Mobile Unterstützung 
iphone $2,99
Android $2,99
BlackBerry kostenlos
Nokia kostenlos
Das Küchen-Forum befindet sich in der Kategorie:
Health and Family
ich habe das Tagesgeschäft lange erlebt und erlebe es
heute noch. Ich bin Gesellschafter
eins Studios und was da zur Zeit ab geht und
wie sich die Kunden wird immer schlimmer.
Ich möchte nicht alle über einen Kamm
scheren aber der Trend der Masse geht eindeutig
dazu die Studios untereinander auszuspielen...
deshalb bleibe ich auch bei meiner Meinung, dass
es am Kunden liegt. Ich habe es früher nach meiner
eigenen Einschätzung entschieden ob ich Pläne
mitgebe oder nicht.
Hm... solche Sachen gibt es auch:
Kantinengespräch vor ein paar Wochen:
Mitarbeiterin X erzählt von ihrem Küchen-Kauf.
"Also, da waren wir morgens in Möbel-Haus X. Es war schnell klar: Super Beratung, hier wollen wir kaufen.
Als das Angebot stand, fuhren wir noch schnell zu Y, haben Einzelpreise für Geräte erfragt und was der beste Preis ist.
Mein Mann war total cool und ist am Nachmittag zusätzlich zu Möbelhaus Z gefahren und hat den Verkäufer mit den Einzelpreisen von Y richtig runterdrücken können. Wahnsinn, wie mein Mann das hingekriegt hat!!!
Dann ist er am Abend nochmal zu X und hat ihm den Preis von Z auf den Tisch geknallt. Der stand natürlich mit dem Rücken an der Wand. Dann ging der Preis aber rapide nach unten, sage ich Euch...eine helle Freude war es"
Naja, alleine die Art, wie sie das erzählte...![]()
Gleiche Augenhöhe?
Naja....
Also User, du must mal ein wenig überlegen, wo du überhaupt schreibst und mit wem du es da zu tun haben könntest. Die Kunden, die sich hier äussern, übernehmen ihre Planungsarbeit selbst. Und zwar vielfach genau hier im Forum. Sie machen sich Gedanken, und dass oftmals in höherem Umfang, als es mancher KFB für sie tun könnte.
Hier jemanden unterstellen zu wollen, er würde Planungskapazitäten in Studios zu verschwenden, ist schon sehr anmassend und vor allem unzutreffend.
Drehen wir doch den Spiess mal um:
Wenn ich als Kunde bei 5 Autohäusern ein konkretes Angebot erhalte und das sechste möchte erst noch einen kostenpflichtigen "Spezifizierungsvertrag" mit mir machen, dürfte wohl klar sein, wer letztlich für mich gestorben ist.
Und auch wenn ich mich wiederhole:
Der faire Händler bekommt den fairen Kunden. Und wer will schon die anderen?![]()
Ich will hier niemandem persönlich angreifen
und vorallem nicht die Leute die hier im Forum
sind. Wollte nur aufzeigen warum es eben so ist
und die hier vertretenen sind ja auch nur ein kleiner
Teil der Küchenkäufer.
Ich lebe mit diesem System schon lange sehr gut
und es gibt keine Anzeichen dafür, dass es in Zukunft
nicht mehr so sein sollte.
Auf diese Differenzierung habe ich Wert gelegt...![]()
Na gut, dann gebe ich doch noch meinen Senf dazu, denn es wird mir hier ein wenig zu sehr alles über denselben Kamm geschert, ohne dabei zu berücksichtigen, das die Materie und die angesprochenen Kunden/Verkäufer sehr unterschiedliche Ausgangssituationen haben.
Gruppe 1:
Diejenigen Kunden, die Ihre Küche schon selbst und meistens erstklassig mit Hilfe des Forums geplant haben.
Ich denke, diese Kunden benötigen seltenst eine detaillierte Aufstellung zu Schränken - denn die haben Sie den Küchenverkäufern ja selbst auf den Tisch gelegt.
Hier stellt sich doch eigentlich nur noch die Frage nach dem Endpreis der Möbel und die Gerätespezifikation.
