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Das Küchen-Forum befindet sich in der Kategorie:
Health and Family
Nein, auf keinen Fall
Ja, unter Umständen
Ja, auf jeden Fall
Bin unschlüssig
Hallo, ich habe für "Ja, unter Umständen" gestimmt.
Meine Freundin hat beim Küchenhaus Keller in Herborn (weit weg von ihrem Wohnort) planen und anbieten lassen. Unter dem Umstand, daß das Ausmessen von bundesweit tätigen Monteuren - wie bei diesem Küchenhaus der Fall - übernommen wird, gab es kein Risiko. Meine Freundin wußte allerdings bereits ziemlich genau, was sie wollte (Siematic oder Poggenpohl, da hatten sie preislich tolle Angebote). Und dort, wo sie sich nicht sicher war, bekam sie eine sorgfältige und fachkundige Beratung. Musterfronten wurden nach Hause geschickt.
Grundriss und Fotos gesendet... und ab ging die Post. Alles wurde genau am Telefon besprochen. Genaue Zeichnungen und ausführliches Angebot landete kurze Zeit später in ihrem Briefkasten. Kein arrogantes Rumtun im Sinne von "Zeichnungen bekommen Sie von uns erst, wenn Sie kaufen". Kein ewig langes Rumsitzen im Küchenstudio, möglicherweise auch noch mit quengelndem Kind, während der Verkäufer erst einmal überlegt, wie er den Schrank in den Computer kriegt. Insgesamt professionelle Abwicklung des Auftrags mit den üblichen Garantiezeiten. Bei Problemen kommt einer der Monteure, die sowieso in ganz Deutschland immer unterwegs sind.
Deshalb: Man kann nicht grundsätzlich sagen, daß Küchenkauf im Internet nicht funktionieren kann. Es kommt sicher auf das Küchenhaus an.
Viele Grüße, Ulla
Klar Frauen telefonieren ja auch lieber
ging aber bei der Umfrage eher darum, alles via Internet machen zu lassen oder?
tut mir leid, wenn ihr solch inkompetente Berater vorfandet
bliebe die Praxis, als Frage offen, gell
ich gönns ihr, wenns dem so ist, wusste nicht dass sich Poggi und Siematic so vertreiben lassen.
Hallo Tinolino,
"ging aber bei der Umfrage eher darum, alles via Internet machen zu lassen oder?"
Das ist Definitionssache: Meine Bekannte hatte das Küchenhaus im Internet gefunden, als sie in Google "Siematic bzw. Poggenpohl Aktionsküche" eingab. Das Küchenhaus in Herborn ist auch kein reiner Internetanbieter, sondern ein richtiges Küchenhaus mit Ausstellungsräumen, mit dem Unterschied, daß sie darüber hinaus auch über das Internet ihre Angebote publik machen und auch bundesweit beraten/verkaufen. Daß sie das auch können, haben sie bewiesen.
Für mich ist das ein Küchenkauf über das Internet, weil nur Kontakt über das Internet bzw. Telefon da war.
Ein reiner Internet-Anbieter, der keinen Ausstellungsraum hat, das ist für mich zum Beispiel küche24.de (die verkaufen ausschließlich Häcker) - dort habe ich auch einmal anbieten lassen und habe ebenfalls eine telefonische Beratung erhalten.
Aber ein Küchenhaus, das ohne Telefonkontakt berät, gibt es das überhaupt? Dann würde ich davon abraten. Ansonsten, unter Umständen ist aus meiner Sicht auch ein Küchenkauf über das Internet möglich, siehe mein detaillierter Beitrag oben!
Viele Grüße, Ulla
Hallo Ulla,
dass es möglich ist, beweist ja auch dieses Forum. Hier wird auch detailiert geplant. Alles über Beiträge und mit der Hilfe anderer Interessierter und oftmals besser als draussen.
Es kommt darauf an, mit wem man es zu tun hat. Das ist wie im richtigen Leben. Auf die Nase fallen kann man überall und deine Freundin hat ganz offensichtlich einen seriösen Händler erwischt.
Hallo Tino, sorry, der richtige Link ist:
kueche24.com
Anbieter von: Nobilia, Brigitte, und Häcker Küchen.
Sie hatten mir ein Angebot für eine Häcker Küche gemacht. Habe mich nur deswegen dagegen entschieden, weil mir der Strukturlack von Häcker nicht so gut gefiel, ich fand ihn etwas grobkörniger als Lacke anderer Hersteller. Ansonsten ist Häcker ein guter Küchenhersteller. Beratung war nett und kompetent, ich habe dem Berater aber schon ziemlich diktiert, wie ich es haben wollte (soviel Beratung brauchte ich also nicht.)
Ist die kueche24.com dann nach Euer Definition "Küchenkauf im Internet"? Sollte man vielleicht noch definieren.
Gruß, Ulla
hallo Ulla,
ja das ist eine InternetKüchenAnbieter im Sinne des Threads.
Wer sich mit Küchen bissle auskennt und sich hier im Forum verlustiert, kauft da sicher auch nicht schlecht, die Hersteller sind okay und wenn die einem Planungsfehler mitteilen sind sie sicher auch nicht verkehrt. Kommt halt ganz auf die AGBs an, kam noch nicht zu die zu lesen, werd ich aber mal nachholen.
