, dass das Fett nicht aufgefangen, sondern durch den Ventilator/das Gebläse wieder in die Luft abgegeben wird ?
Genau das bedeutet es.

Der Billighersteller will auch Geld mit seinem Miefquirl verdienen. Der geforderte Preis reicht aber bei weitem nicht aus vernünftige Filter zu produzieren.

Es gibt nur äußerst wenige halbwegs seriöse Tests zu Dunsthauben, was zum Gutteil an falsch formulierten Kriterien zu z.B. Fettabscheidung, Wirkungsgrad usw. liegt. Und beim "suchmaschineln" gerätst Du regelmäßig Testseiten, die defakto Portalseiten zu Amazon sind.
 

Michael

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Man muss auch mal definieren was ein Billighersteller ist. So etwas?

BOMANN Kaminhaube DU 652 IX - Lidl Deutschland - lidl.de

(Hätte nie gedacht, dass ich hier mal zu Lidl verlinken muss) :rofl:

Es gibt ja zwei Optionen: Entweder die mit dem Rotwein oder aber eine billige neue Haube. Die Dinger werden verkauft wie geschnitten Brot und die Bewertungen sind gut. :so-what:

Im schlimmsten Fall verlierst du 54,99
Im besten Fall genügt das Teil deinen Ansprüchen und alles ist gut. :top:
 

LarsMB

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Es kommt ja auch auf die Einbausituation und Vorlieben an.

Bei mir war der Abzug nahezu das teuerste Einzelgerät in der Küche. Allerdings habe ich auch eine offene Wohnküche (das umzubauen wäre noch teurer geworden) und wollte verhindern, dass mein Wohnbereich zu sehr verqualmt/verfettet.

In einer abgetrennten Küche hätte ich mir eine deutlich günstigere Absaugung eingebaut, und der Lärm oder die Fettabspaltung wäre weniger wichtig gewesen. Kurz, ob billig oder teuer - es muss zu den eigenen Anforderungen passen.

Das kann letztlich niemand außer dir selbst entscheiden.
 

Tux

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Hätte ich gewusst, das alles so einfach ist, hätte ich mir das ganze Gedöns mit der Strömungslehre, Navier-Stokes, Reynolds und wie sie alle heißen geschenkt. Rolle Küchenkrepp drüber und gut is.
Und dazu, allein die schönen Gleichungen reichen nicht, sonst würden keine Versuche in Windkanälen durchgeführt werden müssen.
 

Tasnal

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Auf jeden Fall schon mal recht herzlichen Dank für all Eure Infos, Gedanken und Anregungen. Was mir jetzt noch aufgefallen ist: entfernt man sich mal von den günstigeren Herstellern (so im Bereich bis 150€) und legt zwei, drei Schippen oben drauf (300-600€) und schaut sich dann nur mal die EU-Energy-Datenblätter an, dann wirkt das auf mich ernüchternd. Da weist dann eine 500€ AEG-Haube einen Fettabscheidegrad der Klasse F auf. Dafür ist sie einigermaßen leise und die verbauten LEDs verbrauchen kaum Strom. Trotzdem irgendwie nicht Sinn der Sache.

Sollte man sich also beim Vergleich nicht an diese EU-Labels halten ? Denn tut man dies, müsste man tatsächlich keine Haube über 200€ kaufen.
 

KerstinB

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Diese Messung der Fettabscheidegrade steht unter ziemlichem Beschuss. Dazu findet man einiges mit der Suche.
 

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