Ich sehe nicht, wieso ein Verkäufer diese Unterlagen vor dem Hintergrund nicht herausgeben sollte - letztlich ist es ja nur eine Abschrift der Kundenvorgaben.
Ein Verkäufer der sich hier dennoch sträubt würde bei mir den Verdacht erwecken, das das Angebot irgendwie nicht ganz koscher ist - vielleicht sind die angeboteten Schränke dann doch anders als gewünscht?
Gruppe 2:
Dazu gehören für mich die Küchenverkäufer, die Ihren Kunden auf Baumarktniveau innerhalb einer halben oder vielleicht sogar einer Stunde einen Raum mit Möbeln vollgeklatscht haben. Diese würden so wunderbar dem Beispiel der Autoverkäufer entsprechen. Kreativität auf dem Nullpunkt - der verkäuferische Aspekt überwiegt.
Auch hier sehe ich keinen Grund, wieso der Verkäufer die Unterlagen nicht herausgeben sollte. Nur in den allerseltensten Fällen gibt es bei einer solchen "Küchenraum-Vollstell-Planung" irgendwelchen planerischen Rafinessen, die der Gefahr ausgesetzt wären, von irgendeinem der gleichgestrickten Kollegen im nächsten Küchen-Baumarkt kopieren würde. Da spielen ohnehin in den allermeisten Fällen interne Geschäftsvorgaben aus der Blockverrechnng und zu pushenden Modellen eine wesentlich größere Rolle als Kundenbedürfnis und kreative Raumplanung.
Auch hier wäre für mich die Weigerung, diese Machwerke herauszugeben eher ein Anzeichen dafür, das es möglicherweise Abweichungen zwischen dem gesprochenen Wort und dem tatsächlichen Angebot gibt.
Gruppe 3:
Küchenplaner die sich möglicherweise über viele Stunden, vielleicht sogar Tage mit kreativen Einrichtungslösungen für Ihre Kunden auseinandergesetzt haben, dürfen durchaus ein Interesse daran haben, das Ihre Arbeit entsprechend gewürdigt und letztlich auch honoriert/bezahlt wird.
Es ist dabei völlig in Ordnung, wenn ein Kunde sich nicht mit der Planung anfreunden kann und man nicht zum Abschluss kommt - das passiert.
Ärgerlich ist es aber, wenn man dann mitbekommt, das derselbe Kunde, der sich stundenlang hat beraten lassen, 5-6 oder 7 mal im Geschäft war und sehr arbeitsintensiv war nichts besseres zu tun hatte, als mit den Planungsunterlagen - die man ihm bereitwillig ausgehändigt hat - kurzerhand zum nächsten Baumarkt KFB gerannt ist und sich dort mal schnell dieselbe Küche hat ausrechnen lassen. Quasi eine kreative Küche vom Fachmann zum Baumarktpreis - oder anders: der Eine arbeitet - der Andere kassiert.
Leider ist dieses Kundenverhalten in der Realität um ein Vielfaches häufiger als die Kunden, die bereit sind, für eine intensive und bedarfsorientierte Planung auch ein paar Euro mehr auszugeben.
Ich wage zu behaupten, das höchstens 10% aller Kunden bereit sind, Service und Kreativität auch wirklich zu bezahlen.
Wenn ich mir dann noch vorstelle in einem Bereich arbeiten zu müssen,
- wo die angebotene Ware - nämlich die Küchen - so vergleichbar und verwechselbar sind wie derzeit auf dem deutschen Markt,
- wo der normale Kunde also schlichtweg garnicht mehr zwischen einer Billigküche und einer aus dem gehobenen Qualitätssegment unterscheiden kann (nicht jeder informiert sich vorher beim Küchenforum)
- wo die Geiz-ist-Geil Mentalität Service und Einsatz als kostenlose Beigabe erwartet
..dann kann ich gut verstehen, warum so mancher engagierte Fachberater nicht mehr bereit ist, Unterlagen zur Verfügung zu stellen, damit irgendein ideenloser Küchenverkäufer innerhalb von 15 Minuten ein günstigeres Angebot eintippt.