Grüssle und eine Happy New Year euch allen
Tino
Da ich als Neuer gerade erst abgestimmt habe, anbei meine Anmerkungen zum Thema Küchenkauf im Internet:
Ich bin ganz sicher, dass es einen sehr großen Markt für Küchen aus dem Internet gibt. Den sehe ich im low cost Bereich. also da, wo vermutlich über 90% aller gekauften Küchen in Deutschland anzusiedeln sind. Der Markt, den ich sehe, hängt mit meiner Beobachtung zusammen, dass sich gerade "die kleinen Leute" mit kleinem Budget nicht gerne persönlich beraten lassen, weil sie sich dem Verkäufer unterlegen und damit in der Situation nicht wohl fühlen. Zudem wird unterstellt, nicht ohne Grund, dass Verkäufer grundsätzlich "drücken".
Ich bin letztes Jahr in sehr vielen Möbelhäusern und Küchenmärkten gewesen, auch im low-cost-Segment, um mich zu informieren und aktuelle Trends aufzunehmen. Mir war damals aufgefallen, wie einfach die typischen Verkaufssituationen am Schreibtisch im Vorübergehen zu erfassen sind: Körperhaltung, Mimik und Gestik der "gequälten Kreaturen", die in ihren Mänteln unter dem Struktur-Stakkato des Verkäufers dahinschwitzten, sprachen Bände. Die Analyse wäre sicher eine tolle Übung für Erstsemester Psychologie.
Dem zu entgehen und zuhause zu planen, ist bisher nicht einfach. Was auch IKEA bisher nicht geschafft hat, ist, eine Planungssoftware zu entwickeln, die keine Fehler zulässt und einfach zu bedienen ist. Man kann dort einfach zu viel konfigurieren.
Ich meine, die Komplexität muss gesenkt werden. Diese fehlende Auswahlmöglichkeit sollte dann durch andere Features kompensiert werden, also z.B. durch einen günstigen Preis, geschickte Integration von günstigen Unterbaugeräten, Kooperation mit einem sehr günstigen Internet Elektrogerätelieferanten.
Was braucht ein Käufer denn frei konfigurierbar? Der Wasseranschluss ist meist vorgegeben, so dass sich Spüle und Spülmaschine danach richten müssen. Der Herd sollte sich nach der Abzugsmöglichkeit ausrichten lassen, aber das wäre im Zeitalter der Umluftessen schon nicht mehr so essentiell. Diese Positionen sollten mit Ausschlussregeln sorgfältig versehen werden. Ansonsten würde es eine Standardkonfiguration tun. Ein Längenausgleich über Schrankelemente oder Verblendstücke sollte angeboten werden. Und alle Türen sollten mit Wechselanschlag sein, alle Abdeck- und Anschlussleisten sollte es auch als XXL-Version zur Verdeckung von Mess- und Anbaufehlern geben. Solche Leisten, wie auch alle Kleinteile, sollten gegen Aufpreis im Expressversand verfügbar sein.
So ein Angebot mit Konfigurator per Drag&Drop und aktueller Preisanzeige wäre sicher gefragt; dazu einen Finanzkauf anbieten - fertig wäre die Laube! Komplexe Lösungen für schwierige Raumsituationen oder spezialisierte Bedürfnisse wären nicht im Angebot. Auf diesen Prozentsatz Käufer müsste man dann eben verzichten.
Hallo Bungaloo,
Körperhaltung, Mimik und Gestik der "gequälten Kreaturen", die in ihren Mänteln unter dem Struktur-Stakkato des Verkäufers dahinschwitzten, sprachen Bände. Die Analyse wäre sicher eine tolle Übung für Erstsemester Psychologie.Deckt sich ziemlich klar mit meinen eigenen Beobachtungen.
Allerdings stelle ich die 90% in Frage. Aber selbst wenn es ein so hoher Prozentsatz wäre, müsste man differenzieren zwischen Internetnutzern und denen, die es nicht nutzen.
Unsere Umfrage zum Thema bestätigt ja nur, dass momentan ca. 55% der Internetnutzer den KK übers Netz kategorisch ausschliesst.
Auf den über 90% bestehe ich nicht, ich weiß ja die tatsächlichen Werte nicht. Aber wenn ich bei Roller, SB Boss, Divi oder auch IKEA schaue - alternativ gleich online bei Otto oder Quelle, wo jeweils nur die höchste Preisgruppe der Küchen überhaupt 2000€ erreicht, dann gibt mir das Idee, dass der Massenmarkt im Niedrigpreissegment angesiedelt ist.
Wenn man sich - anders herum - für gute Küchen interessiert und daher in diesem Forum ist, dann ist die Sichtweise natürlich durch diese Umgangserfahrung gefärbt - man spricht von einer Déformation professionnelle. Die gibt es überall: Neulich hat mir ein Mountainbike-Freak ein Rad für über 5000€ als "preiswert" empfohlen. Je wertiger der Kaufgegenstand ist, destso wichtiger wird für den Kaufinteressenten die persönliche Beratung. Insofern verwundert mich das Umfrageergebnis hier nicht.
Das ist unstrittig. Allerdings wächst die Quote stetig. Gerade der Küchenkauf, der in hohem Alter selten stattfindet, wird von steigender Internetnutzung früher profitieren als z.B. der Rheumadeckenverkauf übers Netz.![]()
Als erfahrender, selbstständiger Küchenplaner/Designer/Berater kann ich nur sagen FINGER WEG.
Die Planungsfehler kosten richtig Geld- Resultat: Jeder ärgert sich wenn er die Küche jeden Tag sieht und darin arbeitet.
Lassen Sie Ihre Küche bei einem seriösen Planer/Designer erstellen, es klingt eventuell seltsam, aber diese Leute gibt es noch.
Er wird Sie wenn er wirklich gut ist bestens beraten, so dass Sie Freude an Ihre Küche haben.
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