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Einbaugeräte für die Küche Gas oder Induktion?

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Einbaugeräte
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Gas oder Induktion?
Von Michael     01. Juni 2009    
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Immer häufiger stellt sich die Frage, ob ein Gaskochfeld  oder die moderne Induktionstechnologie die bessere Wahl für die Küche ist. Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Aspekte, die Ihnen, je nach persönlichen Anforderungen, die Entscheidung erleichtern können.

Energie

Strom für ein Induktionskochfeld steht überall in gleicher Form zur Verfügung, eine Gasversorgung ist nicht an jedem Ort üblich. Alternativ lässt sich bei Gaggenau Geräten auch Flaschengas verwenden. Gaskochfelder lassen sich meist mit Düsensätzen auf unterschiedliche Gasarten einstellen, deren Qualitäten zusätzlichen Einfluß auf die Arbeitsweise mit dem Kochfeld haben. Bei hochwertigen Geräten kann Flaschengas die Temperatur-Einstellpräzision beim Kochen mindern. Auch die Brennwerte verschiedener Gasarten fallen unterschiedlich aus. Beim Erdgas liegt die Sorte H vor L und dem Stadtgas. So kann auch der örtliche Energieversorger Einfluß auf die Qualität beim Kochen haben.

Küchenplanung


gas1Aufgrund der offenen Flamme müssen beim Gasbetrieb mehr Sicherheitshinweise befolgt werden. Zum Beispiel Mindestabstände zu wärmeempfindlichen Möbelteilen oder zur Dunstabzugshaube. Gasflammen erreichen je nach Brennerstärke und Gasart mindestens 450 °C, eher aber ca. 850 °C. Bei Induktionskochfeldern fehlen solche Extremwerte völlig, auch die Be- und Entlüftung ist einfacher. Die an der Glaskeramikoberfläche erreichten Temperaturen sind sogar 60 bis 70 Prozent niedriger als bei herkömmlichen Glaskeramikkochfeldern.
Zuluft kann auch bei Gas ein Thema sein, je nach Geräteaufbau. Dazu kommt, dass je nach Stärke des Gaskochfeldes das Volumen der Küche nicht zu klein sein darf. Zum Beispiel sollten es beim großen Gaggenau KG 291 mindestens 35 m³ sein. Bei weniger Raumvolumen muss eine Fensterkontaktschaltung oder eine nicht verschließbare Öffnung in der Küche von 150 cm² vorhanden sein.

Kosten und Effizienz

In der Anschaffung liegen die Geräte bei vergleichbarer Qualität auf ähnlichem Niveau. Im Betrieb allerdings sind Induktionsgeräte dank ihres deutlich höheren Wirkungsgrades überlegen. Sie setzen den größten Teil der benötigten Energie, rund 90 Prozent, in Hitze um, die direkt im Kochgefäß entsteht. Beim Gas kommt nur etwa 50 Prozent der Energie dem eigentlichen Kochvorgang zugute, der Rest macht sich in Form von nicht immer erwünschter Umgebungshitze bemerkbar.

Bedienung


twistDie Bedienung von Gaskochfeldern geschieht nach wie vor über Knebel. Im Design und in der Haptik unterschiedlich, aber mit derselben Funktion: mechanisches Öffnen der Gaszufuhr und Auslösen des Zündimpulses. Die Regelbarkeit fällt unterschiedlich aus, je nach verwendeter Gasart, Qualität der Brenner und Gashähne. Gaggenau bietet hier besonders mit den Dreikreis-Brennern eine hohe Leistungsbandbreite, die sich zudem in der feinen Dosierbarkeit auch bei kleiner Flammenstellung zeigt. Die optische Kontrolle der Einstellung durch das Flammenbild ist ein typischer Vorteil beim Arbeiten mit Gas. Bei Induktionskoch feldern bietet Gaggenau verschiedene Möglich keiten der Leistungssteuerung, vom bewährten Knebel bis zur modernen Sensorbedienung und der Bedienung mit Twist-Pad. So lässt sich eine große Anzahl von Leistungsstufen präzise einstellen. Beim Thema hohe Leistungsabgabe, Reaktionsgeschwindigkeit und Kontrolle der Hitze zufuhr kommen Induktionsgeräte von Gaggenau inzwischen nahe an Gasgeräte heran, mit ähnlich feinfühliger und schneller Leistungsdosierung beim Kochen. Auf Induktionsgeräten dagegen funktionieren nur Töpfe und Pfannen mit magnetischem (Eisen-) Boden.

Reinigung und Sicherheit


Hier liegt das Induktions-Kochfeld klar vorne, da dessen völlig ebene Glas keramikfläche gegenüber dem bauartbedingt komplexeren Gasfeld mit seinem Aufstellrost und den Brenner-Bauteilen schneller und einfacher sauber zu halten ist. Da auf dem Induktionsfeld kaum etwas einbrennen kann, ist hier die Reinigung sogar noch leichter als bei herkömmlichen Kochfeldern. Grundsätzlich stehen die hohen Temperaturen der offenen Gasflamme der weniger hitzeabstrahlenden Induktionstechnologie gegenüber. Befürchtungen sind jedoch bei beiden Systemen nicht angezeigt. Prüfungen zur Dichtigkeit und Sicherheitsabschaltungen bei Erlöschen der Flamme bei Gas, sowie Temperaturbegrenzer, Kindersicherung, Kühlgebläse und Restwärmeanzeige bei Induktion verhindern mögliche Gefahren für die Benutzer.

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