Man sollte sich natürlich als (Baumarkt) Händler auch mal überlegen, dass man zusammen mit den Herstellern diverse Offensiven gefahren hat, um Umsätze zu generieren.
Die Geiz ist Geil Mentalität hat ja ihren Ursprung. Viele sind auf diesen Zug aufgesprungen und merken jetzt erst, dass es der falsche Weg war und ist.
Einige wenige, darunter zähle ich mich mal selbst, haben verstanden, mit dieser Situation umzugehen.
Natürlich ist eine Low-Budget, oder so wie du es ausgedrückt hast, lieber Gatto, eine Baumarktplanung, nicht vergleichbar mit einer Planung, in der man all seine Erfahrung als KFB einfließen läßt vergleichbar. Keine Frage.
Aber die Tatsache was der Kunde letzendlich kauft, ist doch eine ganz andere.
Überwiegend werden Küchen im Low Bereich angeboten und verkauft.
Wundern braucht man sich dann als Händler wohl nicht, wenn der Kunde, mit oder ohne ausgehändigten Küchenplan, losmarschiert und vergleicht. Würde ich doch auch machen.
So ist der Markt zur Zeit eben.
Darum ist es als Händler wichtig, mit welchem Hersteller man zusammenarbeitet.
Dieser sollte Tranzparent sein und auf Marktveränderungen schnell reagieren können.
Ich schaue mir die Entwicklung auf dem Markt an und besuche hin und wieder mal die Baumarkt-Mitbewerber. Nicht um abzukupfern, sondern mal die Kunden beim Einkauf zu studieren. Dabei bekommt man schon so einiges mit.
Da sind Küchenplanungen mit hochgesetzten Backöfen für die Kunden schon echte Highlights.
Auch die Küchenhersteller fahren zurück. Ich bin mir sicher, dass z.B. Nolte demnächst wieder eine Küche auf dem Markt bringt, in der das Korpusmaß die 72 cm nicht übersteigen wird, um einfach verlorene Kunden zurück zu gewinnen. Eben in das Baumarkt-Preissegment. Viele Hersteller werden dem ebenfalls folgen.
Ein gutes Beispiel für die Kaufinteressen des Kunden sind die Folienfronten. Wir hier im Forum wissen, dass diese Fronten nicht viel taugen. Aber draußen werden die Küchen mit Folienfront verkauft wie heiße Semmeln. Zumindest im Low Bereich. Und ein Einbruch der Verkaufszahlen im Bereich Folie, wird es in naher Zukunft nicht geben.
Man wird sehen, wie sich das ganze Entwickelt. Deswegen stecke ich meinen Kopf nicht in den Sand.
das ist das schöne....wenn ich ein gegenangebot machen muss freue ich mich meist, denn hier wird viel Folie im Umkreis angeboten und verkauft....Ich erkläre fast jedem Kunden das Problem mit Folien, danach will die niemand mehr haben....bringe den Kunden dann auf eine beschichtete Front (manches mal auch günstiger, vor allem bei matten Farben) und verkaufe dann öfter direkt, und so einige male schaft man es auch hochwertiger als geplant zu verkaufen...ehrlichkeit schafft vertrauen...
hab schon seit monaten keine folie mehr verkauft, es sei denn der kunde besteht auf Rahmen-Fronten, da bleibt mir oft keine Wahl....denn lackierte MDF-Rahmen sind dann preislich meist over the Top....
wenn ein Kunde mit ner festen Planung/Idee für seine Küche kommt, gebe ich schon eher eine Zeichnung mit...das ist dann ja nicht mein geistiges Eigentum....wenn ich aber stunden investiere, gebe ich definitiv keine Zeichnungen mehr raus....ne zeitlang habe ich es gemacht und den kunden vertraut, aber wenn man selbst ne statistik führt, war in der zeit der herausgabe der zeichnungen eine viel schlechtere Abschlussquote...
siehste, man versteht sichMache ich auch so.
Im Interesse des Kunden natürlich.
gatto, ich bin voll bei Dir....
und meine Händler entsprechen in der Regel der Gruppe 3 und auch nur aus deren Sicht würde ich mich an der Diskussion beteiligen...
und danach ist eine Planung eine Leistung, die einen reellen Wert darstellt...
Unabhängig davon sollte es jedoch für den Händler machbar sein, seine "Planung" in einem Angebot in schriftlicher Form grob zu umreißen... um dem Kunden überhaupt irgendetwas mitgeben zu können. Das wäre schön, ist aber tatsächlich kaum zu realisieren...
mfg
Racer
Nun gut, wenn das Thema jetzt wieder auf den Tisch kommt, dann werde ich mich auch mal ( wieder ) dazu äußern.
Auf Grund der ersten Diskussion habe ich zu mir gesagt:
Cooki, so schlecht sind die Kunden doch gar nicht, das liest Du doch auch ständig im Forum. Also, gib Ihnen Deine Skizzen und Ideen mit, .............. und Sie werden es Dir danken und wieder zu Dir kommen.
3 Monate später habe ich dann festgestellt, das ich einen Umsatzrückgang von ca. 25-30% zu verzeichnen hatte.
Die Kunden wurden ungesprächig am Telefon, man merkte immer, da stimmt was nicht. War auch so, der Kunde war weg.
Ich möchte mal behaupten ( oder hoffe es ), dass es nicht an meiner unqualifizierten Beratung lag, sondern eher an Umständen, die hier schon mehrfach geäußert wurden.
Da ich es mir nicht leisten kann, auch weiterhin auf Umsatz zu verzichten, habe ich das System wieder umgestellt und komischerweise läuft das Ganze jetzt wieder wie gewünscht.
Jetzt kann sich jeder selbst seine Meinung bilden, ich habe mir meine gebildet, und plane für mein Leben gerne für meine Kunden, .......... aber nicht für den ggf. qualitativ schlechter arbeitenden Mitbewerb.
Solange es Verkäufer gibt, die gnadenlos abkupfern (und sich damit strafbar machen), werden die Kunden wohl häufig auf detaillierte Aufstellungen vergeblich hoffen. Das liegt aber nicht unbedingt an den Kunden, sondern an mangelnder Kultur und fehlendem Unrechtsbewußtsein bei einem Teil der Verkäufer. Eine strafrechtliche Verfolgung von Vergehen gegen das Urheberrecht gibt es halt im Küchenbereich de facto nicht.
Auch da sind die Übergänge natürlich fließend...
ich weiß nicht, wo bei einer einfachen Küche (Raum mit Schränken gefüllt) der planerische Urheberschutz liegen soll...
der Autoverkäufer erhebt ja, auf seinen individuell angeboten Golf auch kein Urheberrecht...
Für die Verkäufer der Gruppe 3 gilt das hingegen schon...
aber eine kleine Veränderung hier und da, ein preiswerteres Gerät und Schwupp ist man billiger und hat auch keine Probleme mehr mit dem Urheberrecht...
so ist das Leben nun einmal... hier gilt das Gleiche, wie für unsere Fußballer:
Aufstehen, Dreck abklopfen, weitermachen...
mfg
Racer
Wobei man natürlich auch beachten sollte, dass Verkäufer der Gruppe 3 in den meisten Fällen nur mit dem Kunden eine Planung erstellen kann, weil der Küchengrundriss bereits vorhanden ist. Er kann sich die Maße ja nicht aus den Fingern saugen. Somit stellt sich die Frage, inwiefern der Kunde ein Mit-Urheberecht hat und dieses dann nutzen kann/darf.
Aber sehen wir es wie Racer es so schön beschrieben hat..
Aufstehen, Dreck abklopfen, weitermachen
Wolfgang
.das ist die Antwort endlich mal ganz einfach.
Der Kunde hat garkein "Mit-Urheberrecht" weil er den Raum zur Verfügung stellt.
Das trifft übrigens auch für den Marmor-Lieferant des Bildhauers, den Filmentwickler eines berühmten Fotografen, den Rahmenbauer eines Malers oder den Stahlproduzenten eines Autodesigners. Sie alle stellen nur Hilfsmittel/Rahmenbedingungen zur Verfügung.
Der Entwurf der Küche ist die eigentliche geistige Leistung auf die es ein "Urheberrecht" gibt.
Lesezeichen